Der chinesische Telekommunikationsriese China Mobile hat die Ergebnisse seiner jüngsten Ausschreibung für die Modernisierung seiner Serverinfrastruktur für den Zeitraum von 2026 bis 2028 veröffentlicht.
Mit einem Gesamtbudget von 3,5 Milliarden Yuan (ohne Steuern) umfasst das Beschaffungsvorhaben insgesamt 23.062 Server-Einheiten. Die Aufträge wurden Ende August auf fünf Hersteller verteilt, wobei der Fokus auf einer Diversifizierung der Prozessorarchitekturen liegt.
Verteilung der Lose auf ARM- und X86-Plattformen
Die Ausschreibung gliederte sich in drei spezifische Lose, um unterschiedliche technologische Anforderungen abzudecken. Das erste Los umfasste 9.939 Server auf Basis der ARM-Architektur, während das zweite Los 8.103 Einheiten für die X86-Plattform vorsah. Ein drittes Los über 5.020 Einheiten war flexibel für beide Plattformen ausgeschrieben.
Unter den erfolgreichen Bietern sicherte sich das Unternehmen PowerLeader (宝德) signifikante Anteile. Das Unternehmen erhielt den Zuschlag für 50 Prozent des ersten Loses sowie für 70 Prozent des dritten Loses.
Das Auftragsvolumen für diese beiden Tranchen belief sich auf jeweils 634 Millionen Yuan. Parallel dazu konnte 紫光华山 (Ziguang Huashan) 55 Prozent des zweiten Loses im Wert von 578 Millionen Yuan sowie 30 Prozent des dritten Loses für 387 Millionen Yuan für sich entscheiden.
Expansion im Bereich der intelligenten Rechenzentren
Zusätzlich zu der allgemeinen Erneuerung der Serverkomponenten treibt China Mobile den Ausbau spezialisierter Kapazitäten voran. Für das Erweiterungsprojekt des Hohhot Intelligent Computing Center im Jahr 2026 wurden Ergebnisse für die Beschaffung von KI-Superknoten-Ausrüstung bekannt gegeben. Dieses Projekt umfasst 480 Rechenknoten mit insgesamt 3.840 Beschleunigerkarten.
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Das Investitionsvolumen für diese Erweiterung liegt bei rund 1,29 Milliarden Yuan (ohne Steuern). Die Umsetzung soll durch ein Konsortium aus Wuhan Changjiang Computing, PowerLeader, Henan Kunlun und Huakun Zhenyu erfolgen. Diese Entwicklung unterstreicht den trend zu sogenannten Superknoten-Architekturen, die laut Marktbeobachtern zunehmend zum Standard im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) werden.
Marktumfeld und Kostenentwicklung bei Hardwarekomponenten
Der globale Servermarkt verzeichnete im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 122,6 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 30,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Getrieben wird dieses Wachstum maßgeblich durch die Nachfrage nach KI-Servern.
In diesem Segment gewinnen hocheffiziente Kühlsysteme an Bedeutung: Experten gehen davon aus, dass die Penetrationsrate von flüssigkeitsgekühlten Servern im Jahr 2026 bei 37 Prozent liegen wird, bei einem geschätzten Marktvolumen von 45 Milliarden Yuan.
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Gleichzeitig steht die Branche vor massiven Herausforderungen durch steigende Komponentenpreise. In den ersten Monaten des Jahres 2026 stiegen die Vertragspreise für DRAM-Speicher drastisch an, wobei für das erste Quartal Zuwächse zwischen 93 und 98 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gemeldet wurden. Auch bei NAND-Speichern zeigten sich im zweiten Quartal Steigerungen von 70 bis 75 Prozent.
Diese Preisdynamik hat die Kostenstruktur von Servern grundlegend verändert. Während der Anteil von Speichermedien an den gesamten Materialkosten (Bill of Materials) im Januar 2025 noch bei 18 Prozent lag, stieg dieser Wert bis Juli 2026 auf 53 Prozent an.
Branchenanalysten führen dies auf die hohe Nachfrage nach HBM-Speichern und die Verlagerung von Produktionskapazitäten durch führende Hersteller wie Samsung und SK Hynix zurück. Vor diesem Hintergrund gewinnen Optimierungen der Speicherarchitektur an Bedeutung, um die Effizienz bestehender Systeme zu steigern und Hardwarekosten zu begrenzen.

