Cisco Silicon One G300: Neue Hardware für die KI-Ära

Cisco stellt neue Hardware-Generation für KI-Rechenzentren vor. Der Silicon One G300-Chip soll Leistung steigern und Betrieb vereinfachen, um komplexe KI-Systeme zu unterstützen.

Cisco stellt in Amsterdam eine neue Generation von Netzwerk-Hardware vor, um die wachsenden Infrastruktur-Anforderungen der KI zu bewältigen. Der neue Switch-Chip Silicon One G300 soll die Leistung von KI-Rechenzentren revolutionieren und ist das Herzstück der heutigen Ankündigungen auf der Cisco Live.

Die Innovationen zielen darauf ab, die kritische Infrastruktur für das Training und den Betrieb komplexer Agentic AI-Systeme bereitzustellen. Cisco betont dabei eine einheitliche Plattform, die Netzwerk, Sicherheit und Verwaltung integriert. Über 21.000 IT-Experten verfolgten die Keynote, die den Fokus auf die Bewältigung von Komplexität im großen Maßstab legte.

Revolution im KI-Netzwerk: Mehr Leistung für GPU-Cluster

Der Cisco Silicon One G300 ist ein speziell entwickelter Switch-Chip für den Einsatz in gigawattstarken KI-Clustern. Seine Aufgabe: Die Auslastung der teuren und leistungsstarken GPUs maximieren, die das Rückgrat jedes KI-Modells bilden.

Laut Cisco bringt der G300 eine Leistungssteigerung von 28 Prozent bei der Abschlusszeit von KI-Aufgaben. Die Netzwerkauslastung soll durch eine Funktion namens Intelligent Collective Networking um 33 Prozent steigen. Diese Sprünge sind entscheidend, wenn Unternehmen immer größere Cluster für das Training oder den Echtzeit-Betrieb autonomer KI-Agenten aufbauen.

Die Technologie kommt in den neuen Systemen der N9100– und 8000-Serie zum Einsatz. Zielgruppe sind alle Netzwerkbauer – von globalen Hyperscalern und Cloud-Anbietern bis hin zu Unternehmen und staatlichen Institutionen. Ergänzt wird die Hardware durch Nexus One, eine vereinheitlichte Management-Ebene, die den Betrieb in hybriden Rechenzentren vereinfachen soll.

AgenticOps: Vereinfachung für den KI-Betrieb

Neben der Hardware prägte Cisco einen neuen Begriff: AgenticOps. Dahinter verbirgt sich eine Reihe von Funktionen in Ciscos Portfolio, die den IT-Betrieb im KI-Zeitalter vereinfachen sollen. Wenn KI-Agenten mehr Verantwortung übernehmen, wird ein vertrauenswürdiger und sicherer Betriebsablauf entscheidend.

Die Sicherheitsstrategie wurde parallel massiv ausgebaut. Cisco kündigte größere Updates für seine AI Defense-Lösung und das Secure Access Service Edge (SASE)-Angebot an. Eine Schlüsselinnovation ist die KI-Datenverkehrsoptimierung, die sicherstellen soll, dass die von KI-Agenten generierten Workflows sicher und zuverlässig sind.

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Der Wettlauf um die KI-Infrastruktur hat begonnen

Ciscos Vorstoß kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Die rasante Entwicklung autonomerer KI-Systeme stellt bestehende Rechenzentrums-Infrastrukturen vor nie dagewesene Herausforderungen. Der Markt verschiebt seinen Fokus weg von reinen Modellfähigkeiten hin zu den praktischen Fragen der Implementierung, Monetarisierung und Integration im Unternehmen.

Die Branche bewegt sich, wie eine Analyse vom Februar 2026 feststellte, aus dem „Pilot-Purgatory“ heraus. Der Fokus liegt nun auf Governance-Rahmen und operativer Exzellenz, um KI-Initiativen vom Experiment in den Vollbetrieb zu skalieren. Die effiziente Vernetzung und Verwaltung zehntausender GPUs in großen Clustern wird zum zentralen Wettbewerbsvorteil.

Mit den neuen Angeboten positioniert sich Cisco als zentraler Enabler für die KI-Ära. Der Erfolg wird davon abhängen, ob die versprochenen Verbesserungen in Leistung, Sicherheit und Einfachheit auf dem schnell wachsenden Markt auch tatsächlich ankommen.