Claude-Update: Sprachsteuerung jetzt mit Opus und Sonnet möglich

Anthropic erweitert Claude um Sprachsteuerung für die Modelle Opus und Sonnet. Der Assistent greift nun per Befehl auf Apps wie Slack und Google Workspace zu.

Der KI-Konzern Anthropic hat seinen Sprachassistenten Claude mit den leistungsstärkeren Modellen Opus und Sonnet ausgestattet. Bisher war die Sprachsteuerung auf das schlanke Haiku-Modell beschränkt.

Die Neuerungen kamen am 23. und 24. Juli auf den Markt. Nutzer können nun auf allen Plattformen – mobil, Desktop und im Webbrowser – per Sprachbefehl auf die intelligentesten KI-Modelle des Unternehmens zugreifen. Das dürfte besonders für komplexe Aufgaben interessant sein, bei denen bisher die Tastatur die bessere Wahl war.

Intelligenter sprechen, nahtlos wechseln

Der Clou: Claude merkt sich, welches Modell der Nutzer zuletzt im Text-Chat verwendet hat, und schaltet automatisch darauf um. Wer mag, kann aber auch manuell zwischen Opus, Sonnet und Haiku hin- und herspringen. Branchenbeobachter sehen darin einen deutlichen Qualitätssprung – endlich lassen sich auch anspruchsvolle Programmieraufgaben oder komplexe Analysen per Sprache erledigen.

Besonders praktisch: Die Konversation läuft nahtlos weiter, auch wenn man mitten im Gespräch von Text auf Sprache wechselt oder das Modell umschaltet. Allerdings bleibt Claude ein braver Gesprächspartner – anders als bei mancher Konkurrenz kann man ihn nicht einfach unterbrechen. Das System arbeitet weiterhin im Frage-Antwort-Modus, echte Unterhaltungen im Stil eines Telefonats sind nicht möglich. Auch die Sprachsynthese selbst hat sich nicht verändert.

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Claude greift in Ihre Apps ein

Der eigentliche Durchbruch liegt woanders: Claude kann jetzt per Sprachbefehl in fremden Programmen mitmischen. Über sogenannte Connectors greift der Assistent auf verschiedene Arbeitsumgebungen zu:

  • Google Workspace: Gmail und Google Kalender
  • Kommunikation: Slack
  • Kreativ- und Organisationstools: Canva und Notion

„Such mir die Mails von heute Morgen raus“ oder „Termin nächste Woche Dienstag um 15 Uhr“ – solche Anfragen versteht Claude nun direkt per Sprache. Für zahlende Abonnenten kommt noch ein Extra obendrauf: Sie können mehrere Apps in einem Rutsch ansteuern. Ein einziger Befehl reicht, um etwa eine E-Mail zu suchen, daraus eine Aufgabe in Notion zu erstellen und das Team per Slack zu informieren.

Elf Sprachen, drei Abostufen

Anthropic hat den Sprachmodus für den globalen Markt fit gemacht. Elf Sprachen werden unterstützt: Deutsch, Englisch, Französisch, Hindi, Indonesisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, brasilianisches Portugiesisch, Spanisch – und natürlich die Muttersprache der Entwickler. Wer zwischendurch die Sprache wechseln will, kann das mitten in der Sitzung tun. Eine automatische Spracherkennung gibt es aber nicht.

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Die Frage ist nur: Was bekommt man für sein Geld? Die Antwort hängt vom Abo ab. Free-User sind in der Beta-Phase gefangen: Sie dürfen nur mit Haiku sprechen und genau eine App anbinden. Zahlende Kunden hingegen bekommen die volle Modellpalette inklusive der Hochleistungsmodelle Opus und Sonnet – und dürfen mehrere Apps für automatisierte Arbeitsabläufe verketten.

Ob das reicht, um mit Konkurrenten wie ChatGPT oder Gemini mitzuhalten? Das dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen.