CES 2026: KI-Assistenten bringen Barrierefreiheit in den Alltag

Auf der CES zeigen Exoskelette, neuronale Headsets und smarte Rollstuhlmodule den Wandel von medizinischen Hilfsmitteln zu alltagstauglichen Lifestyle-Produkten. Die Integration in vernetzte Ökosysteme rückt in den Fokus.

Die Tech-Branche setzt auf Inklusion: Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas präsentieren Konzerne und Start-ups eine neue Generation smarter Hilfstechnologien. Der Fokus liegt auf physischer KI – intelligenter Hardware, die aktiv mit Nutzern zusammenarbeitet, um Mobilitäts- und Sinneseinschränkungen zu überwinden. Vom Gehirnwellen-steuernden Headset bis zum Leichtbau-Exoskelett signalisieren die Neuheiten einen Wandel: Aus Nischen-Medizinprodukten werden massentaugliche Lifestyle-Lösungen.

Mobilität neu gedacht: Vom Reha-Gerät zum Alltagshelfer

Eines der wegweisendsten Produkte der Messe ist eine neue Generation von Exoskeletten. Die chinesische Firma RoboCT sorgte mit ihrer „GoGo“-Serie für Aufsehen. Im Gegensatz zu klobigen Therapiegeräten wiegt das wearable pro Seite nur 2,3 Kilogramm. Eine integrierte KI passt sich den Bewegungen des Trägers in Echtzeit an. Verschiedene Modi unterstützen beim Gehen, Stehen oder Treppensteigen. Das Ziel: Menschen nach einem Schlaganfall oder mit Parkinson den Alltag in der Gemeinschaft erleichtern.

Aus Frankreich kommt eine smarte Lösung für manuelle Rollstühle. WheelMove stellt ein universales Zusatzmodul vor, das an fast jedes Modell montiert werden kann. Der Antrieb bringt Nutzer bis zu 25 Kilometer weit und meistert verschiedene Bodenbeläge. Die globale Markteinführung ist für Mitte 2026 geplant. Damit schließt die Innovation die Lücke zwischen manueller und elektrischer Mobilität – ohne den Kauf eines komplett neuen Rollstuhls.

Anzeige

Viele Menschen mit Mobilitätseinschränkungen profitieren von Hightech‑Hilfen – doch Kraft, Balance und Koordination bleiben entscheidend für den Alltag. Der kostenlose PDF‑Report „Mein kleines Fitnessstudio für Zuhause“ erklärt, wie Sie mit fünf platzsparenden Trainingshelfern und leicht umsetzbaren Übungsplänen gezielt Kraft, Beweglichkeit und Stabilität aufbauen – ideal als Ergänzung zu Exoskeletten oder Antriebsmodulen. Praxisnah zusammengestellt vom Orthopäden, sofort als Download per E‑Mail. Gratis-Report: Heim-Fitness jetzt sichern

Neurales Interface und Sicherheitstech im Fokus

Ein Quantensprung in der Mensch-Maschine-Interaktion sind die Naqi Neural Earbuds. Die nicht-invasiven Kopfhörer gewannen einen Innovationspreis. Sie steuern digitale Geräte und sogar Industrieanlagen durch minimale Gesichtsbewegungen und Gehirnströme. Für Menschen mit Lähmungen eröffnet das völlig neue Möglichkeiten. Doch die Technologie zielt auch auf Berufe, in denen die Hände beschäftigt sind – ein Markt, der für schnelle Verbreitung und sinkende Preise sorgen könnte.

Ein wichtiges Upgrade gibt es bei der Sicherheit: Das System SEERU schützt Rollstuhl- und Scooter-Fahrer mit Radar, Kameras und intelligentem Licht. Es warnt vor herannahenden Gefahren von hinten durch visuelle, akustische und haptische Signale. Besonders für ältere Menschen oder Personen mit Hörbeeinträchtigungen im Stadtverkehr schließt dies eine kritische Sicherheitslücke.

Barrierefreiheit wird zum Ökosystem

Die Integration in Smart Home und Stadt ist ein zentrales Thema der Messe. Samsung erweitert seine „Vision AI“: Neue TV-Schnittstellen ermöglichen komplett handsfreie Steuerung durch Sprache und Kontext-Erkennung. Nutzer mit körperlichen Einschränkungen können so komplexe Menüs navigieren, ohne eine Fernbedienung zu benötigen.

Für den öffentlichen Raum wurde das System „MaaS-Bridge“ ausgezeichnet. Die KI-Plattform koordiniert barrierefreie Übergänge zwischen autonomen Fahrzeugen und Gehwegen. Sie kommuniziert direkt mit Fahrzeug-Navigationssystemen, um präzise Haltepunkte für Menschen mit Behinderungen zu identifizieren.

Trendwende: Vom Hilfsmittel zum aktiven Partner

Die Entwicklungen spiegeln einen Branchentrend wider, den der Veranstalter Consumer Technology Association (CTA) als „Intelligente Transformation“ beschreibt. Experten sehen den Durchbruch in der Verbindung von generativer KI mit Hardware-Sensoren. Assistenzgeräte werden so von passiven Werkzeugen zu aktiven Partnern.

Getrieben wird die Innovation auch durch den „Longevity“-Markt. Angesichts alternder Gesellschaften steigt die Nachfrage nach Technologien, die ein selbstbestimmtes Leben im Alter ermöglichen. Der Designwandel – von klinischen Medizinprodukten hin zu hochwertiger Consumer-Elektronik – zeigt: Hersteller priorisieren Nutzererfahrung und Würde gleichermaßen wie Funktionalität. Barrierefreiheit wird zum Standard, nicht zum Add-on.

Ausblick: Marktreife und vernetzte Ökosysteme

Die ersten Produkte könnten schon in sechs bis zwölf Monaten Verbraucher erreichen. WheelMove plant den Europa-Start für Mitte 2026. Die Neural Earbuds von Naqi und RoboCTs Exoskelett durchlaufen derzeit regulatorische Prüfungen, eine Markteinführung ist für Ende 2026 anvisiert.

In den kommenden Monaten wird der Faktor Interoperabilität entscheidend. Die große Frage: Können das neuronale Headset, das Smart Home, das autonome Auto und das Mobilitätsgerät nahtlos miteinander kommunizieren? Gelingt dies, entsteht ein kohärentes, barrierefreies Ökosystem, das Lebensqualität fundamental verbessern kann. Die CES 2026 macht deutlich: Inklusive Technik ist kein Nischenthema mehr, sondern die nächste große Innovationswelle.

Anzeige

PS: Sitzt der Rücken nach langen Tagen oft straff oder fehlen gezielte Alltagsübungen? Orthopäde Prof. Dr. med. Wessinghage stellt in seinem kostenlosen Spezialreport 17 effiziente 3‑Minuten‑Übungen vor, die schnell Entlastung bringen, Muskeln aufbauen und Beschwerden vorbeugen. Ideal für Leser, die smarte Mobilitätslösungen nutzen, aber zusätzlich einfache, sofort umsetzbare Übungen suchen – der PDF‑Guide kommt direkt per E‑Mail. Wessinghages 3‑Minuten‑Wunderübungen gratis anfordern