Mit ChatGPT Work können Unternehmen ab sofort komplexe, mehrstufige Aufgaben an die KI delegieren – von der Terminplanung bis zur Erstellung ganzer Präsentationen.
Die globale Einführung begann am 9. Juli 2026, nachdem Regierungsbehörden das System bereits testen konnten. Herzstück ist die neue GPT-5.6-Modellfamilie, die speziell für eigenständiges Handeln optimiert wurde.
So funktioniert der KI-Agent
Das System arbeitet nach einem neuartigen Prinzip: Statt nur auf Befehle zu warten, sammelt ChatGPT Work selbstständig Kontext, entwickelt in einem eigenen „Plan-Modus“ eine Strategie und führt Aktionen eigenständig aus. Das ermöglicht die Integration mit lokalen Programmen, Dateien und Cloud-Diensten.
Die Modellfamilie GPT-5.6 umfasst drei Varianten:
– Sol: Das Flaggschiff für anspruchsvolle Denkaufgaben
– Terra: Ausgewogen zwischen Leistung und Geschwindigkeit
– Luna: Optimiert für schnelle Aufgabenverarbeitung
In Benchmarks zeigt Sol beeindruckende Werte: 62,6 Prozent auf OSWorld 2.0 und 90,4 Prozent auf BrowseComp. Mit der Ultra-Konfiguration steigt der Wert sogar auf 92,2 Prozent.
Über 1.000 Plugins und Computer-Steuerung
ChatGPT Work enthält eine Computer-Use-Funktion, mit der die KI direkt Anwendungen steuern kann. Dazu kommt ein Plugin-Verzeichnis mit über 1.000 Integrationen – darunter Slack, Microsoft Teams, Jira, Salesforce und Google Drive.
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Die Möglichkeiten sind vielfältig: Nutzer können Termine planen, Dokumente, Präsentationen und Tabellen automatisch erstellen lassen oder sogar interaktive Websites generieren. Ein neues Dropbox-Plugin, das Mitte Juli vorgestellt wurde, erlaubt zudem die Organisation von Ordnern und mehrstufige Workflows mit Cloud-Inhalten.
Einheitliche Plattform für alle Geräte
Zwischen dem 16. und 17. Juli 2026 führte OpenAI eine überarbeitete Seitenleiste und synchronisierte Verläufe zwischen Web-, Mobil- und Desktop-Versionen ein. Nutzer können nun nahtlos zwischen Chat- und Work-Modus wechseln – und Projekte auf verschiedenen Geräten fortsetzen.
Die ehemals eigenständige Codex-App für Softwareentwicklung wurde ebenfalls in die einheitliche ChatGPT-Desktop-App integriert. Windows- und Mac-Nutzer greifen nun aus einer Oberfläche auf Chat-, Work- und Codex-Modi zu.
Der Zugang zu den Modellen ist nach Abonnement gestaffelt: Das Spitzenmodell Sol steht Plus-, Pro-, Team- und Enterprise-Nutzern offen. Terra und Luna bleiben primär den Work-, Codex- und API-Umgebungen vorbehalten.
Hardware-Ergänzung und beeindruckende Nutzerzahlen
Am 15. Juli 2026 erschien mit dem Codex Micro ein physisches Zubehör. Das programmierbare Makro-Pad kostet 230 Euro, wurde gemeinsam mit Work Louder entwickelt und verfügt über 13 mechanische Tasten sowie ein Drehrad. Es zeigt Live-Statusmeldungen zu KI-Agentenaktivitäten an.
Bereits am 14. Juli meldete OpenAI 8 Millionen aktive Nutzer für Work- und Codex-Dienste. Frühe Anwender wie NVIDIA und Virgin Atlantic berichten, dass die Automatisierungswerkzeuge rund 40 Prozent der Mitarbeiterzeit freisetzen können – durch die Komprimierung komplexer Analyseaufgaben.
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Marktausblick: KI auf dem eigenen Rechner
Branchenexperten von Gartner sehen in diesen Entwicklungen einen grundlegenden Wandel der Unternehmens-IT. Bis 2029 sollen 30 Prozent aller Unternehmen KI-fähige PCs einsetzen, um Cloud-Kosten zu senken. Bis 2030 könnten bereits 70 Prozent der Firmenrechner generative KI lokal ausführen.
Der Trend ist klar: KI verlässt die Cloud und zieht auf den eigenen Schreibtisch. ChatGPT Work zeigt, wohin die Reise geht – hin zu eigenständig handelnden Assistenten, die nicht mehr auf jeden Befehl warten müssen.

