ChatGPT Work: OpenAI bringt KI-Assistenten mit Stunden-Autonomie

OpenAI launcht ChatGPT Work, einen KI-Assistenten für mehrstündige Workflows. Die US-Regierung genehmigte die zugrunde liegende Modellreihe GPT-5.6.

Der KI-Pionier OpenAI bringt mit ChatGPT Work einen digitalen Assistenten auf den Markt, der eigenständig komplexe Aufgaben über mehrere Stunden hinweg erledigen kann. Die US-Regierung gab grünes Licht für die zugrunde liegende Modellreihe GPT-5.6.

Am 9. Juli 2025 fiel der Startschuss für eine neue Ära der KI-Produktivität. OpenAI-CEO Sam Altman spricht von den „fortschrittlichsten Systemen, die wir je entwickelt haben“. ChatGPT Work vereint die bekannte Konversations-KI mit den Programmierfähigkeiten von Codex und soll damit weit mehr können als nur Textbausteine liefern.

Vom Chat zum vollautomatischen Workflow

Der neue Agent bleibt Projekten über Stunden treu. Auf Zuruf erstellt er Dokumente, Präsentationen, Tabellenkalkulationen oder sogar Webanwendungen. Das Besondere: ChatGPT Work greift auf gängige Bürowerkzeuge zu. Über ein einheitliches Plugin-Verzeichnis verbindet er sich mit Slack, Microsoft Teams, Google Drive, SharePoint, Gmail und Salesforce.

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Für zahlende Nutzer gibt es zudem eine Beta-Funktion namens „Sites“. Damit lassen sich interaktive Webseiten direkt aus der ChatGPT-Oberfläche erstellen und veröffentlichen. Auf dem Desktop verschmilzt die bisher separate Codex-App mit dem neuen Arbeitsbereich. Die klassische Chat-Version heißt künftig schlicht ChatGPT Classic.

Drei Modelle für unterschiedliche Ansprüche

Mit GPT-5.6 bringt OpenAI gleich drei Varianten an den Start:

  • Sol: Das Flaggschiff für Höchstleistungen in Programmierung, Cybersicherheit und Forschung – inklusive „Ultra“-Beschleunigungsmodus
  • Terra: Der Allrounder für ausgewogene Performance
  • Luna: Die schnelle und kostengünstige Variante

Die Effizienzsteigerung ist beachtlich: Im Vergleich zum Vorgänger GPT-5.5 verbraucht das neue Modell 54 Prozent weniger Token. Die Preise für Entwickler und Unternehmen staffeln sich entsprechend. Für Sol zahlen Kunden umgerechnet rund 4,60 Euro pro Million Input-Token und 27,50 Euro für Output. Terra kostet die Hälfte, Luna ist mit rund 90 Cent beziehungsweise 5,50 Euro das günstigste Modell.

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Gestaffelter Rollout und Abschied von alten Systemen

OpenAI verteilt die neuen Funktionen schrittweise. Seit dem 9. Juli steht ChatGPT Work auf dem Mac für alle Abonnenten bereit. Windows soll in Kürze folgen. Im Web und auf mobilen Geräten erhalten zunächst Pro-, Enterprise- und Education-Nutzer Zugriff. Plus- und Business-Kunden müssen sich noch wenige Tage gedulden.

Parallel dazu leitet OpenAI das Ende älterer Systeme ein. Der Atlas-Browser wird bis zum 9. August 2025 eingestellt, das Modell GPT-5.4 folgt bereits am 23. Juli 2025.

Mit dem neuen Angebot tritt OpenAI in direkte Konkurrenz zu Anthropics Claude Desktop und Claude Cowork sowie Googles Gemini-Ökosystem. Sicherheitsbedenken begegnet das Unternehmen mit der Funktion „Auto-Review“, die bei internen Tests sämtliche Datenextraktionsversuche erfolgreich blockierte.