CMP Unlocker: Nvidia-Mining-GPU erhält 64 GB VRAM-Freischaltung

Software-Modifikation erweitert Nvidia CMP 170HX auf 64 GB VRAM und hebt Preise auf über 1.000 US-Dollar. Trend zu GPU-Upgrades auch in Japan und China.

Die Hardware-Landschaft für spezialisierte Grafiklösungen verzeichnet aktuell eine signifikante Entwicklung im Bereich der Speicheroptimierung. Eine neue Software-Modifikation namens „CMP Unlocker“ sorgt derzeit für Aufsehen, da sie das Potenzial einer ehemals limitierten Mining-GPU von Nvidia massiv erweitert.

Wie Mitte August 2026 bekannt wurde, ermöglicht dieses Tool die Freischaltung von bis zu 64 Gigabyte Videospeicher (VRAM) auf der Nvidia CMP 170HX, was weitreichende Auswirkungen auf den Sekundärmarkt dieser Hardware hat.

Massive Kapazitätserweiterung für GA100-Silizium

Die CMP 170HX basierte ursprünglich auf dem leistungsstarken GA100-Chip, der in einem 7-Nanometer-Verfahren gefertigt wird und auf schnellen HBM2e-Speicher setzt. In ihrer Werksauslieferung war die Karte jedoch softwareseitig auf eine Speicherkapazität von lediglich 8 beziehungsweise 10 Gigabyte beschränkt.

Der nun veröffentlichte „CMP Unlocker“ hebt diese Restriktionen auf. Laut technischen Analysen kann das Tool theoretisch bis zu 64 oder gar 80 Gigabyte VRAM zugänglich machen, wobei zum aktuellen Zeitpunkt eine Kapazität von 40 Gigabyte als stabil bestätigt gilt.

Neben der Speichererweiterung stellt die Modifikation zudem deaktivierte SM-Rechenkerne wieder her und reaktiviert die PCIe-Geschwindigkeit auf den Standard 2.0 x4. Diese technischen Eingriffe transformieren die einstige Mining-Karte in ein deutlich leistungsfähigeres Werkzeug, das insbesondere für Anwendungen mit hohem Speicherbedarf interessant wird.

Die Marktreaktion auf diese Entdeckung fiel unmittelbar aus: Während die CMP 170HX zuvor für rund 250 US-Dollar gehandelt wurde, werden auf Plattformen wie eBay mittlerweile Preise von über 1.000 US-Dollar für entsprechende Einheiten aufgerufen.

Internationaler Trend zu VRAM-Upgrades

Die Entwicklung rund um die CMP 170HX steht in einem breiteren Kontext von Hardware-Modifikationen, die darauf abzielen, die Lebensdauer und Leistungsfähigkeit älterer oder spezialisierter GPUs zu erhöhen. In Japan bietet der Shop „AI to GPU Expert“ seit kurzem gezielte Speicher-Upgrades für Endkunden an.

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Für einen Preis von etwa 25 US-Dollar pro Gigabyte können Nutzer dort ihre Hardware aufrüsten lassen. Ein prominentes Beispiel ist die RTX 2080 Ti, deren Speicher von 11 Gigabyte auf 22 Gigabyte GDDR6 erweitert wird.

Dieser Umbau kostet laut Anbieter 45.000 Yen (ca. 282 US-Dollar), wobei die Speicherbandbreite unverändert bei 616 GB/s verbleibt. Vorkonfigurierte, modifizierte Karten werden dort ab 428 US-Dollar angeboten.

Auch namhafte Hersteller wie Asus bewegen sich in diesem Segment. In Japan wurden Angebote für VRAM-Upgrades der RTX 2080 Ti von 11 auf 22 Gigabyte für 19.870 Yen gelistet. Parallel dazu etablieren sich in China ähnliche Lösungen.

Dort vertreiben Anbieter modifizierte Versionen der RTX 3080 mit 20 Gigabyte GDDR6X-Speicher für etwa 3.000 Yuan (rund 445 US-Dollar). Diese Karten werden als kostengünstige Alternativen positioniert, da die Ampere-Architektur weiterhin mit aktuellen Treibern und Funktionen wie DLSS 4.5 unterstützt wird.

Overclocking-Innovationen für die RTX 50-Serie

Während die Modifikationen für ältere Hardware auf Kapazität setzen, fokussieren sich neue Tools für aktuelle High-End-Systeme auf die Maximierung der Bandbreite. Mit dem Update des Overclocking-Tools HYDRA auf die Version 2.3B steht eine Software bereit, die gezielt die neue RTX 50-Serie adressiert.

Das Tool ermöglicht es, die Power-Limits auf bis zu 125 Prozent anzuheben und den Speichertakt auf 36 Gbps zu entsperren, ohne dass ein BIOS-Flash erforderlich ist.

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In einer Demonstration an einer ASUS ROG Astral LC RTX 5090 konnte eine Speicherbandbreite von 2,3 TB/s erreicht werden, was einer Steigerung von 28,5 Prozent entspricht. Dabei stieg die Leistungsaufnahme der RTX 5090 bei einem gesetzten Limit von 105 Prozent bereits auf über 640 Watt. Die Software enthält zudem Funktionen für Rail-Offsets und eine XBAR-Steuerung.

Ein breiter Rollout von HYDRA 2.3B ist für die kommende Woche geplant. Die Entwicklungen verdeutlichen, dass der Bedarf an modifizierter Hardware und erweiterten Kontrollmöglichkeiten über die Werksspezifikationen hinaus sowohl im Gebrauchtmarkt als auch im High-End-Segment stabil bleibt.