Claude: KI-Assistent erhält erweiterte Gmail- und Drive-Kontrolle

Claude verwaltet jetzt E-Mails und Dateien in Google Workspace. Bezahlte Nutzer erhalten erweiterte Funktionen mit Sicherheitskontrollen.

Das US-KI-Unternehmen Anthropic hat am 18. August 2026 eine signifikante Funktionserweiterung für seinen KI-Assistenten Claude bekannt gegeben. Durch aktualisierte Google Workspace-Connectors erhält die Anwendung erweiterte Berechtigungen für die Interaktion mit Gmail und Google Drive. Nutzer können damit E-Mails direkt über die Schnittstelle von Claude verwalten und Dateimanagement-Aufgaben innerhalb der Cloud-Umgebung von Google durchführen.

Erweiterte Funktionen für Gmail und Google Drive

Die neuen Schnittstellen ermöglichen es dem KI-Modell, aktiv in die Kommunikation einzugreifen. Zu den spezifischen Funktionen im Bereich Gmail gehören das Senden, Beantworten und Weiterleiten von E-Mails. Damit kann der Assistent korrespondenzbasierte Arbeitsabläufe übernehmen, die über das reine Verfassen von Textentwürfen hinausgehen. Eine technologische Grenze besteht jedoch weiterhin: Claude sei derzeit nicht in der Lage, die Inhalte von Gmail-Anhängen zu lesen.

Parallel dazu wurde die Integration von Google Drive ausgebaut. Claude unterstützt nun das Teilen, Verschieben, Löschen und Hochladen von Dateien innerhalb des Cloud-Speichers. Diese Funktionen zielen darauf ab, die Organisation von Dokumenten effizienter zu gestalten, indem die KI direkt auf die Dateistruktur zugreift, anstatt lediglich als externes Analysetool für hochgeladene Einzeldateien zu fungieren.

Verfügbarkeit und Rollout-Status

Die aktualisierten Connectors stehen seit dem 18. August 2026 allen Nutzern zur Verfügung, die über einen kostenpflichtigen Zugang verfügen. Dies umfasst die Tarife Pro, Max, Team und Enterprise. Die Funktionen sind dabei über verschiedene Plattformen zugänglich, darunter die Desktop-Anwendung, die Web-Oberfläche, Mobilgeräte sowie die Chrome-Seitenleiste.

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Wie das Unternehmen zudem mitteilte, wurde der Rollout von Claude Cowork auf Mobilgeräten und im Web für alle kostenpflichtigen Konten abgeschlossen. Claude Cowork führt Aufgaben in der Cloud aus und unterstützt auch geplante Aufgaben, was die Automatisierung von Routineprozessen innerhalb der Google-Umgebung weiter vorantreiben soll.

Sicherheitskontrollen und administrative Verwaltung

Ein zentraler Aspekt der Integration ist die Kontrolle über die ausgeführten Aktionen. Standardmäßig bleibt die Genehmigungsgewalt beim einzelnen Nutzer: Jede Aktion, die Claude in Gmail oder Drive vornehmen möchte, erfordert eine explizite Bestätigung. Nutzer können dabei zwischen verschiedenen Genehmigungsmodi wählen, die manuelle Freigaben, automatische Abläufe oder das Überspringen bestimmter Kontrollschritte vorsehen.

Für professionelle Arbeitsumgebungen bietet Anthropic erweiterte Verwaltungsoptionen an. In den Tarifen für Teams und Unternehmen (Enterprise) können Administratoren entscheiden, ob Mitglieder der Organisation bestimmte Aktionen auch ohne erneute Rückfrage ausführen dürfen.

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Diese Entscheidungshoheit liegt bei den jeweiligen Kontoinhabern oder Administratoren, um ein Gleichgewicht zwischen Arbeitsgeschwindigkeit und Datensicherheit zu gewährleisten.

Seit dem 20. August 2026 sind diese aktualisierten Google-Workspace-Connectors für die gesamte Nutzerschaft der bezahlten Dienste auf Claude und Claude Desktop vollständig verfügbar. Damit festigt Anthropic die Position seines KI-Modells als integriertes Produktivitätswerkzeug innerhalb weit verbreiteter Office-Ökosysteme.