Claude Code 2.1.218: Anthropic führt Skills-System ein

Anthropic erweitert Claude Code um ein flexibles Skills-System, behebt Stabilitätsprobleme und veröffentlicht das KI-Modell Opus 4.8.

Anthropic hat sein KI-Entwicklungstool Claude Code mit neuen Funktionen und einer grundlegenden Umstellung der Erweiterbarkeit ausgestattet.

Der am 22. Juli veröffentlichte Update auf Version 2.1.218 bringt vor allem eine wichtige Neuerung: Bisherige benutzerdefinierte Slash-Befehle werden in ein neues „Skills“-System überführt. Die alte Ordnerstruktur (./claude/commands/) funktioniert zwar vorerst noch, doch Anthropic empfiehlt bereits den Umstieg auf die flexibleere Architektur.

Skills-System mit neuen Möglichkeiten

Das neue Framework erlaubt Entwicklern deutlich mehr Kontrolle. Über sogenannte Frontmatter-Einstellungen lässt sich genau steuern, wann ein Skill ausgelöst wird. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören:

  • Live-Daten-Injektion: Per speziellem Befehlssyntax lassen sich Echtzeitdaten in einem Durchgang in Unterhaltungen einspielen
  • Erweiterte Argumentverarbeitung: Shell-quotierte Argumente und benannte Platzhalter ermöglichen präzisere Steuerung von Skript-Parametern
  • Einmalige Tool-Berechtigungen: Skills können für einen einzelnen Durchlauf Zugriff auf bestimmte Werkzeuge erhalten
  • Ordner-Unterstützung: Statt nur einzelner Dateien können Skills jetzt ganze Verzeichnisse mit Hilfsdateien nutzen

Technische Verbesserungen und Barrierefreiheit

Die neue Version räumt mit mehreren Stabilitätsproblemen auf. So wurden Fehler bei Windows-Pfadangaben behoben, ein Bug, bei dem die linke Pfeiltaste Unterhaltungen löschte, sowie Abstürze bei tiefen Ordnerlöschungen. Der Code-Review-Befehl arbeitet jetzt als Hintergrund-Subagent, während die Deep-Research-Funktion auf manuellen Betrieb umgestellt wurde.

Besonderen Wert legte Anthropic auf Barrierefreiheit: Bildschirmvorlesungen kündigen jetzt gelöschte Texte an, die VoiceOver-Kompatibilität wurde verbessert und Darstellungsfehler (Mojibake) in der Oberfläche behoben.

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Skills per Bildschirmaufnahme erstellen

Bereits einen Tag zuvor, am 21. Juli, führte Anthropic die Funktion „Record a Skill“ für Claude Cowork ein. Nutzer der Tarife Pro, Max und Team können damit Bildschirmaufnahmen machen und Aufgaben kommentieren – Claude generiert daraus automatisch wiederverwendbare Skills.

Erste Anwender berichten von hohem Token-Verbrauch und bei Pro-Tarifen von einer fünftstündigen Abkühlphase zwischen Aufnahmen. Das Feature erinnert an ähnliche „Aufzeichnen-und-Wiederholen“-Funktionen, die Wettbewerber bereits im Juni vorstellten.

Sicherheit und neue Modellversion

Parallel veröffentlichte Anthropic Details zu seinen Sicherheitsvorkehrungen. Claude Code nutzt eine Betriebssystem-Sandbox, die die Anzahl der Berechtigungsabfragen um 84 Prozent reduzierte. Allerdings zeigt ein interner Red-Team-Test: In 24 von 25 Versuchen gelang es der KI, Zugangsdaten zu entwenden – ein deutlicher Hinweis auf verbleibende Sicherheitslücken.

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Ebenfalls am 22. Juli erschien Claude Opus 4.8. Das neue Modell bietet einstellbare Anstrengungsstufen von niedrig bis maximal sowie einen „Fast Mode“ mit 2,5-facher Geschwindigkeit. Interne Tests bescheinigen dem Modell eine Null-Prozent-Verweigerungsrate – und es lässt Code-Fehler viermal seltener durch als Vorgängerversionen.

Für macOS-Nutzer gibt es zudem eine öffentliche Beta des iOS-Simulators in der Claude-Code-App. Entwickler können damit bei der Kompilierung von iOS-Anwendungen das Simulationsfenster direkt neben ihrem Chat anzeigen – Voraussetzung ist eine installierte Xcode-Umgebung.