Google erprobt in der Vorabversion Chrome Canary derzeit zwei Neuerungen für die integrierte Seitensuche über die Tastenkombination Strg+F. Wie aus Medienberichten hervorgeht, soll die Suchfunktion künftig präzisere Ergebnisse und eine schnellere Navigation auf umfangreichen Webseiten ermöglichen.
Ein offizieller Veröffentlichungstermin für die reguläre Stable-Version steht bislang nicht fest; experimentelle Funktionen können sich im Entwicklungsverlauf verändern oder wieder gestrichen werden.
Gezielte Groß- und Kleinschreibung sowie optimierte Navigation
Die auffälligste Neuerung betrifft einen Schalter für den Abgleich der exakten Groß- und Kleinschreibung („Match Case“). Eine solche Differenzierung war innerhalb der Chrome-Suchleiste bislang nicht nativ möglich, sondern erforderte den Einsatz von Erweiterungen von Drittanbietern. Mit der neuen Option können Nutzer festlegen, ob Fundstellen buchstabengetreu gefiltert werden sollen.
Ergänzend dazu experimentiert Google mit neuen Navigationsschaltflächen. Die Pfeile für Treffer außerhalb des Sichtfelds („Previous Outside View“ und „Next Outside View“) überspringen auf dem Bildschirm bereits sichtbare Übereinstimmungen. Der Browser springt stattdessen direkt zum nächsten relevanten Textabschnitt außerhalb des sichtbaren Bereichs, was das Durchsuchen sehr langer Dokumente beschleunigen soll.
Umfassende Überarbeitung des Hauptmenüs
Die Anpassungen an der Seitensuche stehen im Kontext weiterer Eingriffe in die Benutzeroberfläche. Unter der internen Projektbezeichnung „GlowUp“, die zum Vorhaben „WebUI Refresh 2026“ gehört, testet Google ein überarbeitetes Drei-Punkt-Menü. Dieses lässt sich in Canary auf Windows, macOS, Linux und ChromeOS über das Flag „App Menu Glow Up“ aktivieren.
Das Redesign ordnet Befehle in Blöcke wie „Your Chrome“ sowie „Tools and Actions“. Zudem sind Schaltflächen für neue Tabs, neue Fenster und den Inkognito-Modus vergrößert im oberen Bereich platziert, während Einstellungen, Hilfe und Beenden am unteren Rand fixiert bleiben.
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Eine im Menü integrierte Suchleiste soll künftig Einstellungen, Lesezeichen, den Verlauf und zuletzt besuchte Seiten auffindbar machen. Wie Beobachter auf der Plattform X anmerkten, liefert das Feld entsprechende Treffer unmittelbar in kategorisierter Form.
Während das grundlegende Menü-Design laut Berichten für die finale Version vorbereitet wird, fehlte das Suchfeld dort in Vorabtests noch, was auf eine gestaffelte Bereitstellung hindeutet.
Tab-Verwaltung und Energiesparoptionen im Test
Parallel dazu treibt Google Anpassungen an der Tab-Organisation voran. Um einer unübersichtlichen Reitervielfalt entgegenzuwirken, wird in Chrome Canary ein horizontales Scrollen der Tab-Leiste über die Einstellung „Tab Strip Unification“ erprobt. Hierbei behalten Tabs eine Mindestbreite; navigiert wird über Touchpad-Gesten, das Mausrad oder Pfeiltasten.
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Angepinnte Tabs bleiben links fixiert und dürfen bis zur Hälfte der Leiste belegen. Ergänzend befindet sich eine scrollbare vertikale Leiste an der Seite in einer frühen Testphase. In der Beta-Version stehen zudem Tab-Vorschauen bereit, die Webseiteninhalte beim Überfahren mit dem Mauszeiger anzeigen.
Auch die Effizienzmechanismen des Browsers wurden überprüft. Der Speichersparer (Memory Saver), der inaktive Tabs arbeitsspeicherabhängig und ohne feste Zeitspanne deaktiviert, brachte in Tests auf der höchsten Stufe spürbare Laufzeitgewinne: Auf einem MacBook Neo ließ sich die Akkulaufzeit um etwa eine Stunde verlängern, auf einem älteren Chromebook um zwei Stunden.
Der Energiesparer (Energy Saver), der standardmäßig ab 20 Prozent Restladung Hintergrundprozesse drosselt, lieferte separat rund eine Stunde zusätzliche Nutzungsdauer. In Kombination beider Funktionen wurden ohne Leistungseinbußen zwei zusätzliche Stunden gemessen, wobei der Modus bei Videoinhalten zu erhöhtem Buffering führen kann.

