Claude-Update: Anthropic integriert Browser und Team-Funktionen

Anthropic erweitert Claude um Teamfunktionen, integrierten Browser und ein persönliches Dashboard, um die KI tiefer in Arbeitsabläufe zu integrieren.

Der KI-Anbieter Anthropic hat seine Plattform Claude mit neuen Team-Funktionen, einem eingebauten Browser für Entwickler und einem persönlichen Nutzungs-Dashboard ausgestattet. Die am 13. Juli 2026 gestartete Aktualisierung zielt darauf ab, die KI tiefer in berufliche Arbeitsabläufe zu integrieren und die Zugänglichkeit über mobile und Web-Plattformen zu verbessern.

Teamarbeit und Integrationen im Fokus

Anthropic hat mehrere Funktionen für die Zusammenarbeit veröffentlicht, darunter die öffentliche Freigabe von Artefakten und team-basierte Bearbeitung für Claude Code-Ausgaben. Diese Werkzeuge erlauben es Nutzern, KI-generierte Vorlagen und Projekte organisationsübergreifend zu teilen. Ebenfalls integriert wurde Claude Tag, eine Funktion, mit der die KI über den @Claude-Handle in Slack herbeigerufen werden kann. Die Funktion befand sich seit Ende Juni in der Beta-Phase und ist nun Teil einer breiteren Offensive gegen die Unternehmensangebote von OpenAI und Google.

Das Unternehmen gab bekannt, dass die eigenen internen Produktteams mittlerweile rund 65 Prozent ihres Codes mit Claude generieren. Um die Nutzung in Unternehmensumgebungen weiter zu fördern, hat Anthropic zudem Integrationen mit Microsoft 365 ermöglicht.

Claude Cowork kommt auf Mobilgeräte und ins Web

Ein wesentlicher Teil des Updates betrifft Claude Cowork, das nun in einer Beta-Phase auf mobile und Web-Plattformen ausgeweitet wird. Diese Funktion erlaubt es, Aufgaben geräteübergreifend zu verfolgen und unterstützt Hintergrund- sowie planbare Aufgaben. Die Einführung begann am 13. Juli für Nutzer des Max-Tarifs. Um die Akzeptanz zu fördern, hat Anthropic die Nutzungslimits für Cowork bis zum 5. August 2026 verdoppelt.

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Für Entwickler hat Anthropic einen integrierten Browser in die Desktop-Anwendung Claude Code eingebaut. Dieses Chromium-basierte Werkzeug ermöglicht es, mit Live-Webseiten zu interagieren, Dokumentationen zu lesen und Websuchen direkt in der App durchzuführen. Der Browser respektiert robots.txt-Dateien und greift nicht auf Seiten zu, die KI-Scraping blockieren – darunter bestimmte große Nachrichtenportale und soziale Medien.

Das Reflect-Dashboard für mehr Transparenz

Am 14. Juli 2026 startete Anthropic das Reflect-Dashboard in der Beta-Phase. Vergleichbar mit den Jahresrückblicken von Musik-Streamingdiensten bietet das Dashboard einen Überblick über die Interaktion mit der KI. Es zeigt Aufgabenprozente, Spitzenaktivitätszeiten und die Gesamtzahl der Unterhaltungen an.

Die Funktion steht Nutzern der Tarife Free, Pro und Max zur Verfügung, die die Memory-Funktion aktiviert haben. Anthropic betonte, dass das Dashboard keine Daten aus Inkognito-Chats oder verbundenen Drittanbieter-Tools bezieht, um die Privatsphäre der Nutzer zu wahren.

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Preisanpassungen und zeitlich begrenzte Angebote

Anthropic hat zudem seine Preisstruktur in Indien lokalisiert, einem Markt, der 5,8 Prozent der weltweiten Plattformnutzung ausmacht. Die neuen monatlichen Tarife für den indischen Markt betragen umgerechnet rund 22 Euro für Pro, etwa 133 Euro für Max und rund 27 Euro für Team-Sitze. Dieser Schritt folgt auf die Eröffnung eines Büros in Bengaluru im Februar 2026 und bestehende Partnerschaften mit regionalen Technologieunternehmen wie Infosys und TCS.

Um die Dynamik im Wettbewerb aufrechtzuerhalten, hat Anthropic mehrere zeitlich begrenzte Angebote bis zum 19. Juli 2026 verlängert. Dazu gehören der Zugang zum Claude Fable 5-Modell für alle kostenpflichtigen Tarife sowie eine 50-prozentige Erhöhung der wöchentlichen Nutzungslimits für Claude Code. Ähnliche temporäre Nutzungserweiterungen waren auch bei Wettbewerbern zu beobachten, etwa als OpenAI im gleichen Zeitraum bestimmte Zeitfenster für seine neuesten Modelle aufhob.