Führende Hersteller rüsten ihre Prozessoren massiv für Künstliche Intelligenz um – und treiben damit die nächste Computer-Ära voran.
Intel bringt mit der Panther-Lake-Architektur neue Mobilprozessoren auf den Markt, während Apple seine M4-Chip-Familie ausbaut und erste Details zur kommenden M5-Serie preisgibt. Beide setzen auf spezialisierte Neural Processing Units (NPUs) , die KI-Aufgaben direkt auf dem Gerät erledigen – ohne Umweg über die Cloud.
Intel Panther Lake: Leistung für unterwegs
Am 20. Mai 2026 wurde das HONOR MagicBook 16 (2026) als erstes Gerät mit Intels neuem Core Ultra 5 325 vorgestellt. Der Chip wird im 18A-Verfahren gefertigt und kombiniert vier Performance- mit vier Effizienz-Kernen. Das Notebook bietet einen 80-Wh-Akku für bis zu 14 Stunden Laufzeit und wiegt nur 1,64 Kilogramm – ein klares Statement für mobile Produktivität.
Parallel drängt Intel mit der Firefly-Serie ins Einstiegssegment. Erste Notebooks mit dieser Architektur kommen ab rund 460 Euro auf den Markt und bieten standardmäßig 16 GB RAM. Die Botschaft ist eindeutig: KI-fähige Hardware soll nicht länger Luxus sein, sondern für jedermann erschwinglich werden.
Auch Microsoft zieht nach. In den aktuellen Windows-11-Preview-Builds zeigt der Task-Manager erstmals die NPU-Auslastung an. Nutzer können künftig genau sehen, wie viel Rechenleistung für KI-Workloads draufgeht – ein klares Signal, dass die Ära der KI-Beschleuniger im PC angekommen ist.
Apples Vier-Generationen-Strategie
Apple treibt seine Chip-Offensive auf mehreren Ebenen voran. Die neuen M4 iMacs sind ab sofort im Handel – mit 16 GB RAM als Standard. Interne Benchmarks zeigen: Der M4 ist bei allgemeinen Aufgaben bis zu 1,7-mal schneller als der M1, bei Bildbearbeitung sogar 2,1-mal. Das Einstiegsmodell kostet umgerechnet rund 1.400 Euro, die voll ausgestattete Version mit mehr Thunderbolt-Anschlüssen startet bei etwa 1.600 Euro.
Wer angesichts der neuen Chip-Generationen den Umstieg auf einen Apple-Computer plant, sollte beim Start die richtigen Weichen stellen. Dieses kostenlose Starterpaket verrät die cleveren Tricks, mit denen Sie Ihren Mac von Tag 1 an optimal nutzen. Apple Mac Starterpaket jetzt kostenlos anfordern
Doch Apple blickt bereits weiter. Für die M5 Pro- und M5 Max-Chips zeichnen sich beeindruckende Spezifikationen ab: Ein 18-Kern-CPU und dedizierte KI-Beschleuniger sollen Large Language Models (LLMs) viermal schneller verarbeiten als die Vorgängergeneration. Hinzu kommen Wi-Fi 7 und bis zu 22 Stunden Akkulaufzeit in Profi-Notebooks.
Das „MacBook Neo“: Apples Antwort auf günstige KI-Hardware
Besonders spannend ist ein Gerücht aus dem Einstiegssegment: Ein „MacBook Neo“ für 550 bis 590 Euro soll kommen – allerdings nicht mit M-Chip, sondern mit dem A18 Pro aus dem iPhone. Das Gehäuse besteht zu 60 Prozent aus recycelten Materialien. Um den Preis zu halten, verzichtet Apple wohl auf ein Netzteil – die Akkulaufzeit liegt bei rund 16 Stunden.
Software zieht nach: KI braucht Power vor Ort
Die neue Hardware ist nur die eine Seite der Medaille. Die Software-Industrie passt sich rasant an. Adobe Photoshop 27.7 (erschienen am 20. Mai 2026) kann Objekte nun lokal per KI entfernen – ohne Cloud. Die Hürde: Das Feature benötigt einen Apple-Silicon-Mac mit mindestens 24 GB RAM und das neue macOS Tahoe. Wer ältere Hardware hat, muss weiterhin auf die Cloud-Version zurückgreifen.
Auch Produktivitäts-Tools rüsten auf. DEVONthink 4.3 integriert einen Model Context Protocol (MCP)-Server für KI-Assistenten wie Claude oder GPT. BBEdit 16 kann per grep in Bildern nach Text suchen – möglich macht es die NPU. Und SFTP-Übertragungen laufen auf neuer Hardware 10- bis 100-mal schneller.
Das Ende der Intel-Ära bei Apple zeichnet sich ab
Branchenbeobachter rechnen damit, dass macOS Tahoe das letzte große Update für Intel-Macs aus 2019 und 2020 sein wird. Der Leistungsabstand zwischen alter x86-Architektur und neuer ARM-basierter KI-Hardware wird einfach zu groß.
Gute Nachrichten gibt es für Profis, die Wert auf Reparierbarkeit legen: iFixit bewertet Apples neue SSD-Upgrade-Kits für den Mac Pro mit 9 von 10 Punkten. Erstmals lassen sich Speicher in Geräten mit T2-Chip austauschen – ein Zeichen, dass Sicherheit und Modularität kein Widerspruch sein müssen.
Ausblick: WWDC und der KI-Herbst
Der Kampf um die beste KI-Hardware wird sich in den kommenden Monaten weiter zuspitzen. Apples WWDC am 8. Juni 2026 dürfte mit iOS 27 und den integrierten Apple-Intelligence-Funktionen die nächste Stufe zünden – inklusive überarbeiteter Siri mit Bildschirmverständnis. Voraussetzung: mindestens ein iPhone 15 Pro, ein M1-Mac oder ein iPad mit A17 Pro.
Mit der zunehmenden Digitalisierung steigen auch die Anforderungen an die Sicherheit Ihrer Online-Konten. Dieser kostenlose Report zeigt, wie Sie die neue Passkey-Technologie bei Diensten wie Amazon oder Microsoft sofort einrichten und Passwort-Stress für immer beenden. Sicher, bequem und passwortlos – Gratis-Report herunterladen
Im PC-Markt zeichnet sich ab, dass Passkeys (FIDO2) bis Jahresende SMS-Verfahren ablösen werden. Und Microsoft erhöht zum 1. Juli 2026 die Preise für Microsoft 365. Eines ist klar: KI-Beschleuniger werden vom Premium-Feature zum Standard – in jedem Gerät, zu jedem Preis.

