Der KI-Assistent kann nun komplexe Aufgaben auch mobil erledigen – und läuft selbst dann weiter, wenn das Gerät offline geht.
Vom Desktop in die Hosentasche
Anthropic hat seinen autonomen KI-Agenten Claude Cowork am 7. Juli 2026 auf mobile Geräte und Webbrowser ausgeweitet. Was zunächst als Beta für Max-Abonnenten startete, ist nun der nächste logische Schritt: Nutzer können komplexe Arbeitsabläufe künftig direkt vom Smartphone aus steuern. Der Agent führt Aufgaben in der Cloud aus, nicht auf dem lokalen Gerät. Das bedeutet: Selbst wenn das Handy vom Netz geht oder die App geschlossen wird, läuft der Auftrag weiter. Braucht der Agent eine Freigabe, schickt er eine Benachrichtigung.
Einheitliche Oberfläche für alle Plattformen
Für tiefgehende Arbeit mit lokalen Dateien empfiehlt Anthropic weiterhin die Desktop-Version. Auf Web und Desktop hat das Unternehmen Chat-Oberfläche und Cowork-Agent in einem Bereich zusammengelegt – das soll die Bedienung vereinfachen. Parallel zum Launch hat Anthropic die Nutzungslimits für Abonnenten bis zum 5. August verdoppelt. Zudem bleibt das Claude Fable 5-Modell bis zum 12. Juli für alle Nutzer mit Bezahlplan zugänglich.
Unternehmen setzen auf Büroarbeit, nicht aufs Programmieren
Interne Daten von Anthropic zeigen, wie Organisationen den Agenten tatsächlich einsetzen. Eine Analyse von 1,2 Millionen Sitzungen aus 600.000 Organisationen zwischen dem 11. und 31. Mai 2026 ergab: Über 90 Prozent der Nutzung entfällt auf Aufgaben außerhalb der Softwareentwicklung.
Wer die mobile Expansion von Claude Cowork für sein Unternehmen nutzen will, muss die Sicherheitsrisiken kennen: 88 Prozent der IT-Führungskräfte berichten von Vorfällen mit KI-Agenten. Unser Report liefert Checkliste, Einrichtungs-Anleitung und fünf praxiserprobte Anwendungsfälle. Jetzt kostenlosen Report anfordern
- Geschäftsprozesse: 33,4 Prozent aller Sitzungen
- Content-Erstellung: 16,4 Prozent
- Softwareentwicklung: 8,7 Prozent
Anthropic positioniert Claude Cowork damit erfolgreich als breiten Verwaltungsassistenten für Unternehmen – nicht nur als Programmierhilfe. Der Ramp AI Index zeigt zudem: Anthropic hat im Unternehmenssektor aufgeholt und erreicht eine Adoption von 34,4 Prozent, knapp vor dem Hauptkonkurrenten OpenAI mit 32,3 Prozent.
Sicherheitsrisiken wachsen mit der Verbreitung
Die mobile Expansion kommt zu einer Zeit, in der die gesamte Tech-Branche auf KI-Agenten setzt. Am 6. Juli kündigten Salesforce und AWS eine Partnerschaft an, und Nvidia brachte am 7. Juli seine Vera-CPU mit 88 Kernen und 40 Prozent weniger Latenz auf den Markt.
KI-Agenten-Aufgaben brechen bei Verbindungsabbruch ab? Claude Cowork läuft jetzt auch offline weiter – und schickt bei Freigaben eine Benachrichtigung. Doch mit der Verbreitung wachsen die Sicherheitsvorfälle. Erfahren Sie in unserem Report, wie Sie den Agenten sicher in Ihre Geschäftsprozesse integrieren. Sicherheits-Report jetzt sichern
Doch mit der Verbreitung wachsen auch die Sicherheitsbedenken. Eine Umfrage von Gravitee ergab: 88 Prozent der IT-Führungskräfte berichten von Sicherheitsvorfällen im Zusammenhang mit KI-Agenten. Am 7. Juli wurde zudem eine kritische Schwachstelle namens GitLost in GitHub-Agenten-Workflows entdeckt.
Auch die Regulierungsbehörden reagieren. China führte am 11. Juni 2026 den ersten Vertrauensstandard für KI-Agenten ein. Das folgt auf eine McKinsey-Studie aus dem Jahr 2025, wonach bereits 62 Prozent der Organisationen mit KI-Agenten experimentierten.

