Peking – Mit einem milliardenschweren Technologie-Offensive will China seine Wirtschaft ankurbeln und die globale Konkurrenz überholen. Der neue Fünf-Jahres-Plan (2026-2030) macht fortschrittliche KI, menschenähnliche Roboter und 6G-Mobilfunk zur nationalen Priorität.
KI mit Körper: Roboter als neue Schlüsselindustrie
Ein Herzstück der Strategie ist die Entwicklung von humanoiden Robotern und „verkörperter Intelligenz“. Diese Technologie verlässt die Labore und wird zum industriellen Kernprojekt. Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) kündigte einen nationalen Standardisierungsrahmen und eine Open-Source-Community an. Ziel ist ein einheitliches Ökosystem für Qualität und Sicherheit.
Finanziert werden soll der Sektor durch den nationalen KI-Industriefonds. Die Regierung setzt auf einen Kaskadeneffekt: Fortschritte bei Robotern sollen Innovationen in der gesamten Lieferkette antreiben – von KI-Chips über Betriebssysteme bis zu Sensoren.
KI und 6G als Wachstumsmotoren
Parallel treibt China die Entwicklung von KI-Grundmodellen und intelligenten Agenten voran. Die Integration in Biotechnologie, Software und Kommunikation wird forciert. Gleichzeitig läuft bereits die zweite Phase der 6G-Technologie-Tests. Nach dem Prinzip „eine Generation vermarkten, die nächste entwickeln“ will das Land seine Technologieführerschaft ausbauen. Auch Forschung in optischer Kommunikation und Quantencomputing wird beschleunigt.
Lokale Umsetzung und der Faktor Mensch
Große Tech-Zentren wie Hangzhou setzen die Vorgaben konkret um. Die Stadt plant, bis 2030 mehr als drei international führende Open-Source-KI-Modelle zu entwickeln und einen Umsatz von umgerechnet über 86 Milliarden Euro in der KI-Kernindustrie zu erzielen.
Das MIIT adressiert auch die Sorge vor Jobverlusten durch Automatisierung. Vizeminister Zhang Yunming betonte, Technologie werde Arbeitsplätze verändern, aber nicht massenhaft ersetzen. Stattdessen setzt die Regierung auf Qualifizierung: Die KI-Kompetenz der Belegschaften soll steigen, neues Talent für KI und moderne Fertigung wird gezielt gefördert.
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Wettlauf um die kommerzielle Reife
Der strategische Fokus kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Die Branche für humanoide Roboter steht 2026 an der Schwelle zur Kommerzialisierung. Nach Jahren voller Prototypen sucht man nun nach skalierbaren Anwendungen in Fertigung, Logistik und Pflege. Die staatliche Förderung von Standards und Open Source soll den Weg vom Spektakel zur industriellen Realität ebnen.
Die größten Hürden sind jedoch technischer Natur. Der Erfolg des Plans hängt an Durchbrüchen bei Kernkomponenten wie Hochleistungsbatterien, die heute noch die Einsatzdauer der Roboter begrenzen. Die detaillierten Standardisierungsrichtlinien und die Gründung der Open-Source-Community werden erste Indikatoren für das Tempo der Umsetzung sein.
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