Der KI-Konzern Anthropic erweitert sein Bildungsengagement massiv – mit einer kostenlosen Plattform für Pädagogen und Millionen-Förderung für Forschung.
Am Montag startete das US-Unternehmen „Claude for Teachers“, eine speziell auf Lehrkräfte zugeschnittene Version seines KI-Assistenten. Verifizierte Pädagogen aus den USA erhalten damit ein Jahr lang kostenlosen Zugang zu den Premium-Funktionen, darunter Claude Opus 4.6, Claude Code und Claude Cowork. Voraussetzung: Die Anmeldung muss bis zum 30. Juni 2027 erfolgen.
Die Plattform bietet eine umfangreiche Bibliothek mit Unterrichtsmaterialien und evidenzbasierten Lehrplänen, die auf die Bildungsstandards aller 50 US-Bundesstaaten abgestimmt sind. Der KI-Assistent hilft bei der Unterrichtsvorbereitung, personalisierten Lernangeboten und der Datenanalyse. Die Entscheidung kommt nicht von ungefähr: Die Nutzung von KI unter Lehrkräften ist rasant gestiegen – von 32 Prozent im Jahr 2024 auf 61 Prozent im Jahr 2025. Regelmäßige Anwender berichten von einer Zeitersparnis von rund sechs Stunden pro Woche.
Datenschutz als oberste Priorität
In Zusammenarbeit mit der American Federation of Teachers (AFT) hat Anthropic strenge Datenschutzstandards entwickelt. Die Plattform ist konform mit dem US-Bildungsdatenschutzgesetz FERPA. Das Unternehmen versichert: Weder die Gespräche der Lehrer noch ihre Daten werden zum Training der KI-Modelle verwendet.
Während Bildungsplattformen wie Claude eigene Standards setzen, regelt der EU AI Act den rechtlichen Rahmen für Künstliche Intelligenz in Europa verbindlich. Dieser kostenlose Leitfaden hilft Unternehmen und Organisationen, die komplexen Anforderungen und Risikoklassen der neuen Verordnung sicher zu verstehen. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt
Parallel dazu läuft ein Pilotprojekt an den Detroit Public Schools. Die Plattform ist zudem mit Bildungstools wie Canva Education, MagicSchool, Brisk Teaching und ASSISTments vernetzt.
Globales Trainingsprogramm
Gemeinsam mit der Organisation Teach For All startet Anthropic eine weltweite Initiative. Ziel ist es, bis Ende 2026 rund 100.000 Lehrkräfte in 63 Ländern in KI-Kompetenz zu schulen. Ein ehrgeiziges Vorhaben – doch der Bedarf ist enorm.
Millionen für kanadische Forschung
Doch Anthropic investiert nicht nur in die Bildungspraxis, sondern auch in die Forschung. Ebenfalls am Montag sagte das Unternehmen umgerechnet rund 6,8 Millionen Euro (10 Millionen kanadische Dollar) für KI-Forschung in Kanada zu. Die Förderung erfolgt in Form von Claude-API-Guthaben und verteilt sich auf renommierte Institute: das Mila-Forschungsinstitut, das Vector Institute und das Alberta Machine Intelligence Institute (Amii).
Der Einsatz leistungsfähiger KI-Modelle in der Forschung und im Betrieb erfordert nicht nur technisches Know-how, sondern auch eine lückenlose Dokumentation der Compliance-Pflichten. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche KI-Systeme als Hochrisiko eingestuft werden und welche konkreten Schritte jetzt für eine rechtssichere Nutzung notwendig sind. Jetzt kostenlosen Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act sichern
Das Data Sciences Institute (DSI) der Universität Toronto wird eine Million dieser Credits über ein wettbewerbliches Bewerbungsverfahren vergeben. Das Programm läuft vom 20. Juli bis zum 25. September 2026. Weitere teilnehmende Einrichtungen sind das Centre for Addiction and Mental Health (CAMH), das Children’s Hospital of Eastern Ontario (CHEO), die Université Laval und die University of Saskatchewan.
Die Partnerschaft mit Mila konzentriert sich auf verantwortungsvolle KI, Gesundheitswesen, Nachhaltigkeit und Robotik. Auch Start-ups aus dem Mila-Ventures-Ökosystem profitieren von der Unterstützung.

