ChatGPT: OpenAI rollt GIF-Generator mit Bearbeitung einzelner Frames aus

ChatGPT erhält schrittweise GIF-Erstellung; Images 2.6 ergänzt die Funktion um Bildbearbeitung und flexible Wiedergabesteuerung.

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OpenAI stattet ChatGPT mit einer nativen Funktion zur Erzeugung animierter GIFs aus. Nutzer des Chatbots können kurze Animationen direkt aus Texteingaben oder hochgeladenen Bildern generieren, ohne externe Werkzeuge zwischenschalten zu müssen. Die Neuerung wird zusammen mit dem überarbeiteten Bildmodell Images 2.6 ausgerollt und steht auf Web-, Desktop- sowie Mobilgeräten zur Verfügung.

Bildbearbeitung und flexible Steuerungsoptionen

Die neue GIF-Funktion erlaubt es Anwendern, Textbefehle, Skizzen oder Referenzbilder als Ausgangsbasis zu verwenden. Bei der Nutzung von Vorlagen bleiben Referenzbilder erhalten, was insbesondere die visuelle Konsistenz von Figuren oder dargestellten Produkten über mehrere Schritte hinweg sichern soll.

Bei einer Eingabe für tanzende Figuren erzeugt das System beispielsweise mehrere minimale Bildvariationen und reiht diese nach dem Daumenkino-Prinzip aneinander.

Zuvor war die Generierung von animierten Sequenzen in einem einzelnen Schritt über die Plattform nicht möglich. Nutzer können bei den fertigen Animationen die Wiedergabegeschwindigkeit in einem Bereich von 0,5x bis 2x anpassen, einzelne Frames nachträglich bearbeiten und die Ergebnisse direkt aus der Anwendung heraus teilen.

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Basis für die Neuerung ist das Modell Images 2.6. Nach Unternehmensangaben arbeitet diese Version 50% schneller als das Vorgängermodell. Zudem verspricht der Entwickler eine verbesserte Kontrolle über feinere Bilddetails sowie eine höhere Stabilität über aufeinanderfolgende Bearbeitungsrunden hinweg.

Erweiterungen für Schnittstellen und Entwickler

Parallel zur Integration in ChatGPT führt OpenAI Neuerungen für Softwareentwickler über seine Programmierschnittstelle ein. Dort stehen mit GPT-Image-2.6 Flare und GPT-Image-2.6 Sunburst zwei spezialisierte Modellvarianten bereit.

Die Flare-Ausführung ist auf hohe Generierungsgeschwindigkeit ausgelegt und benötigt bei niedriger Qualität lediglich 6 Sekunden für ein Bild. Die Sunburst-Variante zielt hingegen auf höhere Detailtreue und Konsistenz bei mittleren bis hohen Qualitätseinstellungen ab.

Über die Schnittstelle werden zudem Funktionen wie Bild-Markup, SVG-Exporte sowie Steuerungen für Komplexität und Bildqualität bereitgestellt. Die Kosten für die Bildverarbeitung über die API beziffert OpenAI auf 8 US-Dollar für den Input und 30 US-Dollar für den Output je 1 Million Tokens.

Moderation und stufenweiser Rollout

Mit dem Anstieg dynamischer Inhalte wachsen auch die Anforderungen an Sicherheitsprüfungen. Nach Angaben von OpenAI erreicht das hauseigene Moderationssystem für GIFs einen Gesamt-Recall von 77,7%. Dabei bleibe die automatisierte Erkennung von Richtlinienverstößen insbesondere bei bewegungsbezogenen Inhalten technisch anspruchsvoll. Zur Kennzeichnung und Nachverfolgung der Herkunft setzt das Unternehmen auf SynthID-Wasserzeichen sowie Metadaten nach dem C2PA-Standard.

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Die Nachfrage nach visuellen KI-Inhalten ist zuletzt deutlich gestiegen. Nach Angaben des Anbieters generieren Nutzer über ChatGPT, Codex und die Schnittstellen mittlerweile im Schnitt über 500 Millionen Bilder pro Tag. Auf wöchentlicher Basis entspricht dies mehr als 4 Milliarden Bildern – nach 3 Milliarden im September.

Die Bereitstellung der GIF-Funktionen erfolgt schrittweise für alle ChatGPT- und Codex-Nutzer über sämtliche Abonnement-Stufen hinweg. Da OpenAI Images 2.6 zunächst nicht über eine offizielle Produktankündigung vorgestellt hat und die Funktion bei Tests noch nicht auf allen Konten freigeschaltet war, steht ein konkreter Termin für die lückenlose Verfügbarkeit auf sämtlichen Konten noch aus.