ChromeOS Flex: Google bietet älteren PCs eine kostenlose Windows-Alternative

ChromeOS Flex kann ältere Computer weiter nutzbar machen; Google plant 2034 den Wechsel zu Googlebook OS.

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Google rückt sein schlankes Betriebssystem ChromeOS Flex verstärkt als kostenlose Alternative zu Microsoft Windows für ältere PCs und Macs in den Fokus. Wie das Unternehmen angibt, soll das reguläre ChromeOS noch bis Mitte 2034 mit Sicherheitsupdates und Aktualisierungen gepflegt werden.

Die Initiative gewinnt vor dem Hintergrund des herannahenden Support-Endes für Windows 10 an Bedeutung: Microsoft stellt die erweiterten Sicherheitsupdates für dieses Betriebssystem am 12. Oktober 2027 ein.

Nach Erhebungen von Fraunhofer Austria sind in der Europäischen Union rund 41 Millionen Geräte vom Auslaufen der Windows-10-Updates betroffen, darunter 5,47 Millionen Computer in Italien. Eine Weiternutzung dieser Rechner birgt laut den Forschern erhebliches ökologisches Potenzial.

Die Verlängerung der Nutzungsdauer um ein einzelnes Jahr vermeidet der Studie zufolge EU-weit etwa 1.172 Tonnen Elektroschrott sowie 320.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid; für Italien beziffert das Institut die Einsparung auf rund 156 Tonnen Elektronikmüll und etwa 43.000 Tonnen CO₂.

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Gemeinsam mit dem Refurbished-Händler refurbed bewirbt Google das hauseigene System daher als ressourcenschonende Option, die geringere Hardware-Anforderungen als Windows 11 stellt und Sicherheitsaktualisierungen über das Jahr 2027 hinaus garantiert.

Ab November 2026 stellt refurbed über seine Plattform refurbed.it neben dem kostenlosen Download auch einen vorbereiteten USB-Stick gegen drei Euro Versandkosten bereit, über den sich das Betriebssystem ohne feste Installation vorab ausprobieren lässt.

Hardware-Anforderungen und technische Grenzen

Für den Betrieb von ChromeOS Flex setzt Google vergleichsweise moderate Spezifikationen an. Erforderlich sind ein x86-64-fähiger Prozessor von Intel oder AMD, vier Gigabyte Arbeitsspeicher sowie 16 Gigabyte interner Speicherplatz.

Zudem werden für die in vier Schritten ablaufende Installation ein bootfähiger USB-Stick mit mindestens 16 Gigabyte Kapazität und voller BIOS-Zugriff verlangt. Vor der endgültigen Installation ist eine Sicherung persönlicher Dateien erforderlich, da das System den internen Datenträger vollständig löscht.

Gleichzeitig verweist Google auf technische Einschränkungen bei älterer Hardware. Bei Prozessoren, die vor 2012 gefertigt wurden, sowie bei Grafikkarten von Nvidia vor dem Baujahr 2014 können Störungen auftreten. Eine zuverlässige Bereitstellung aller Kernfunktionen garantiert das Unternehmen nur für zertifizierte Gerätemodelle.

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Auf nicht freigegebenen Systemen drohen Ausfälle bei Schnittstellen wie WLAN, Bluetooth oder Audio sowie bei Touchscreen-Funktionen. Inhaltlich richtet sich ChromeOS Flex vor allem an Anwender, die primär Cloud- und Webdienste wie Google Gmail nutzen. Klassische Windows-Desktop-Programme lassen sich darauf nicht ausführen.

Langfristige Roadmap sieht Wechsel auf Googlebook OS vor

Für IT-Verantwortliche in Bildungs- und Unternehmensorganisationen hat Google zudem die langfristige Software-Strategie umrissen. Chromebooks erhalten im Rahmen der unternehmenseigenen Richtlinie regulär Updates für einen Zeitraum von zehn Jahren ab Plattform-Veröffentlichung; Modelle, deren Garantiezeitraum vor 2034 endet, erhalten anschließend keine Aktualisierungen mehr.

Mit dem Erreichen des Jahres 2034 plant Google den Übergang von ChromeOS zu Googlebook OS. Viele neuere Chromebooks sind nach Unternehmensangaben bereits für das künftige System qualifiziert, offizielle Gerätelisten und Details zum Migrationsverfahren stehen jedoch noch aus.

Googlebook OS rückt konzeptionell näher an Android heran, bindet Applikationen über Android-Installationspakete ein und unterstützt Hardware-Plattformen wie Intel Panther Lake sowie den Snapdragon X Elite von Qualcomm. Entsprechende Geräte sind seit dem 21. September 2026 von Partnern wie Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo ab einem Einstiegspreis von 899 US-Dollar vorbestellbar.

Die Bereitstellung vollständiger Enterprise-Verwaltungsfunktionen für Googlebook OS plant das Unternehmen für das zweite Halbjahr 2027. Bisherige Education- und Enterprise-Lizenzen für ChromeOS sind nicht auf das neue Betriebssystem übertragbar und müssen neu lizenziert werden.