China-Boom: Apple knackt 32 Millionen iPhone-17-Aktivierungen

Trotz globalem Markteinbruch steigert Apple iPhone-Verkäufe um zehn Prozent. 32 Millionen Aktivierungen in China treiben den Erfolg an.

Der Schlüssel zum Erfolg: China.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. In der Woche vom 11. bis 17. Mai 2026 brachen die weltweiten Smartphone-Verkäufe im Jahresvergleich um acht Prozent ein – der neunte Rückgang in Folge. Doch Apple trotzt dem Trend mit einem Plus von zehn Prozent bei den iPhone-Verkäufen.

Nur zwei Gewinner im Krisenmarkt

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Laut Marktforschungsdaten von Counterpoint Research verzeichneten im Mai lediglich Apple und Huawei Zuwächse. Huawei legte sogar um 23 Prozent zu und sicherte sich den sechsten Platz im globalen Ranking. Der Rest der Branche stagniert oder verliert deutlich.

Samsung blieb mit einem Minus von einem Prozent nahezu auf Vorjahresniveau. Deutlich härter traf es die chinesischen Hersteller: Oppo verlor zehn Prozent, Xiaomi 17 Prozent und Vivo sogar 19 Prozent.

Die Ursache liegt auf der Hand: Steigende Komponentenpreise setzen die Branche unter Druck. Vor allem der Mangel an Speichermodulen zwingt viele Hersteller zu Preiserhöhungen oder Sparmaßnahmen. Apple-Chef Tim Cook bestätigte kürzlich, dass die RAM-Knappheit auch beim iPhone zu Preis-Anpassungen geführt habe.

Rekord in China: 32 Millionen Aktivierungen

Besonders spektakulär fällt Apples Performance in China aus. Nach den landesweiten Hochschulaufnahmeprüfungen knackte das Unternehmen die Marke von 32 Millionen iPhone-17-Aktivierungen – ein neuer Rekord. In der 21. Kalenderwoche 2026 verdrängte Apple Huawei von der Spitzenposition und wurde zum Marktführer in der Volksrepublik.

Die Zahlen von Omdia für das erste Quartal 2026 untermauern diesen Erfolg: Apples Auslieferungen in China stiegen um 42 Prozent auf 13,1 Millionen Geräte. Der Marktanteil kletterte von 13 auf 19 Prozent. Treiber dieser Entwicklung waren vor allem die Modelle iPhone 17 Pro und Pro Max, die rund 80 Prozent des Absatzes ausmachten. Aber auch das Standard-iPhone 17 verkaufte sich doppelt so gut wie sein Vorgänger, das iPhone 16.

Finanziell schlägt sich das nieder: Die iPhone-Einnahmen stiegen im zweiten Fiskalquartal 2026 um 22 Prozent auf 57 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz des März-Quartals erreichte mit 111,2 Milliarden Euro einen neuen Rekord. Neben China trugen Nordamerika, Westeuropa und Indien zu diesem Wachstum bei – das iPhone 17 war im ersten Quartal das weltweit meistverkaufte Smartphone.

Apples Strategiewechsel: Getrennter Launch für 2027 geplant

Doch der Erfolg ist kein Grund, sich auszuruhen. Apple bereitet offenbar eine grundlegende Änderung seiner Produktstrategie vor. Erstmals seit 2011 sollen die Flaggschiff-Modelle nicht mehr gemeinsam auf den Markt kommen.

Für September 2026 sind die High-End-Modelle geplant: das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max sowie ein neues Faltgerät. Diese Geräte werden voraussichtlich mit dem A20-Chip (2-Nanometer-Technologie) und einem Under-Display-Face-ID ausgestattet sein. Das Faltmodell soll im Buch-Stil mit einem Seitenverhältnis von 4:3 erscheinen.

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Das Standard-iPhone 18, ein günstigeres iPhone 18e und die zweite Generation des iPhone Air folgen dann erst im Frühjahr 2027. Hintergrund dieser Verschiebung: Die Nachfrage nach dem ersten iPhone Air war so gering, dass Apple die Produktion Ende 2025 drastisch reduzieren musste.

Für Ende 2027 arbeitet das Unternehmen zudem an 20-Jahr-Jubiläumsmodellen mit gebogenen Displays und einem 2-Nanometer-A21-Prozessor.

Diese strategischen Weichenstellungen fallen in eine Zeit des Führungswechsels: Tim Cook hat seinen Rücktritt für September 2026 angekündigt. John Ternus wird dann die Verantwortung übernehmen. Ob der designierte Nachfolger den Erfolgskurs fortsetzen kann, wird sich zeigen müssen.