ChatGPT Skills: OpenAI macht KI zur programmierbaren Plattform

OpenAI testet eine neue Skills-Funktion, die ChatGPT von einem Chatbot in eine programmierbare Plattform für automatisierte Arbeitsabläufe verwandelt. Dies markiert einen strategischen Schwenk.

OpenAI testet eine neue „Skills“-Funktion, die ChatGPT von einem Chatbot in ein programmierbares Arbeitswerkzeug verwandelt. Das Feature soll wiederholbare Aufgaben mit hoher Zuverlässigkeit automatisieren – ein strategischer Schwenk für den KI-Marktführer.

Die Entwicklung, über die in den letzten Tagen berichtet wurde, signalisiert einen grundlegenden Wandel. ChatGPT soll künftig nicht nur dialogfähig sein, sondern standardisierte Arbeitsabläufe nach festgelegten „Spielbüchern“ ausführen können. Dieser Schritt kommt in einer Phase intensiver Aktivität des Unternehmens: Erst kürzlich wurden die „Deep Research“-Funktion mit dem leistungsstärkeren GPT-5.2-Modell aktualisiert und in den USA erste Werbetests gestartet.

Vom individuellen Chatbot zur modularen Arbeitskraft

Die geplanten „Skills“ stellen eine Weiterentwicklung der bisherigen benutzerdefinierten GPTs dar. Während diese spezialisierte Chat-Versionen erlauben, sind Skills als installierbare und bearbeitbare Arbeitsanweisungen konzipiert. Sie funktionieren wie vorverpackte, wiederholbare Prozeduren, die das Modell auf Befehl ausführt.

Intern unter dem Codenamen „Hazelnut“ entwickelt, soll das Framework dynamischer sein als sein Vorgänger. Skills laden laut Berichten aus dem vierten Quartal 2025 nur bei Bedarf und belegen den wertvollen Kontext-Speicher nicht dauerhaft. Ein entscheidender Vorteil: Bestehende GPTs sollen sich per Mausklick in die neuen modularen Skills umwandeln lassen.

Die Strategie: Vom Dialog zur programmierbaren Plattform

Diese Entwicklung ist mehr als ein Feature-Update. Sie markiert den gezielten Übergang von einem „Dialog-Modell“ zu einer „programmierbaren intelligenten Plattform“. Damit folgt OpenAI einem Branchentrend hin zu KI-Agenten, die mehrstufige Aufgaben mit größerer Autonomie bewältigen.

Durch standardisierbare Workflows erhalten Entwickler und Unternehmen die Bausteine, um komplexe Agenten-Systeme auf der Basis von ChatGPT zu erstellen. Die neue Architektur soll sogar ausführbaren Code unterstützen – eine direkte Antwort auf ähnliche Fähigkeiten bei Konkurrenten wie Anthropic.

Anzeige

Für Unternehmen und Entwickler, die jetzt Skills und KI-gestützte Workflows planen, ist die EU‑KI‑Verordnung kein Zukunftsthema mehr. Unser kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt in verständlichen Schritten, welche Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und Dokumentationsanforderungen jetzt gelten – inklusive Praxistipps für Entwicklerteams. EU‑KI‑Verordnung: Kostenlosen Umsetzungsleitfaden herunterladen

Diese parallelen Entwicklungen positionieren OpenAI im Wettlauf um die nächste KI-Generation stark. Die Fähigkeit, Skills zu erstellen und zu teilen, könnte ein Ökosystem ähnlich einem App-Store für KI-Fähigkeiten schaffen. Von Finanzanalysen mit Python-Skripten bis zu Content-Erstellung mit festen Formatregeln – die Möglichkeiten wären vielfältig.

Ausblick: Skills als Grundpfeiler für Unternehmen

Die frühen Tests deuten auf eine langfristige Vision hin. OpenAI baut an einem Ökosystem, in dem KI-Fähigkeiten modular, wiederverwendbar und tief in Arbeitsabläufe integriert sind. Ein offizieller Veröffentlichungstermin steht zwar noch nicht fest, Marktbeobachter rechnen jedoch mit einem Start im Laufe des Jahres 2026.

Für Unternehmen könnten die Skills zum Grundpfeiler von OpenAIs Enterprise-Angeboten werden. Sie böten eine native Methode, Prozesse zu standardisieren und KI für komplexe, wiederholbare Aufgaben einzusetzen. Zusammen mit den laufenden Modellverbesserungen und neuen Monetarisierungsstrategien festigt diese Entwicklung ChatGPTS Weg vom revolutionären Chatbot zur unverzichtbaren intelligenten Plattform für die Arbeitswelt von morgen.