Hersteller bringen Laptops, Workstations und sogar dedizierte Eingabegeräte auf den Markt, die KI-Aufgaben direkt vor Ort erledigen – ohne Umweg über die Cloud.
OpenAI und Work Louder: Der Codex Micro kommt
OpenAI wagt den Schritt in die Hardware-Welt. Gemeinsam mit dem Hersteller Work Louder bringt das Unternehmen am 15. Juli 2026 den Codex Micro auf den Markt. Das kompakte Makro-Pad richtet sich speziell an Entwickler, die mit dem KI-Agenten Codex arbeiten.
Das Gerät ist ein quadratischer Controller mit 13 mechanischen Tasten, einem Joystick, einem Drehregler und einem Touch-Sensor. Entwickler können damit KI-gestützte Programmierumgebungen taktil steuern. Der Codex Micro unterstützt lokale Inferenz und verbindet sich per Bluetooth Low Energy oder WLAN.
Der Preis steht noch nicht fest. Branchenkenner rechnen mit etwa 199 Euro – das ist das übliche Niveau professioneller Makro-Pads. Dieses Projekt ist übrigens unabhängig von einem größeren Hardware-Vorhaben mit dem ehemaligen Apple-Designer Jony Ive. Dieses soll Ende 2026 vorgestellt werden, Auslieferungen sind für Februar 2027 geplant.
ASUS ExpertBook Ultra: Leicht, leistungsstark, KI-optimiert
Im mobilen Segment setzt ASUS neue Maßstäbe. Der ExpertBook Ultra wiegt nur rund ein Kilogramm und ist gerade einmal 10,9 Millimeter dünn. Das Herzstück: der Intel Core Ultra X9 mit einer integrierten Neural Processing Unit (NPU), die bis zu 50 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS) bewältigt.
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Das 14-Zoll-Display mit 3K-Auflösung und 120 Hertz OLED-Technik ist für anspruchsvolle Kreativarbeit ausgelegt. Der 70-Wh-Akku soll bis zu 26 Stunden durchhalten. ASUS hat zudem umfangreiche Sicherheitsfeatures integriert: NIST SP 800-193-Konformität, Microsoft Pluton und ein selbstheilendes BIOS. Bis zu 64 Gigabyte LPDDR5X-Arbeitsspeicher sind möglich.
Die MyExpert-KI-Suite erledigt lokale Aufgaben wie Transkription und Zusammenfassung. Der Preis liegt bei umgerechnet rund 2.100 Euro.
HP OmniBook Ultra 14: Snapdragon-Konkurrenz
HP zieht mit dem OmniBook Ultra 14 nach. Das KI-Notebook setzt auf Snapdragon X2-Prozessoren und eine Qualcomm Hexagon NPU mit bis zu 80 TOPS. Auch hier sind bis zu 64 Gigabyte Speicher und ein 14-Zoll-OLED-Display an Bord. Preislich liegt das Gerät mit umgerechnet etwa 2.100 Euro auf Augenhöhe mit dem ASUS-Modell.
Kompakte Workstations: Rechenpower für zu Hause
Für anspruchsvolle KI-Entwicklung gibt es nun auch kompakte Workstations. Der GMKtec EVO-X3 startet am 6. Juli 2026 global. Die Mini-Workstation setzt auf die AMD Ryzen AI Max+ 395-Plattform und unterstützt bis zu 128 Gigabyte Unified Memory. Das vertikale Tower-Design mit Dreifach-Lüfter-Kühlung und einem proprietären OpenClaw-Agenten für lokale Inferenz macht sie zur Spezialistin für KI-Workloads wie Rendering und Entwicklung.
Die Konfiguration mit 128 Gigabyte Speicher und 2-Terabyte-SSD kostet rund 3.300 Euro.
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Minix betritt mit dem ER939-AI Pro ebenfalls dieses Segment. Die Workstation nutzt denselben 16-Kern-Prozessor und unterstützt bis zu 128 Gigabyte LPDDR5-8000-Speicher. Besonders beeindruckend: Bis zu 12 Terabyte Speicherplatz und zwei 10-Gigabit-Ethernet-Anschlüsse für Hochgeschwindigkeits-Datenumgebungen. Der Einstiegspreis liegt bei rund 2.900 Euro.
Die Botschaft ist klar: KI verlässt die Cloud und zieht in unsere Geräte ein. Wer lokal rechnen will, hat dafür nun die passende Hardware.

