Ab sofort steht der Agent „Claude Cowork“ auch auf mobilen Geräten und im Webbrowser zur Verfügung – ein entscheidender Schritt weg vom reinen Desktop-Betrieb.
Bislang war die agentische KI von Anthropic an den heimischen Arbeitsplatz gebunden. Mit dem Launch am heutigen Dienstag ändert sich das grundlegend: Nutzer können komplexe Aufgaben mit mehreren Schritten nun auch unterwegs erledigen. Besonders praktisch: Claude Cowork führt Aufträge selbstständig im Hintergrund aus – etwa über Nacht oder zu festgelegten Zeiten. Erst wenn eine menschliche Entscheidung nötig wird, schickt der Agent eine Benachrichtigung aufs Smartphone.
Aktuell läuft die Funktion als Beta-Test für Abonnenten des Max-Tarifs (umgerechnet rund 92 Euro pro Monat). Später soll der Zugang auch für Pro-Nutzer (etwa 18 Euro monatlich) geöffnet werden.
Neues KI-Modell als Antrieb
Parallel zum mobilen Start veröffentlichte Anthropic am 7. Juli Claude Sonnet 5 – das neue Herzstück für Claude Cowork. Das Modell liefert deutlich bessere Leistungen bei logischen Schlussfolgerungen und autonomer Aufgabenausführung. Im Terminal-bench 2.1-Test erreichte Sonnet 5 stolze 80,5 Prozent – ein gewaltiger Sprung gegenüber den 67 Prozent des Vorgängers Sonnet 4.6.
Bis zum 31. August 2026 lockt Anthropic mit günstigen Einführungspreisen: Zwei Dollar pro Million Input-Tokens und zehn Dollar pro Million Output-Tokens. Zusätzlich wurden die Nutzungslimits bis zum 5. August verdoppelt.
Unternehmen setzen auf Prozessautomatisierung
Mit den neuen Zahlen gewährt Anthropic einen seltenen Einblick in die tatsächliche Nutzung agentischer KI. Eine Analyse von 1,2 Millionen Sitzungen zwischen dem 11. und 31. Mai zeigt klare Schwerpunkte: Geschäftsprozesse und Betriebsabläufe machen mit 33,4 Prozent den Löwenanteil aus. Dahinter folgen Content-Erstellung (16,4 Prozent) und Softwareentwicklung (8,7 Prozent).
Wer die 80,5-Prozent-Sprungmarke von Claude Sonnet 5 für seine Prozessautomatisierung nutzen will, findet in diesem Report die wichtigsten Hebel – von der Checkliste für fünf ideale Cowork-Workflows bis zum ROI-Rechner. Jetzt kostenlosen Automations-Report anfordern
Spannend auch die geografische Verteilung: Laut dem am 7. Juli veröffentlichten Anthropic Economic Index ist Australien der führende Markt für Claude-Nutzung pro Kopf – mit einer sechsmal höheren Rate als bevölkerungsbereinigt zu erwarten wäre.
Und noch eine überraschende Erkenntnis: Während unter der Woche klar die Arbeit dominiert, steigt die private Nutzung der KI am Wochenende auf rund 50 Prozent.
Blick ins Innere der KI
Forscher von Anthropic veröffentlichten am selben Tag eine Studie zur internen Architektur des Modells. Demnach existiert ein sogenannter „J-Raum“ – ein Bereich, in dem das Modell Denkschritte ausführen kann, ohne dabei Text zu generieren. Die Entdeckung erinnert an die „Global Workspace Theory“ aus den Neurowissenschaften.
Rüstiger Wettbewerb auf dem Mobilmarkt
Mit Claude Cowork auf dem Smartphone betritt Anthropic ein zunehmend umkämpftes Feld. Erst am 6. Juli veröffentlichte Apple die dritte Entwickler-Beta von iOS 27 – mit neuen Anpassungsmöglichkeiten für Siri. Auf High-End-Geräten wie dem iPhone 17 Pro und iPhone Air mit A19-Pro-Chip lassen sich nun Tempo und Ausdrucksstärke der KI-Stimme regeln.
Manuelle Routineaufgaben fressen Zeit und Budget – während Wettbewerber mit agentischer KI bereits 33,4 Prozent ihrer Geschäftsprozesse automatisieren. Dieser Report zeigt, wie Sie mit Claude Cowork und Sonnet 5 die Lücke schließen. ROI-Rechner und Checkliste jetzt sichern
Auch andere Anbieter legen zu: Die Meeting-Notes-App VOMO AI, die mit Claude Code zusammenarbeitet, vermeldete am 7. Juli die Marke von 400.000 Nutzern weltweit. Und für Linux-Fans gibt es ebenfalls Neues: Seit dem 6. Juli steht Claude Desktop als Beta für Ubuntu und Debian zur Verfügung – mit vollem Funktionsumfang für zahlende Abonnenten.
Der Run auf mobile und plattformübergreifende KI-Lösungen kommt nicht von ungefähr. Erst Anfang Juli wurde bekannt, dass AWS und Microsoft jeweils eine Milliarde beziehungsweise 2,5 Milliarden Dollar investieren, um KI-Ingenieure direkt in Kundenunternehmen zu integrieren und die Einführung agentischer Technologien zu beschleunigen.

