Der französische Uhrenhersteller Charlie Paris hat eine umfassende Neuauflage seiner als „Tool Watch“ konzipierten Concordia-Serie angekündigt. Wie aus Branchenberichten von Mitte September hervorgeht, umfasst der Relaunch insgesamt sechs neue Modelle, die ab sofort wieder lieferbar sind.
Neben technischen Modifikationen zeichnet sich die neue Kollektion vor allem durch eine angepasste Preisstrategie aus: Die Automatik-GMT-Modelle werden deutlich günstiger angeboten als ihre Vorgänger, wobei die Preissenkung in einigen Konfigurationen fast 20 Prozent beträgt.
Technische Spezifikationen und Gehäuse-Variationen
Die überarbeitete Concordia GMT wird in verschiedenen Gehäuseausführungen präsentiert. Während einige Spezifikationen ein 40,5 Millimeter breites Gehäuse mit einer Höhe von 11,75 Millimetern und einem Horn-zu-Horn-Maß (Lug-to-Lug) von 47,5 Millimetern ausweisen, nennen andere Daten ein 40-Millimeter-Stahlgehäuse mit einem etwas kürzeren Maß von 46,8 Millimetern. Das Gehäuse besteht aus 316L-Edelstahl und verfügt über eine verschraubte Krone, was eine Wasserdichtigkeit von bis zu 300 Metern ermöglicht.
Als Schutz dient ein Saphirglas, das je nach Angabe in gewölbter Form (Dom) mit einer Stärke zwischen 1,5 und 3 Millimetern verbaut ist. Die Uhren sind mit einer unidirektional drehbaren Lünette aus Aluminium ausgestattet. Farblich bietet Charlie Paris eine Palette von fünf Varianten für das Zifferblatt an: Antarctic Blue, Black, Tundra, Bordeaux und Sage.
Strategischer Wechsel beim Uhrwerk
Eine wesentliche Neuerung betrifft das Innenleben der Automatik-Modelle. Charlie Paris vollzieht bei der Concordia GMT einen Wechsel des Kalibers. Kam beim Vorgängermodell noch das Soprod C125 zum Einsatz, nutzt die neue Generation nun das Seiko NH34 Automatik-GMT-Werk. Dieses verfügt über 24 Steine und arbeitet mit einer Frequenz von 21.600 Halbschwingungen pro Stunde (A/h).
Die neue Concordia-Generation startet ab 645 Euro statt ab 1.195 Euro — doch hinter dem Preissturz steckt auch ein Werkwechsel. Wer vor der Bestellung wissen will, was das für Gangreserve, Wartung und Werterhalt bedeutet, findet hier die wichtigsten Prüfpunkte auf einen Blick. Kostenlosen Kauf-Check für die neue Concordia anfordern
Mit diesem Wechsel geht eine Veränderung der Leistungsdaten einher. Die Gangreserve hat sich laut technischen Daten von zuvor 38 Stunden auf nun 41 Stunden erhöht, wobei vereinzelt auch Angaben von bis zu 42 Stunden und einem unabhängigen Stundenzeiger vorliegen. Die Kollektion umfasst neben den Automatik-Versionen auch eine Quarz-Variante, die den Einstieg in die Serie markiert.
Markteinführung und preisliche Neuausrichtung
Die Preisgestaltung der neuen Concordia-Modelle weist im Vergleich zur vorangegangenen Generation eine signifikante Reduzierung auf. Während die früheren Automatik-GMT-Modelle zu Preisen ab 1.195 Euro (mit Gummiband) beziehungsweise 1.245 Euro (mit Stahlband) geführt wurden, liegen die Einstiegspreise der Neuauflage deutlich darunter.
Berichten zufolge beginnen die Preise für die Automatik-GMT-Modelle nun bei 645 Euro für die Ausführung mit Gummiband und 695 Euro für die Variante mit Stahlband. Andere Quellen geben die Preise direkt beim Hersteller mit 745 Euro für das Gummiband und 795 Euro für das Stahlband an.
Die reine Quarz-Version der Concordia ist bereits ab 295 Euro erhältlich. Die neuen Modelle werden sowohl über den Online-Shop des Unternehmens als auch in dessen Showroom in Paris vertrieben.
Bei Automatik-GMT-Uhren unter 800 Euro entscheidet oft das Werk über Freude oder Fehlkauf. Der Vergleich von Soprod C125 und Seiko NH34 zeigt, welche Gangreserve, Frequenz und welcher Serviceaufwand wirklich dahinterstecken. Werk-Vergleich jetzt kostenlos ansehen
Design-Entwicklungen im Segment funktionaler Zeitmesser
Parallel zu den Entwicklungen bei Charlie Paris zeigt sich eine anhaltende Dynamik im Bereich designorientierter Uhren-Hardware. So wurde bekannt, dass im japanischen Markt mit dem Braun BN0035B ein klassischer Chronograph eingeführt wird, der auf einem preisgekrönten Design aus dem Jahr 2012 basiert. Das mit Quarzwerk betriebene Modell wird dort für 55.000 Yen inklusive Steuern angeboten und unterstreicht den Trend zu funktionalen, stahlgefertigten Zeitmessern mit klarem Fokus auf Industriedesign.

