OpenAIs KI-Chatbot ChatGPT verliert dramatisch an Marktanteilen – Googles tief integrierte Lösung holt rasant auf. Neue Daten zeigen einen grundlegenden Wandel im KI-Wettlauf.
Die Dominanz von ChatGPT bröckelt. Nach aktuellen Branchendaten des Analyseunternehmens Similarweb ist der Anteil von OpenAIs Vorzeigeprodukt am globalen Web-Traffic für KI-Chatbots auf den niedrigsten Stand seit seinem Höhepunkt 2023 gefallen. Im Januar 2026 kommen nur noch etwa 64 bis 65 Prozent der Besuche auf ChatGPT entgegen – ein starker Rückgang gegenüber den rund 86 Prozent vor einem Jahr. Der klare Gewinner dieser Verschiebung ist Googles Gemini, dessen Anteil im gleichen Zeitraum von etwa 5 auf über 21 Prozent explodiert ist.
Zahlen belegen dramatischen Umschwung
Die Daten zeigen einen Markt im rasanten Wandel. Während ChatGPTs Traffic-Anteil von 86,7 Prozent (Anfang 2025) auf 64,5 Prozent (Anfang 2026) schrumpfte, vervierfachte Gemini seinen Anteil nahezu von 5,7 auf 21,5 Prozent. Ein Wachstum von über 300 Prozent binnen eines Jahres. Damit endet die fast monopolartige Stellung von OpenAI. Die beiden Platzhirsche teilen sich zwar weiterhin den Großteil des Kuchens, doch die Lücke schließt sich schnell.
Die Zahlen erfassen ausschließlich den Web-Traffic zu den Plattformen. Nutzung über dedizierte Apps oder Programmierschnittstellen (APIs) – ein großer Teil des KI-Alltags – bleiben außen vor. Doch der Trend ist eindeutig: Der Markt fragmentiert.
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Googles Ökosystem als entscheidender Vorteil
Warum gewinnt Gemini so rasant an Boden? Analysten sehen den Grund weniger in überlegener Technik, sondern in Googles einzigartigem Verteilungsvorteil. ChatGPT ist für die meisten Nutzer eine separate Website oder App, die man bewusst aufrufen muss. Gemini hingegen ist tief in das milliardenfach genutzte Google-Ökosystem eingewoben.
Die KI-Assistenz läuft nahtlos im Hintergrund von Google Search, Gmail, Workspace und Android mit. Diese Integration senkt die Hemmschwelle und macht die Nutzung zur Gewohnheit. Die aktuellen Traffic-Zahlen belegen: In der aktuellen Phase des KI-Wettlaufs kann die geschickte Platzierung eines Tools genauso entscheidend sein wie seine Fähigkeiten.
Vielfalt statt Einheitslösung
Der Zweikampf dominiert die Schlagzeilen, doch im Hintergrund entsteht ein vielfältigeres KI-Ökosystem. Andere Anbieter erobern sich Nischen und tragen zur Fragmentierung bei.
Laut Similarweb hat xAIs Grok mit einer Marktanteil von etwa 3,5 Prozent die Konkurrenz überholt – begünstigt durch die Integration in die Plattform X. Chinas DeepSeek hält sich bei 3,3 bis 3,7 Prozent. Anthropics Claude, bekannt für Sicherheitsfokus und großen Kontext, bleibt stabil bei rund 2,1 Prozent. Selbst Microsofts Copilot, trotz Einbindung in Windows und Office, kommt im direkten Web-Traffic nur auf 1,1 Prozent.
Nutzer scheinen zunehmend spezialisierte Tools für verschiedene Aufgaben zu erkunden. Die Zeit der Einheitslösung könnte vorbei sein.
Was der Rückgang wirklich bedeutet
Der schrumpfende Traffic-Anteil bedeutet nicht, dass ChatGPT Nutzer verliert. Die wöchentlich aktive Community zählt nach wie vor Hunderte Millionen. Stattdessen spiegelt die Entwicklung einen reiferen Markt wider. Die explosive Wachstumsphase normalisiert sich. Der First-Mover-Vorteil wird nun durch Faktoren wie Integration und strategische Platzierung herausgefordert.
Der Wettbewerb wird sich weiter verschärfen. OpenAI wird mit nächsten Modellgenerationen antworten, um die Konkurrenz auszubremsen. Die Schlacht verlagert sich von reiner Texterstellung hin zu multimodalen Interaktionen und nahtloser Integration in Arbeitsabläufe.
Für Unternehmen und Verbraucher ist der intensivierte Wettlauf positiv. Er verspricht leistungsfähigere, zugänglichere und vielfältigere KI-Werkzeuge. Die Ära des KI-Monopols ist beendet. Der Krieg der KIs hat wirklich begonnen.
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