Cloud-Sicherheit: Nur 17% schützen ihre Microsoft-Konfigurationen

Eine Studie von CoreView zeigt erhebliche Defizite bei der Konfigurationssicherung in Microsoft 365 auf. Besonders die KI-Integration birgt neue Risiken.

Die Sicherheit von Cloud-Infrastrukturen rückt angesichts der fortschreitenden Digitalisierung und der Integration künstlicher Intelligenz verstärkt in den Fokus von IT-Verantwortlichen. Das Softwareunternehmen CoreView hat nun den „2026 CoreView State of Microsoft 365 Security Report“ veröffentlicht, der den aktuellen Stand der Absicherung innerhalb des Microsoft-Ökosystems untersucht. Die Ergebnisse der Studie, die auf einer Befragung von 279 Führungskräften basiert, zeigen deutliche Defizite bei der Ausfallsicherheit und Konfigurationskontrolle in vielen Organisationen auf.

Mangelnde Absicherung von Systemkonfigurationen

Ein zentraler Befund des Berichts betrifft die Sicherung kritischer Einstellungen innerhalb der Microsoft 365-Umgebungen. Laut den Erhebungen verfügen lediglich 17 % der untersuchten Organisationen über eine garantierte Sicherung ihrer spezifischen Konfigurationen. Dieser Umstand stellt ein erhebliches Risiko für die Betriebskontinuität dar, da fehlerhafte Änderungen oder gezielte Manipulationen an den Systemeinstellungen ohne valide Backups nur schwer rückgängig gemacht werden können.

Während viele Unternehmen bereits etablierte Verfahren zur Sicherung reiner Nutzerdaten wie Dokumente oder E-Mails nutzen, bleibt die strukturelle Ebene der Softwareumgebung oft ungeschützt. Die Studienautoren weisen darauf hin, dass diese Lücke in der Backup-Strategie im Falle von Cyberangriffen oder internen Fehlkonfigurationen zu langwierigen Ausfallzeiten führen kann.

Schwachstellen in Identitätsmanagement und Data Governance

Neben der mangelhaften Konfigurationssicherung identifiziert der Bericht weitere versteckte Schwachstellen, die die Integrität von Unternehmensdaten gefährden. Besonders in den Bereichen Identitätsmanagement, allgemeine Systemkonfiguration und Data Governance sieht die Untersuchung signifikanten Nachholbedarf.

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Oftmals seien Berechtigungsstrukturen und Zugriffskontrollen nicht präzise genug definiert, was die Angriffsfläche für externe Akteure vergrößere. Der Bericht verdeutlicht, dass eine konsistente Überwachung und Verwaltung dieser Parameter für die allgemeine Sicherheitsarchitektur von entscheidender Bedeutung ist, da sie das Fundament für einen sicheren Cloud-Betrieb bilden.

KI-Einführung verschärft die Sicherheitslage

Die Herausforderungen für die IT-Sicherheit werden durch die beschleunigte Einführung von Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz zusätzlich verschärft. Der Bericht hebt hervor, dass die Integration von KI-Tools innerhalb der Microsoft 365-Plattform zwar enorme Produktivitätsvorteile verspricht, gleichzeitig aber bestehende Schwachstellen in der Data Governance und Konfiguration schneller exponieren kann.

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Wenn Unternehmen KI-Lösungen implementieren, ohne zuvor die zugrunde liegenden Datenstrukturen und Zugriffsrechte abzusichern, steigt das Risiko eines unkontrollierten Datenabflusses oder einer fehlerhaften Informationsverarbeitung. Die Studienautoren betonen in diesem Zusammenhang, dass die technologische Modernisierung zwingend mit einer entsprechenden Anpassung der Sicherheitsstrategien einhergehen müsse.

Zusammenfassend zeichnet die Untersuchung von CoreView ein Bild, in dem technologische Innovation und grundlegende Sicherheitsmaßnahmen oft nicht im Einklang stehen. Die geringe Quote bei der Konfigurationssicherung verdeutlicht, dass viele Unternehmen trotz der hohen Relevanz von Cloud-Diensten noch keine umfassende Resilienzstrategie umgesetzt haben. Der Bericht dient damit als Indikator für notwendige Investitionen in automatisierte Überwachungs- und Sicherungstools, um den Anforderungen einer KI-gestützten Arbeitswelt gerecht zu werden.