Chef Robotics und Packline revolutionieren die Lebensmittelproduktion

Die Partnerschaft von Chef Robotics und Packline Solutions schafft eine vollautomatisierte Produktionslinie, die Produktivität um bis zu 60 Prozent steigern und den Arbeitskräftemangel bekämpfen soll.

Ein neues Bündnis zwischen KI-Robotik und Verpackungstechnik verspricht, die Fertigung von Fertiggerichten grundlegend zu verändern. Die strategische Partnerschaft des KI-Spezialisten Chef Robotics mit dem Verpackungsführer Packline Solutions Group schafft eine vollintegrierte Automationslösung. Sie soll die chronischen Probleme mit Arbeitskräftemangel und ineffizienten Produktionsabläufen in der Branche lösen.

Die heute bekanntgegebene Allianz kombiniert die KI-gesteuerten Montageroboter von Chef Robotics mit den automatischen Verpackungssystemen von Packline. Durch eine neu entwickelte drahtlose Integration entsteht eine nahtlose Produktionslinie. Das Ziel: Die Hersteller von Fertigmenüs sollen ihre Ausbringung, Flexibilität und Effizienz deutlich steigern können. Erste Anwender berichten bereits von erheblichen Produktivitätsgewinnen.

Kampf gegen die Flexibilitätsfalle

Hersteller mit einem breiten Sortiment stehen vor einem Automationsdilemma. Sie produzieren oft Dutzende verschiedener Produkte täglich, jedes mit eigenen Zutaten und Portionen. Klassische Feststoff-Automaten scheitern an dieser Vielfalt. Der Wechsel zwischen den Produktionsläufen dauert zu lange und ist zu teuer.

Die Folge: Viele Betriebe setzen weiter auf manuelle Montagelinien. Dort verrichten Mitarbeiter repetitive Aufgaben in kalten Umgebungen. Die Fluktuation in der Lebensmittelindustrie erreicht oft über 150 Prozent. Diese Abhängigkeit von manueller Arbeit bremst die Kapazitätsauslastung und treibt die Lohnkosten in die Höhe. Genau hier setzt die Partnerschaft an.

Anzeige

Passend zum Thema KI-Einsatz in Produktionslinien: Seit August 2024 gelten neue EU-Regeln für KI-Systeme – und viele Hersteller unterschätzen die Folgen für Klassifizierung, Dokumentation und Nachweispflichten. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden erklärt praxisnah, welche Anforderungen für KI-gestützte Roboter und Bildverarbeitungssysteme jetzt gelten und wie Sie Ihr System rechtskonform einordnen. Ideal für Produktionsleiter, Entwickler und Compliance-Verantwortliche in der Lebensmittelindustrie. Jetzt kostenlosen KI-Umsetzungsleitfaden herunterladen

Eine intelligente Linie denkt mit

Der Kern der Lösung ist die lückenlose Kommunikation zwischen Robotik und Verpackung. Die Systeme von Chef Robotics setzen auf Künstliche Intelligenz und computergestütztes Sehen. Sie können Hunderte verschiedener Produkte verarbeiten. Ein Produktwechsel dauert weniger als eine Minute.

Die KI erfasst in Echtzeit die Position der Menüschalen auf dem Förderband. Sie passt sich sogar der Bandgeschwindigkeit an. So platziert der Roboter jede Zutat millimetergenau. Verschüttungen, wie sie bei manueller Arbeit oder starrer Automatik vorkommen, gehören der Vergangenheit an.

Packline übernimmt dann den nächsten Schritt. Die Systeme entstapeln, transportieren und versiegeln die befüllten Schalen vollautomatisch. So entsteht ein durchgängiger Workflow vom ersten Zutaten-Absetzen bis zum versiegelten Endprodukt. Zwei kritische Produktionsstufen verschmelzen zu einem flüssigen Prozess.

Bewährte Praxis: 60 Prozent mehr Produktivität

Die Theorie ist in der Praxis angekommen. Unternehmen wie Cafe Spice betreiben bereits zwei fast vollautomatisierte Linien mit der kombinierten Technik. Die Ergebnisse sind beeindruckend.

Cafe Spice verzeichnete einen Produktivitätsschub von 60 Prozent. Pro Linie konnten fünf bis sechs Mitarbeiter für wertschöpfendere Aufgaben im Werk umgeschichtet werden. Gleichzeitig stieg der Gesamtoutput um das Zwei- bis Dreifache. Die integrierte Linie wird heute nur noch von einer Qualitätssicherungskraft und einem Linienleiter überwacht. Die freiwerdenden Montagemitarbeiter übernehmen anspruchsvollere Jobs.

Branche im Umbruch: Vom Flaschenhals zum Fließband

Die Partnerschaft markiert einen Wendepunkt. Bisher profitierten vor allem Hersteller mit hohen Stückzahlen und geringer Variantenvielfalt von der Automatisierung. Die Fertiggerichte-Branche mit ihrer großen Produktpalette blieb außen vor. Die neue Lösung schließt diese Lücke.

Für die Branche kommt die Integration zum richtigen Zeitpunkt. Anhaltender Arbeitskräftemangel und steigende Betriebskosten zwingen zum Umdenken. Die Automatisierung repetitiver, körperlich anstrengender Aufgaben schafft zudem attraktivere Arbeitsplätze. Das könnte die extrem hohe Fluktuation senken. Die KI-gesteuerte Präzision spart außerdem Rohstoffe ein und verbessert die Portionskontrolle – ein Plus für Qualität und Konsistenz.

Verfügbarkeit und Vision

Die integrierte Lösung ist ab sofort für Hersteller in den USA, Kanada und Großbritannien verfügbar. Die breite Markteinführung dürfte die Automatisierungswelle in der Fertiggerichte-Industrie beschleunigen.

Für Chef Robotics ist dies ein Schritt in eine größere Vision. Das Unternehmen will seine KI-Plattform ChefOS weiter in das Food-Ökosystem ausbauen. Mit jedem produzierten Menü lernen die Algorithmen dazu. Langfristig könnte die Technik auch in Ghost Kitchens und gewerblichen Küchen zum Einsatz kommen. Die Partnerschaft zeigt schon heute: Flexible, KI-gesteuerte Robotik hat das Potenzial, nicht nur Einzelschritte, sondern gesamte Produktionsprozesse zu revolutionieren.

Anzeige

PS: Bei automatisierter Befüllung und Verpackung von Lebensmitteln ist ein rechtssicherer Hygieneplan Pflicht – nicht nur für Kontrollen, sondern zum Schutz Ihrer Kunden. Dieses gratis Muster-Hygienekonzept nach § 36 IfSG bietet branchenspezifische Vorlagen, die Sie sofort einsetzen können, um Kontaminationsrisiken zu minimieren und Bußgelder zu vermeiden. Muster-Hygieneplan gratis herunterladen