Claude Cowork: Anthropic bringt KI-Agenten auf Mobilgeräte

Anthropic bringt Claude Cowork auf Mobilgeräte, Superhuman startet Docs-Plattform. KI-Agenten erobern die Geschäftswelt.

Die Technologiebranche treibt den Wandel von einfachen Chatbots hin zu selbstständig handelnden Hintergrundagenten massiv voran.

Claude Cowork: Vom Desktop in die Cloud

Anthropic hat seine Plattform Claude Cowork am 8. Juli 2026 auf mobile und Web-Browser ausgeweitet. Max-Abonnenten können nun eine Beta-Version nutzen, die komplexe Aufgaben geräteübergreifend ermöglicht. Ein Projekt am Desktop starten – und per Smartphone den Fortschritt verfolgen: Das ist ab sofort Realität.

Der Clou liegt in der Hintergrundausführung. Aufgaben laufen in der Cloud weiter, selbst wenn der Laptop zugeklappt oder das Handy offline ist. Für kritische Aktionen setzt Anthropic auf „Human-in-the-Loop“-Kontrollpunkte: Der Agent pausiert, sendet eine Benachrichtigung und wartet auf die Freigabe des Nutzers.

Die Nutzungsdaten zeigen einen überraschenden Trend. Von 1,2 Millionen Sitzungen entfielen rund 90 Prozent auf Nicht-Code-Aufgaben. Geschäftsprozesse machten mit 33,4 Prozent den größten Anteil aus, gefolgt von Content-Erstellung (16,4 Prozent) und Softwareentwicklung (8,7 Prozent). Aufgrund der hohen Nachfrage hat das Unternehmen die Nutzungslimits bis zum 5. August verdoppelt.

Superhuman Docs: Das Ende der starren Dokumente

Superhuman – ehemals Grammarly – hat am selben Tag Superhuman Docs gestartet. Das Produkt entstand aus der Weiterentwicklung von Coda zu einer KI-nativen Plattform. Bestandskunden wurden automatisch in das neue Ökosystem überführt, das Schreiben, Daten und automatisierte Zusammenarbeit vereint.

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Die neuen Funktionen im Überblick:
Docs AI: Entwürfe erstellen, Tabellen generieren, Kommentare verwalten
Superhuman Databases: Private Beta mit Unterstützung für bis zu eine Million Zeilen
KI-Ansichten und -Blöcke: Neue Werkzeuge für Datenorganisation und Workflows
Model Context Protocol (MCP): Integration externer Modelle wie ChatGPT, Claude und Cursor

Zu den ersten Unternehmenskunden zählen Figma, DoorDash und die New York Times. Die Preise bleiben trotz des umfassenden Rebrandings unverändert.

Mercedes-Benz setzt auf KI-Agenten

Der Trend zu gemanagten KI-Agenten erfasst zunehmend die Schwerindustrie. Atlassian hat detailliert beschrieben, wie Mercedes-Benz mit Rovo-KI-Agenten seine Fertigungsprozesse optimiert. Spezielle Agenten wie „Defect Norris“ analysieren Fehler, während Sprachassistenten im Fahrzeug Berichte erfassen. Ergebnis: Die Fehlerdurchlaufzeit sank um 70 Prozent.

Google DeepMind rüstet nach

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Auch Google DeepMind hat am 8. Juli 2026 Verbesserungen für Managed Agents in seiner Gemini-API angekündigt. Die Updates zielen auf sichere Unternehmensbereitstellung ab: Agenten erhalten eine isolierte Cloud-Sandbox für Hintergrundaufgaben. Neu sind zudem Remote-MCP-Server-Integration und Funktionen zur Aktualisierung von Anmeldedaten – die Agenten werden autonomer, ohne Sicherheitsstandards zu opfern.

Amazon zeigte bereits im Frühjahr ähnliche Entwicklungen. Auf einer Anwendergruppen-Sitzung in Los Angeles präsentierte der Konzern Quick Apps und die natürliche Sprachgenerierung von Dashboards. Der Fallstudie „NFL IQ“ gelang der Start eines fanorientierten Session-Tools in nur sechs Wochen – es hat seit März 2026 über 82.000 Chat-Sitzungen verarbeitet.