Das KI-Unternehmen Anthropic hat am 30. Oktober 2026 über die Plattform X eine Anpassung und Umbenennung seiner Abonnements für Einzelnutzer angekündigt. Der bisherige Tarif Max 5x für monatlich 100 US-Dollar wird künftig unter dem Namen Max geführt.
Die bisherige Stufe Max 20x, die monatlich 200 US-Dollar kostet, heißt ab sofort Ultra. Die Preise bleiben dabei unverändert, und bestehende Abonnenten werden automatisch auf die neuen Bezeichnungen umgestellt.
Wegfall des Fünf-Stunden-Limits für Ultra-Kunden
Mit der Umstrukturierung gehen für Nutzer des Ultra-Tarifs wesentliche Erleichterungen bei der Kontingentierung einher. Für verifizierte Ultra-Konten entfällt die Begrenzung auf ein Fünf-Stunden-Fenster, was für die Mehrheit der Bestandskunden bereits ab dem 30. Oktober 2026 umgesetzt wurde. Das wöchentliche Nutzungskontingent bleibt dagegen bestehen und beläuft sich bei Ultra weiterhin auf das Zehnfache des regulären Pro-Tarifs, ergänzt um ein separates wöchentliches Limit für Fable.
Neue Ultra-Konten behalten zum Schutz vor Betrug und Missbrauch zunächst ein temporäres Limit, bis eine automatische Verifizierung anhand der Konto- und Zahlungshistorie abgeschlossen ist. Nach der Freischaltung erhalten Nutzer eine Benachrichtigung per E-Mail.
Ob ein Konto verifiziert ist, lässt sich in den Kontoeinstellungen unter dem Bereich Nutzung prüfen: Fehlt dort die Anzeige für die laufende Sitzung, ist die Verifizierung erfolgt. Eine Bestätigung der Telefonnummer beim Bezahlvorgang gilt als separater Schritt und hebt dieses vorübergehende Limit nicht auf.
Ultra wird ausschließlich als Monatsabonnement über das Web für 200 US-Dollar angeboten, wobei die Preise in den mobilen Anwendungen abweichen können. Die Werkzeuge Chat, Cowork und Claude Code greifen zudem auf ein gemeinsames Nutzungskontingent zu. Claude Code ist in allen kostenpflichtigen Plänen enthalten.
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Anpassung nach Nutzerkritik und Tarifdetails
Hintergrund der Modifikationen waren Nutzerproteste sowie Wechseldrohungen. Angesichts langwieriger Aufgaben für KI-Agenten gewinnen verlässliche Nutzungsgrenzen zunehmend an Bedeutung bei der Tarifwahl. Mike Overell, Produktchef für Claude-Abonnements bei Anthropic, räumte Missverständnisse ein und bat um Entschuldigung.
Die frühere Bezeichnung 20x habe sich ursprünglich nur auf das Fünf-Stunden-Fenster bezogen, während das wöchentliche Limit von etwa dem Zehnfachen des Pro-Plans erst später hinzugekommen sei. Einige Neukunden hätten die Angabe jedoch auf beide Grenzwerte bezogen, was das Unternehmen transparenter hätte handhaben müssen.
Während sich die frühere Angabe auf das Kurzzeitfenster bezog, orientiert sich das neue Zehnfach-Kriterium an der Wochennutzung. Das gesamte Wochenvolumen bleibt unverändert, verlagert sich jedoch von einer kurzfristigen Taktung zu einem wöchentlichen Gesamtkontingent.
Die Palette umfasst nun die Tarife Free, Pro, Max und Ultra. Nutzer von Max erhalten das Fünffache der Pro-Kapazität pro Fünf-Stunden-Fenster sowie pro Woche und zusätzlich 100 US-Dollar API-Guthaben.
Ultra-Nutzer erhalten neben dem Zehnfachen des Pro-Wochenbudgets ein API-Guthaben von 200 US-Dollar. Dieses Guthaben gilt ausschließlich für die Claude Console, verfällt am Ende des Abrechnungszyklus und steht Neukunden nach sieben Tagen zur Verfügung.
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Neuerungen für Entwickler
Ergänzend zu den Tarifänderungen startete Anthropic am 2. November 2026 die Funktion Message Threads als öffentliche Beta für die Claude Messages API. Damit übermitteln Software-Agenten pro Interaktionsschritt lediglich neue Nachrichten anstelle des vollständigen Konversationsverlaufs.
Bei Anfragen mit 500.000 bis 1 Million Tokens verringerte sich die mediane Zeit bis zum ersten Antwort-Token bei Messungen an Claude-Code-Nutzern um rund 35 Prozent.
Die Funktion reduziert die Latenzzeit, senkt jedoch nicht den Token-Verbrauch: Das System verarbeitet weiterhin den gesamten Kontext, weshalb die regulären Tokenpreise und Ratenbegrenzungen unverändert gelten.
Threads verfallen fünf Minuten nach der letzten Anfrage, liegen verschlüsselt im Speicher und sind nicht für Umgebungen mit HIPAA-Anforderungen oder Richtlinien ohne Datenspeicherung vorgesehen. Sie stehen auf der Claude-Plattform sowie über Cloud-Dienste von AWS, Microsoft und Google bereit.

