OpenAI wird ab Dezember 2026 ein gemeinsames token-basiertes Nutzungskontingent für ChatGPT und Codex einführen. Die Neuerung gilt für Abonnenten der Tarife Plus, Pro und Business. Grund für die Zusammenlegung ist die Integration der agentischen Fähigkeiten des sogenannten Work-Modus direkt in die ChatGPT-Umgebung.
Umstellung auf token-basierte Abrechnung
Anstelle einer Begrenzung nach der reinen Zahl der Nachrichten erfasst das System künftig Eingaben sowie generierten Output über einen Token-Meter. Der jeweilige Verbrauch richtet sich nach dem verwendeten Modell und der Komplexität der anstehenden Aufgabe; anspruchsvollere Aufgaben und fortgeschrittene Modelle beanspruchen entsprechend mehr Ressourcen. Normale Konversationen im Instant-Modus beziehungsweise Instant Chats bleiben von der Regelung unberührt und werden nicht vom Kontingent abgezogen.
Durch das gemeinsame Volumen stehen die Anwendungen in direkter Wechselwirkung: Eine intensive Nutzung von Codex verringert die verbleibenden Kapazitäten in ChatGPT und umgekehrt. Das kombinierte Restkontingent sowie der Zeitpunkt der nächsten Rücksetzung lassen sich in den Kontoeinstellungen unter dem Punkt Nutzung nachverfolgen.
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Sollte das Kontingent vorzeitig aufgebraucht sein, müssen Anwender auf den nächsten Reset warten, in einen höheren Plan wechseln oder zusätzliche Credits für berechtigte Funktionen erwerben. OpenAI geht davon aus, dass die meisten Nutzer nicht häufiger als zuvor auf eine Rücksetzung warten müssen.
Für die Tarife Pro 100, Pro 200 und Pro 500 gelten für Work und Codex aktuell keine Fünf-Stunden-Limits, sie unterliegen jedoch weiterhin den jeweiligen Tarifkontingenten. Die Chatlimits für GPT-6-Pro verbleiben laut Angaben im Hilfebereich separat vom gemeinsamen Kontingent.
Ein konkreter Einführungstag im Dezember 2026, genaue Kontingenthöhen je Abonnement sowie der Zeitplan für Resets wurden bislang nicht mitgeteilt. Zudem bleibt vorerst offen, ob das Gesamtvolumen nach der Zusammenlegung aufgestockt wird.
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Anpassung der Limits vor dem Start
Bereits am 29. Oktober 2026 kündigte Produktchef Tibo Sottiaux über die Plattform X an, dass OpenAI die Nutzungslimits für die Tarife Pro 100, Pro 200, Pro 500 und Business Premium verdoppelt. Diese Anpassung gilt mit sofortiger Wirkung für das mit ChatGPT Work und Codex geteilte Kontingent.
Gleichzeitig nahm OpenAI eine am 29. September 2026 per E-Mail angekündigte Halbierung des Kontingents für Pro 200 nach Rückmeldungen aus der Nutzerschaft zurück – nur einen Tag vor dem für den 30. Oktober 2026 gemeldeten Start. Die Beibehaltung der höheren Obergrenzen greift automatisch ohne Neuabschluss des Abonnements.
Für Pro 100 und Pro 500 wurde das Work- und Codex-Kontingent verdoppelt; bei Pro 200 wurden niedrigere Kontingente ab dem 29. Oktober 2026 verdoppelt und angeglichen, während zuvor bestehende höhere Limits bestehen bleiben. Ebenso wurde das wöchentliche GPT-6-Pro-Nachrichtenlimit für Pro 200 auf das höhere Niveau angehoben, unabhängig vom Work- und Codex-Kontingent.
Während die Konditionen für den Tarif Plus unverändert bleiben, erhalten Business-Premium-Kunden ebenfalls erhöhte Limits, wobei kein konkreter Faktor genannt wurde. Bei den Betriebsmodi verbraucht die Option Fast das 2,5-Fache des Standardvolumens, während Ultrafast die achtfache Menge beansprucht.
Kunden der Pro-Tarife im Wert von 100, 200 und 500 US-Dollar erhalten pro Monat ein API-Guthaben in Höhe von 100, 200 beziehungsweise 500 US-Dollar, sofern das jeweilige Abonnement seit mindestens sieben Tagen aktiv ist. Das Erweiterungskontingent für Dots wird weiterhin separat geführt. Konkrete Zahlen je Tarif wurden hierzu nicht veröffentlicht.

