Claude Code: Anthropic setzt Nutzungslimits nach Bug zurück

Anthropic korrigiert vorzeitige Limit-Erschöpfung durch Claude Code-Bug und führt neues Nutzungs-Dashboard ein.

Der KI-Anbieter Anthropic hat am heutigen Freitag die wöchentlichen und 5-Stunden-Nutzungslimits für alle Claude Pro- und Max-Nutzer zurückgesetzt. Grund waren technische Störungen und ein Fehler, der Nutzerkonten vorzeitig leerlaufen ließ.

Bug in Claude Code sorgte für Frust

Die Rückstellung der Limits war nötig geworden, weil ein Fehler im Entwicklertool Claude Code die Quoten der Nutzer übermäßig schnell aufbrauchte. Das Programm erzeugte offenbar ungewollt zu viele parallele Sub-Agenten, die das Kontingent in einem Bruchteil der vorgesehenen Zeit verbrauchten. Bereits im April hatten Nutzer berichtet, dass Token-Limits unerwartet erschöpft waren.

Die Probleme reihten sich in eine Woche voller Störungen ein. Zwischen dem 3. und 8. Juli kämpfte die Plattform mit erhöhten Fehlerraten, Login-Schwierigkeiten am 6. Juli und Performance-Einbußen zwei Tage später. Der Reset kommt nur wenige Tage vor Ablauf einer geplanten 50-Prozent-Erhöhung des Wochenlimits, die am 13. Juli ausläuft.

Neues Dashboard „Reflect“ überwacht Nutzungsverhalten

Parallel zum Limit-Reset brachte Anthropic am Donnerstag ein neues Nutzungs-Dashboard namens „Reflect“ an den Start. Die Beta-Version steht Free-, Pro- und Max-Abonnenten mit aktivierter Memory-Funktion zur Verfügung. Das Tool fasst die Interaktionen der Nutzer mit der KI zusammen und zeigt Nutzungsmuster über Zeiträume von einem Monat bis zu einem Jahr an – inklusive Schlüsselthemen, Aufgabentypen und Spitzenzeiten.

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Um einer übermäßigen KI-Nutzung vorzubeugen, enthält die Funktion „Quiet Hours“-Einstellungen sowie Erinnerungen an Pausen. Die Oberfläche empfiehlt zudem den Einsatz der Projects-Funktion zur Optimierung von Arbeitsabläufen.

Sicherheitsvorwürfe aus China und verschärfter Wettbewerb

Die technischen Anpassungen fallen in eine Zeit wachsender internationaler Spannungen und verschärften Wettbewerbsdrucks. Am Donnerstag wies Anthropic Vorwürfe der chinesischen National Vulnerability Database (CNVD) zurück. Peking hatte behauptet, in Claude Code Version 2.1.91 bis 2.1.196 stecke eine Hintertür, die Standort- und Identitätsdaten übertragen könne.

Anthropic stellte klar: Bei der beanstandeten Funktion handele es sich um einen Tracker zur Verhinderung von Model Distillation – also dem unerlaubten Kopieren des KI-Modells. Zudem sei Claude Code in China offiziell gar nicht verfügbar. Dennoch verhängte der chinesische Konzern Alibaba ab dem 10. Juli ein Nutzungsverbot für seine Mitarbeiter.

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Der Limit-Reset fällt zudem mit einem Großereignis bei der Konkurrenz zusammen: OpenAI veröffentlichte am heutigen Freitag sein GPT-5.6-Modell. Anthropic reagierte, indem es Nutzern die Rückkehr zu seinem Fable 5-Modell ermöglichte. Anfang der Woche hatten einige Nutzer berichtet, dass Fable 5 aus den Standard-Abonnements entfernt und auf ein kreditbasiertes System umgestellt worden sei – was Fragen zur Kapazität und Service-Konsistenz aufwarf.