ChatGPT-Desktop-App: OpenAI testet gemeinsame Ansicht für Chat und Work

Die Desktop-Oberfläche wird getestet; ab Dezember 2026 sollen Plus, Pro und Business ein gemeinsames Kontingent für ChatGPT und Codex erhalten.

•

OpenAI hat damit begonnen, die bislang getrennten Bereiche Chat und Work in der Desktop-Anwendung von ChatGPT zusammenzuführen. Der Testlauf startet zunächst für eine begrenzte Gruppe von Nutzern, um Rückmeldungen zur neuen einheitlichen Benutzeroberfläche zu sammeln. Ein konkreter Zeitplan für die breite Bereitstellung der kombinierten Desktop-Ansicht steht bislang noch nicht fest.

Mit diesem Schritt vereinfacht das Unternehmen die Bedienung seiner Anwendung. Bislang mussten Anwender für allgemeine Konversationen und spezialisierte Arbeitsfunktionen zwischen unterschiedlichen Reitern wechseln.

Der Programmierassistent Codex soll zwar weiterhin als eigenständige Umgebung bestehen bleiben, greift künftig jedoch auf dasselbe Nutzungskontingent wie ChatGPT zu. Bei einem Wettbewerber gab es eine ähnliche Entwicklung: Anthropic hatte im September die Bereiche Claude-Chat und Cowork zusammengeführt.

Einheitliche Nutzungskontingente ab Dezember

Die Anpassung der Benutzeroberfläche geht mit einer grundlegenden Umstellung der Kontingente einher. OpenAI plant, ab Dezember 2026 die Nutzungslimits von ChatGPT und Codex für Abonnenten der Tarife Plus, Pro und Business zu vereinheitlichen. Das genaue Startdatum für diesen Schritt ist noch offen.

Anzeige

Wer im professionellen Umfeld KI-Systeme wie ChatGPT einsetzt, muss künftig nicht nur neue Tarife, sondern auch strikte gesetzliche Vorgaben im Blick behalten. Dieser Praxisleitfaden bietet Unternehmen einen kompakten Überblick über alle Anforderungen, Pflichten und Fristen des neuen EU AI Acts. EU AI Act in 5 Schritten verstehen

OpenAI zufolge dürften die Auswirkungen auf die Mehrheit der Anwender gering ausfallen. Vor allem Vielnutzer im Plus-Abonnement könnten ihre Limits künftig allerdings häufiger erreichen. Das gemeinsame Limit wird anhand verbrauchter Tokens berechnet, wobei der genaue Verbrauch vom jeweils eingesetzten Modell und der Komplexität der Aufgabe abhängt. Die Funktion Instant-Chat bleibt von dieser geteilten Begrenzung ausgenommen.

Anwender können ihren aktuellen Saldo und die verbleibende Zeit bis zur Erneuerung des Kontingents künftig in den Einstellungen unter dem Menüpunkt für die Nutzung einsehen.

Wenn das Kontingent aufgebraucht ist, verbleiben den Nutzern das Warten auf die nächste Periode, ein Wechsel in einen höheren Tarif oder der Erwerb zusätzlicher Credits. Das genaue Token-Volumen pro Abonnementmodell und weitere Details zur Erneuerungsfrequenz hat OpenAI bisher noch nicht veröffentlicht. Ob die Neuregelung auch für die Tarife Free und Go gelten wird, ist bislang unbestätigt.

Neues Guthabensystem für Zusatzdienste

Für zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten verweist OpenAI auf ein übergreifendes Guthabensystem. Entsprechende Credits gelten laut einer Hilfeseite von Anfang November 2026 als gemeinsames Guthaben für Codex, ChatGPT Work sowie die Add-ins für Microsoft Word, Excel und PowerPoint. Dieses Guthaben wird erst dann angetastet, wenn das reguläre Inklusivkontingent der Abonnements Plus, Pro oder Business vollständig verbraucht ist.

Anzeige

Die Integration von KI-Systemen in den Arbeitsalltag wirft bei vielen Verantwortlichen Fragen zur Haftung und korrekten Risikodokumentation auf. Dieser kostenlose Report klärt auf, welche KI-Anwendungen künftig als Hochrisiko eingestuft werden und was Unternehmen jetzt konkret tun müssen. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zum AI Act sichern

Die erworbenen Credits verfallen nach zwölf Monaten, sind nicht erstattungsfähig und besitzen keinen Barwert. Bei Office-Komponenten erfolgt die Abrechnung pro Token auf Basis von Programmierschnittstellen-Raten; für Tabellenkalkulationen wie Excel fallen beispielsweise zwischen fünf und zwanzig Credits pro Nachricht an, während bei Präsentationen zehn bis fünfzig Einheiten fällig werden. Nutzer der Tarife Free und Go können Credits derzeit lediglich innerhalb einer eng begrenzten Testgruppe erwerben.