8** veröffentlicht – und gleichzeitig einen Rekord abgeräumt. Mit einer frischen Finanzierungsrunde von 65 Milliarden Dollar katapultiert sich die Firma auf eine Bewertung von umgerechnet rund 890 Milliarden Euro und überholt damit den Branchenprimus OpenAI.
Mehr Ehrlichkeit und Tempo für Unternehmen
Claude Opus 4.8, das am 31. Mai 2026 auf den Markt kam, richtet sich vor allem an professionelle Anwender und die Finanzbranche. Das Modell wurde darauf getrimmt, eigene Unsicherheiten zu erkennen und seltener unbelegte Behauptungen aufzustellen. Eine neue „Effort“-Einstellung erlaubt es Nutzern, zwischen Rechengeschwindigkeit und Analysetiefe zu wählen. Der sogenannte Fast-Modus arbeitet laut Unternehmensangaben 2,5-mal schneller und günstiger als frühere Versionen.
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Seit dem 30. Mai ist das Modell über Microsoft Foundry verfügbar – optimiert für Softwareentwicklung, Dokumentenanalyse und komplexe Finanzaufgaben. Anthropic hat zudem „Dynamic Workflows“ für seine Codierwerkzeuge eingeführt: Hunderte KI-Agenten können damit große Aufgaben parallel abarbeiten. Ein Test zeigte, wie 750.000 Zeilen Code von Zig nach Rust portiert wurden – in nur elf Tagen und mit einer Kompatibilität von 99,8 Prozent.
Zentralbanken warnen vor Sicherheitsrisiken
Während die neue Claude-Version die Produktivität ankurbeln soll, bereitet ein anderes Anthropic-Projekt den globalen Finanzaufsehern Kopfzerbrechen. Ein bislang unveröffentlichtes Sicherheitsmodell namens Claude Mythos sorgt für Unruhe – wegen seiner Fähigkeit, alte Softwaresysteme zu hacken.
Auf einer Zentralbank-Konferenz in Island am 30. Mai erklärte Bank-of-England-Chef Andrew Bailey, dass britische Banken keinen Zugriff auf Mythos hätten und stattdessen auf andere Modelle für die Cybersicherheit setzten. Die Sorge: Die KI könnte jahrzehntealten Code in kritischen Bankensystemen kompromittieren.
Im Rahmen der Initiative Project Glasswing, die Anfang April 2026 startete, durchsuchte eine Vorschauversion von Claude Mythos über 1.000 Open-Source-Projekte. Der Audit förderte 23.019 Sicherheitslücken zutage, darunter 6.202 hochkritische Schwachstellen – und einen Fehler, der 27 Jahre lang unentdeckt geblieben war. IBM stieß Mitte Mai 2026 dazu, um die Sicherheitsforschung zu unterstützen.
KI-Agenten erobern die Finanzwelt
Die Finanzbranche setzt zunehmend auf autonome KI-Agenten. Erst am 27. Mai 2026 launchte Robinhood „Agentic Trading“ und eine „Agentic Credit Card“. Diese Funktionen erlauben es KI-Agenten, innerhalb abgeschotteter Konten Aktien zu handeln und Kreditkartenumsätze zu verwalten – inklusive „Kill Switches“ für die Nutzersicherheit. Die Robinhood-Aktie schoss daraufhin um 28,1 Prozent nach oben.
Robinhood-CEO Vlad Tenev erklärte, die langjährige Mission, Finanzen zu demokratisieren, gelte nun auch für KI-Agenten. Andere Plattformen wie Liquid haben Claude ebenfalls integriert – mit einer Co-Investment-Funktion, die Trades über ChatGPT- und Claude-Modelle ausführt.
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Rekordbewertung dank Milliardendeal
Die technologische Expansion geht einher mit einer historischen Finanzierungsrunde. Die 65 Milliarden Dollar schwere Series H, abgeschlossen am 30. Mai 2026, wurde von Altimeter Capital und Sequoia Capital angeführt. Die Bewertung von Anthropic kletterte auf umgerechnet rund 890 Milliarden Euro – und damit über die 785 Milliarden Euro von OpenAI.
Das Umsatzwachstum ist rasant: Im Mai 2026 lag die annualisierte Umsatzrate bei umgerechnet rund 43 Milliarden Euro, nach 28 Milliarden zum Jahresbeginn und 9 Milliarden im Jahr 2024. Strategische Partner wie Samsung und Micron beteiligten sich an der Runde, Cloud-Anbieter steuerten insgesamt 14 Milliarden Euro bei. Das Kapital soll in Rechenressourcen, Betriebsskalierung und Sicherheitsforschung fließen. Anthropic strich zudem die Hälfte der nicht autorisierten Sekundärmarkt-Handelsplattformen von seiner Liste – nach Rückmeldungen von Investoren und betroffenen Firmen zu ungültigen Transaktionen.

