Künstliche Intelligenz und clevere Automatisierung verändern die Arbeit mit Microsoft Excel grundlegend. Im Juli 2026 zeichnet sich ein klarer Trend ab: Weg von mühsamer Handarbeit, hin zu intelligenten, automatisierten Lösungen für die Datenverarbeitung.
Claude AI als Excel-Co-Pilot
Am 16. Juli 2026 sorgten Berichte über den Einsatz von Claude AI in Excel für Aufsehen. Die KI kann komplexe Automatisierungen erstellen – etwa komplette Onboarding-Arbeitsmappen mit automatisierten Dashboards, wiederkehrenden Reportsystemen und speziellen Tools zur Prüfung vorhandener Tabellen. Das spart besonders in Personalabteilungen und im Controlling wertvolle Zeit.
Einen Tag später, am 17. Juli, zeigte ein 90-minütiger Meisterkurs unter der Leitung von Ray Evans acht spezifische KI-Funktionen für Excel – darunter AI_ASK und AI_TABLE. Die Live-Demonstrationen machten deutlich: Diese Werkzeuge sind echte Alternativen zur traditionellen manuellen Dateneingabe.
Schulungswelle für die Arbeitswelt von morgen
Bildungseinrichtungen reagieren auf den wachsenden Bedarf. Das NIBAF Pakistan kündigte einen zweitägigen Intensivworkshop unter dem Titel „Von Spreadsheets zu Smart Sheets: KI in Excel“ an. Geleitet von Dr. Mehrosh Khalid, findet die Veranstaltung am 23. und 24. Juli 2026 in Islamabad statt – Teilnahmegebühr: 36.000 Pakistanische Rupien (umgerechnet rund 120 Euro). Der Kurs behandelt KI-Formeln, Power Query und dynamische Dashboards.
Auch Google zieht nach: Der KI-Bildeditor Pics kommt am 18. August 2026 zu Workspace-Nutzern. Das Tool integriert KI-generierte Bilder direkt in Sheets, Docs und Slides. Allerdings kündigte das Unternehmen an, ab Februar 2027 Nutzungslimits für generative KI-Funktionen einzuführen.
Versteckte Perlen: Diese Funktionen kennt kaum jemand
Nicht alles muss KI sein – Excel selbst hält mächtige Werkzeuge bereit, die oft übersehen werden. Tony Phillips von How-To Geek hob am 17. Juli fünf „wenig bekannte“ Funktionen hervor:
Formula by Example (verfügbar in Excel fürs Web) erkennt Muster in Benutzerdaten und schlägt automatisch passende Formeln vor. Flash Fill – aktivierbar mit Strg + E – teilt, extrahiert oder formatiert Daten in Sekundenschnelle, indem es wiederkehrende Muster erkennt.
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Ein weiterer Geheimtipp: das „Gehe zu Spezial“-Menü. Erreichbar über das Startmenü unter Suchen & Auswählen, isoliert es blitzschnell bestimmte Datentypen – etwa leere Zellen oder Formeln – in großen Datensätzen.
Vom Datenchaos zur professionellen Aufbereitung
Für Nutzer, die strukturierte Arbeitsmappen benötigen, gibt es neue Anleitungen zur Seitennummerierung in umfangreichen Berichten. Die Methode nutzt die Funktionen FILTER und HSTACK, um unbegrenzte Datenmengen übersichtlich über mehrere Seiten zu verteilen.
Auch bei der Visualisierung tut sich einiges:
- Organigramme: Mit SmartArt lassen sich Rohdaten in professionelle Hierarchiediagramme für die Personalabteilung verwandeln
- Dateneingabeformulare: Excels integriertes Tool erleichtert die Eingabe in große Tabellen erheblich
- Bilder in Zellen: Neue Vergleichsguides zeigen optimierte Methoden, Bilder direkt in Zellen statt als schwebende Objekte einzufügen
- VBA-Entwicklung: Ein umfassender Fünf-Stunden-Kurs von Tiger Spreadsheet Solutions, veröffentlicht am 17. Juli 2026, deckt die Grundlagen von Visual Basic for Applications ab – inklusive Makros, Variablen, Schleifen und Debugging-Techniken
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Die Botschaft ist klar: Wer heute mit Excel arbeitet, sollte sich von der Zelle-für-Zelle-Mentalität verabschieden. Die Zukunft gehört der logikbasierten, automatisierten Tabellenverwaltung – ob mit oder ohne KI.

