Google hat die Version 151 seines Webbrowsers Chrome veröffentlicht. Mit dem aktuellen Update schließt das Unternehmen insgesamt 370 Sicherheitslücken in den Versionen für Windows, macOS und Linux. Die neue Version 151.0.7922.71/.72 steht für Windows und macOS zur Verfügung, während Linux-Nutzer die Version 151.0.7922.71 erhalten.
Die Veröffentlichung stellt einen bedeutenden Sicherheitsschritt dar, da die Entwickler sieben als kritisch eingestufte Schwachstellen behoben haben. Darüber hinaus wurden 71 hohe, 170 mittlere und 122 niedrige Sicherheitsrisiken adressiert. Seit Beginn des Jahres 2026 hat Google damit bereits über 1.800 Schwachstellen in seinem Browser beseitigt.
Interne und externe Sicherheitsfunde
Interne Sicherheitsanalysen von Google identifizierten 349 der 370 Fehler. Die restlichen 21 Schwachstellen wurden von externen Sicherheitsforschern gemeldet. Für diese Hinweise zahlte das Unternehmen Bug-Bounty-Prämien in einer Gesamthöhe von 58.500 US-Dollar aus. 13 der gemeldeten Schwachstellen wurden im Zuge der Veröffentlichung bisher nicht vollständig offengelegt.
Unter den kritischen Sicherheitslücken befinden sich Fehler in den Bereichen Compositing (CVE-2026-17650), Views (CVE-2026-17652), Skia (CVE-2026-17653) und Ozone (CVE-2026-17656), die jeweils auf Speicherfehler („use after free“) zurückzuführen sind. Zudem wurden Validierungsprobleme in Dawn und ANGLE sowie eine Race-Condition im Updater behoben. Diese Fehler wurden den Berichten zufolge zwischen Mitte Mai und Mitte Juni 2026 gemeldet. Aktuell liegen keine Bestätigungen darüber vor, dass eine dieser Schwachstellen bereits aktiv in freier Wildbahn für Angriffe ausgenutzt wurde.
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Technische Neuerungen und Funktionsumfang
Neben den Sicherheitsreparaturen führt Google mit Chrome 151 einen neuen XML-Parser ein. Dieser basiert auf der Programmiersprache Rust und soll die Speichersicherheit bei der Verarbeitung von Daten erhöhen. Der Parser findet Anwendung bei Funktionen wie dem DOMParser, SVG-Elementen oder XMLHttpRequest.responseXML, wird jedoch nicht für XSLT eingesetzt.
Funktionale Neuerungen umfassen die Möglichkeit, Textanmerkungen in PDF-Dokumenten vorzunehmen, sowie eine Lesezeichenleiste, die sich bei Nichtgebrauch automatisch ausblendet. Zudem wurde das neue HTML-Element „usermedia“ implementiert, welches den Zugriff auf Kamera und Mikrofon steuert. Der KI-Assistent Gemini ist im Rahmen dieses Updates nun in 15 Ländern verfügbar.
Systemanforderungen und Erweiterungen
Das Update markiert zudem das Ende der Unterstützung für ältere Betriebssysteme von Apple. Nutzer von macOS benötigen ab sofort mindestens die Version 13, da der Support für macOS 12 offiziell eingestellt wurde. Eine weitere wesentliche Änderung betrifft die Architektur der Browser-Erweiterungen: Google hat Manifest V2 vollständig entfernt. Dies hat zur Folge, dass Erweiterungen, die auf diesem älteren Standard basieren – wie beispielsweise uBlock Origin –, unter Chrome 151 nicht mehr nutzbar sind.
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Die nächste Version, Chrome 152, ist laut aktuellen Planungen für den 25. August 2026 angekündigt.

