Coca-Cola setzt in Knetzgau auf autonome Putzroboter

Coca-Cola automatisiert die Reinigung eines Logistikzentrums mit Robotern, um Personalmangel zu begegnen und Hygienestandards zu sichern. Das Pilotprojekt könnte auf weitere Standorte ausgeweitet werden.

Der Getränkekonzern Coca-Cola Europacific Partners (CCEP) automatisiert die Reinigung seines Logistikzentrums in Unterfranken. Mit autonomen Robotern will das Unternehmen Personalmangel bekämpfen und strengste Hygienevorgaben sicherstellen.

Zwei Roboter-Modelle für den Großraumlager-Einsatz

Seit dieser Woche sind in der 2.000 Quadratmeter großen Lagerhalle in Knetzgau zwei Roboter-Typen im Einsatz: der Gausium Scrubber 75 für die Großflächenreinigung und der kompakte Gausium Beetle für enge Gänge. Die Maschinen arbeiten autonom, vor allem nachts und an Wochenenden. So stören sie den rund um die Uhr laufenden Betrieb mit Gabelstaplern nicht.

„Diese Entkopplung ist entscheidend“, erklärt ein Unternehmenssprecher. Die Reinigung läuft unabhängig vom Logistikfluss. Das Lager in Knetzgau, ein zentraler Drehkreuz für Coca-Cola in Deutschland, fährt einen anspruchsvollen 24/6-Betrieb.

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Antwort auf Fachkräftemangel und Hygienedruck

Hinter dem Schritt steckt eine doppelte Herausforderung, die viele deutsche Industrieunternehmen teilen: ein anhaltender Fachkräftemangel in der Logistik und extrem hohe Hygienestandards in der Lebensmittelbranche.

Durch die Automatisierung der Reinigung können sich die Mitarbeiter auf die Kerntätigkeiten konzentrieren. Die Roboter liefern zudem eine gleichbleibend hohe Reinigungsqualität – unabhängig von Personaleinsatz oder Tagesform. Die Integration übernahm der deutsche Dienstleister mR Mobile Robots GmbH, der für einen reibungslosen Betrieb neben Mensch und Maschine sorgte.

Blaupause für weitere Standorte?

Die Partnerschaft zwischen CCEP, dem Roboterhersteller Gausium und dem Integrator mR Mobile Robots könnte Schule machen. Der Standort Knetzgau dient als Pilotprojekt. Bei Erfolg ist eine Ausweitung auf weitere CCEP-Standorte in Deutschland und Europa denkbar.

„Die Technologie löst reale operative Probleme globaler Marken“, sagt Allen Zhang, Senior Business Director von Gausium für die EMEA-Region. Die sichere Koexistenz von autonomen Robotern, Gabelstaplern und Menschen in der Halle belege das.

Trend: Roboter erobern die Gebäudereinigung

CCEP folgt einem breiten Trend. Im FMCG-Sektor (Fast-Moving Consumer Goods) hält die Automatisierung Einzug in die Gebäudebewirtschaftung. Angesichts des 24/7-Betriebs und knapper Arbeitskräfte rechnet sich die Investition in Serviceroboter immer schneller.

Die in Knetzgau eingesetzten Modelle sind keine einfachen Staubsauger. Sie navigieren „smart“ mit einer Fusion aus LiDAR, Kameras und Sensoren. So erkennen sie Hindernisse wie Paletten oder Stapler und weichen in Echtzeit aus – eine Grundvoraussetzung für den Einsatz im dynamischen Lageralltag.

Blick auf Wasser- und Energieverbrauch

Nun beginnt die Evaluierungsphase. CCEP wird genau prüfen, wie sich der Roboter-Einsatz auf den Verbrauch von Wasser und Energie sowie auf die Personalkosten auswirkt. Positive Daten aus Knetzgau könnten noch 2026 eine europaweite Einführung beschleunigen.

Für die gesamte Logistikbranche ist das Projekt ein Beispiel, wie sich auch bestehende Hallen nachrüsten lassen, ohne den Betrieb zu stören. Zudem helfen die präzise dosierenden Roboter, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen – durch einen reduzierten Einsatz von Wasser und Chemikalien.

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