OpenAI plant den Ausbau des Modellangebots für seine KI-Agenten ChatGPT Dots. Wie OpenAI-Mitarbeiter Thibault Sottiaux am 2. November 2026 auf der Plattform X mitteilte, wird das Portfolio künftig neben GPT-6 Astra auch GPT-6.1 Terra sowie weitere künftige Modelle umfassen. Einen konkreten Zeitplan für den Start oder Angaben zu den Preisen der erweiterten Modellauswahl nannte das Unternehmen dabei nicht.
Autonome Modellwahl und optimierte Betriebskosten
ChatGPT Dots sind als dauerhaft aktive Agenten konzipiert, die auf einer jeweils eigenen Cloud-Instanz arbeiten und derzeit auf GPT-6 Astra aufsetzen. Nach den Plänen von OpenAI soll der Agent künftig für jede anfallende Aufgabe eigenständig das am besten geeignete Modell bestimmen.
Für GPT-6.1 Terra sind Verbesserungen bei der Ausführungsgeschwindigkeit sowie bei der Dialog-Persönlichkeit vorgesehen. Zudem sollen niedrigere Betriebskosten und verringerte Hürden beim Zugriff dazu beitragen, Dots einem größeren Nutzerkreis zu öffnen. Konkrete technische Daten sowie detaillierte Unterschiede zwischen GPT-6 Astra und GPT-6.1 Terra wurden bisher nicht veröffentlicht.
Der Zugang zu Dots bleibt an spezifische Tarifstufen gekoppelt. Berechtigt sind volljährige Nutzer von ChatGPT Pro sowie Kunden des Tarifs Business Premium, wobei jeweils ein erster Dot in diesen Abonnements enthalten ist. Für Enterprise-Kunden bleibt die Funktion während der Beta-Phase standardmäßig deaktiviert.
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Zum Start sind der Europäische Wirtschaftsraum, die Schweiz und das Vereinigte Königreich von der Nutzung ausgeschlossen. Ein Zugang über ChatGPT Plus wurde nicht angekündigt. Die Konfiguration der Agenten lässt sich über Mobilgeräte, die Desktop-App sowie die Web-Oberfläche am Desktop vornehmen; mobiles Web wird hingegen nicht unterstützt.
Umbau der Benutzeroberfläche und Token-Verwaltung
Die Modellerweiterung für Dots begleitet eine umfassendere Umstrukturierung der ChatGPT-Plattform. OpenAI führt die bislang getrennten Bereiche Chat und Work zu einer einheitlichen Bedienoberfläche zusammen.
In dieser kombinierten Arbeitsumgebung können Anwender Dateien und Erweiterungen einbinden, um Web-Aufgaben auszuführen, Präsentationen anzufertigen oder Websites erstellen zu lassen. Nach Angaben von Sottiaux auf X laufen die Arbeiten an der Zusammenlegung; der breite Rollout ist allerdings noch nicht gestartet, sondern wird zunächst mit ausgewählten Nutzern getestet.
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OpenAI-Präsident Greg Brockman hatte die bisherige Neugestaltung intern als unübersichtlich beschrieben und den Wegfall des separaten Work-Bereichs bis zum Jahresende in Aussicht gestellt. Der Konkurrent Anthropic hatte eine vergleichbare Zusammenführung von Chat und Cowork bei seinem System Claude bereits im September umgesetzt.
Während Codex weiterhin als separates Werkzeug in der Desktop-App verbleibt, greifen ChatGPT und Codex ab Dezember 2026 für Abonnenten der Stufen Plus, Pro und Business auf ein gemeinsames Token-Kontingent zu.
Abhängig von der Nutzungsintensität und dem gewählten Modell können Rücksetzungen des Kontingents dadurch häufiger eintreten; einfache Sofort-Chats werden dabei nicht auf das Budget angerechnet.
Zudem bereitet OpenAI den Abschied von älteren Programmteilen vor: ChatGPT Classic wird laut einem Hinweis an die Nutzerschaft am 30. Januar 2027 eingestellt. Die bisherigen Chatverläufe sollen dabei vollständig in die neue ChatGPT-App übernommen werden.

