ChatGPT in Indien: OpenAI setzt auf Sprache und regionale Sprachen

OpenAI stärkt den Zugang zu ChatGPT in Indien und kündigt mehr als 100.000 Edu-Lizenzen sowie Bildungsangebote an.

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OpenAI richtet seinen Chatbot ChatGPT in Indien gezielt auf Sprachinteraktion sowie Hindi und weitere regionale Sprachen aus. Das Angebot soll es Menschen im Land ermöglichen, den KI-Assistenten primär über gesprochene Sprache statt über Textnachrichten zu bedienen.

Wie Prabhjeet Singh, Managing Director von OpenAI in Indien, darlegte, sei die technische Aktualisierung zudem darauf ausgelegt, auch auf Smartphones mit begrenztem Speicherplatz zuverlässig zu funktionieren.

Größter Verbrauchermarkt für OpenAI

Hintergrund des Schrittes ist die rasante Verbreitung der Technologie in der Region. Laut Singh ist Indien, gemessen an den Endverbrauchern, inzwischen der weltweit größte Markt für ChatGPT. Zuvor hatten Schätzungen die indische Nutzerschaft auf rund 100 Millionen beziffert. Bereits bei einem Besuch im Vorjahr hatte Sam Altman das Land als den damals am schnellsten wachsenden Markt und den weltweit zweitgrößten nach Nutzerzahlen hervorgehoben.

Die Fokussierung auf Audiofunktionen und regionale Sprachen trägt den lokalen Nutzungsgewohnheiten Rechnung, da die Mehrheit der Bevölkerung im Alltag nicht primär Englisch verwendet.

Um die Hürden bei den Gerätevoraussetzungen zu senken, arbeitet OpenAI an der Bereitstellung des vollen Modellfunktionsumfangs auf speicherschwachen Geräten; zuvor war bereits ChatGPT Go eingeführt worden, um die Bezahlbarkeit zu verbessern.

Neben privaten Anwendern sollen auch kleinere Unternehmen angesprochen werden, etwa um ChatGPT für Aufgaben wie Marketing und die Inventarverwaltung einzusetzen. Angaben zu konkreten Nutzungszahlen oder Kosteneinsparungen bei Kleinbetrieben machte das Unternehmen allerdings nicht.

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Zudem befindet sich OpenAI im Austausch mit der indischen Regierung zu zentralen Themen wie Datenschutz, Modellsicherheit und Cybersicherheit. Modelle würden auf verschiedenen Dialogebenen bereitgestellt. Konkrete Details zu den jeweiligen Modellen, Vereinbarungen oder institutionellen Empfängern blieben dabei ungenannt.

Ausbau der Bildungsinitiativen

Parallel zu den Anpassungen für Verbraucher forciert das Unternehmen Partnerschaften im Bildungssektor. Raghav Gupta, der bei OpenAI den Bildungsbereich in Indien und der Region Asien-Pazifik leitet, erklärte, das Engagement wandle sich von der reinen Zugangsvermittlung hin zu einer umfassenden Befähigung.

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In der aktuellen Phase gehe es verstärkt um Evidenz, konkrete Umsetzung und verantwortungsvollen Einsatz. Der Erfolg der Strategie solle sich daran messen lassen, ob Lernende in allen Regionen des Landes die KI sicher und gewinnbringend nutzen können.

In diesem Rahmen kündigte OpenAI mehr als 100.000 Lizenzen von ChatGPT Edu an. Diese gehen unter anderem an renommierte Einrichtungen wie das IIM Ahmedabad, das AIIMS New Delhi, die Manipal Academy of Higher Education, die UPES sowie die Pearl Academy.

Ergänzend sind Weiterbildungen für Lehrkräfte, bildungsspezifische Arbeitsbereiche, ein Lernmodus, Forschungskooperationen und Zertifikate zur Qualifizierung von Arbeitskräften vorgesehen.

Über das indische Bildungsministerium, das AICTE und diverse Schulnetzwerke wird zudem ein entsprechendes Förderprogramm umgesetzt. Eine Forschungskooperation mit dem IIT Madras unterstützt OpenAI darüber hinaus mit Fördermitteln in Höhe von 500.000 US-Dollar.