Schwerer technischer Stopp bei Anthropic: Weltweit tausende Nutzer betroffen.
Die KI-Plattform Claude von Anthropic erlebte am heutigen Samstag einen massiven globalen Ausfall. Seit dem frühen Nachmittag (Ortszeit Ostküste) konnten Hunderte Nutzer weder über mobile Geräte noch über die Web-Oberfläche auf den Dienst zugreifen. Die Störung traf sowohl kostenlose Nutzer als auch Abonnenten der Modelle Claude 3.5 Sonnet und Opus.
Bis zum späten Samstagabend zeichnete sich zwar eine teilweise Erholung ab, doch eine offizielle Stellungnahme zur Ursache blieb aus. Der Ausfall folgte auf eine Reihe von Instabilitäten in den vergangenen 24 Stunden.
Anzeige: Wer seine KI-Infrastruktur gegen die jüngsten Ausfälle von Claude und ChatGPT absichern will, findet in diesem Report die entscheidenden Hebel – von Notfall-Plänen bis zu Kostenkontrollen gegen Lizenzexplosionen. Jetzt kostenlosen Sicherungs-Report anfordern
Technische Turbulenzen zum Monatsende
Die Probleme beim KI-Anbieter verschärften sich in den letzten Maitagen massiv. Bereits am 29. Mai schnellten die Meldungen auf der Überwachungsplattform Downdetector in die Höhe: Von 1.800 Berichten um 19:35 Uhr MESZ auf 2.700 nur 30 Minuten später. Der interne Status von Anthropic bestätigte damals einen schwerwiegenden Ausfall – Nutzer konnten weder Unterhaltungen laden noch den Chatbot erreichen.
Bemerkenswert: Parallel dazu legte auch OpenAI am 29. und 30. Mai komplett die Ärmel hoch. ChatGPT, die API und diverse generative Werkzeuge fielen aus. Tausende Nutzer weltweit standen plötzlich ohne Zugang zu den führenden KI-Diensten da.
Rekord-Finanzierung und neues Modell
Die technischen Pannen kommen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Erst am 28. Mai 2026 schloss Anthropic eine Serie-H-Finanzierungsrunde über 65 Milliarden Euro ab. Die Bewertung des Unternehmens kletterte damit auf 965 Milliarden Euro. Angeführt wurde die Runde von Altimeter Capital, Dragoneer, Greenoaks und Sequoia Capital. Allein die Cloud-Partner steuerten umgerechnet rund 14 Milliarden Euro bei – darunter knapp 4,7 Milliarden Euro von Amazon.
Damit liegt Anthropic wertmäßig vor dem Erzrivalen OpenAI. Der annualisierte Umsatz beträgt inzwischen umgerechnet rund 44 Milliarden Euro – ein gewaltiger Sprung von etwa 9,3 Milliarden Euro vor einem Jahr.
Parallel zur Finanzierung veröffentlichte Anthropic Claude Opus 4.8. Das neue Modell soll viermal seltener Code-Fehler durchlassen als seine Vorgänger. Beim Programmier-Benchmark SWE-Bench Pro erreichte Opus 4.8 stolze 69,2 Prozent – und ließ damit OpenAIs GPT-5.5 mit 58,6 Prozent hinter sich. Ein neuer Schnellmodus arbeitet zudem 2,5-mal schneller und kostet nur ein Drittel der bisherigen Tarife.
Milliardenschwere Rechnungen und Sicherheitsrisiken
Anzeige: Ein ungenanntes Unternehmen häufte eine KI-Rechnung von 465 Millionen Euro in einem Monat an – mangels Ausgabenkontrollen. Dieser Report zeigt, wie Sie Ihre KI-Kosten mit fünf konkreten Hebeln im Griff behalten, bevor Ihre Konkurrenz die Effizienzgewinne von Claude Opus 4.8 nutzt. Kosten-Kontroll-Report jetzt sichern
Doch die Effizienzgewinne täuschen nicht über die enormen Kosten hinweg. Ein ungenanntes Unternehmen häufte angeblich eine Rechnung von umgerechnet 465 Millionen Euro in einem einzigen Monat an – mangels Ausgabenkontrollen bei unbegrenzten Mitarbeiterlizenzen. Microsoft reagierte bereits drastisch: Der Konzern kündigte interne Lizenzen für Claude Code, nachdem die Kosten auf umgerechnet 465 bis 1.860 Euro pro Entwickler und Monat gestiegen waren.
Auch technische Bugs bereiten Sorgen. Nach einem Update fraß die Anwendung bis zu 4,6 GB Arbeitsspeicher – genug, um Hardware einfrieren zu lassen. Einige Nutzer berichten, dass mehrere Neustarts den Verbrauch auf 1,2 GB drückten. Die Vorfälle zeigen: Der Betrieb von Spitzen-KI bleibt eine Herausforderung.
Und dann ist da noch die Sicherheitsdimension. Anthropics Programm Mythos entdeckte Anfang des Jahres rund 20 Schwachstellen im Firefox-Browser. Inzwischen hat das System mehr als 10.000 Sicherheitslücken in verschiedenen Plattformen aufgespürt. Die Folge: Notfall-Briefings für Zentralbanken und Regierungsbehörden, die sich mit nationalen Sicherheitsrisiken konfrontiert sehen.

