Conga AiMe: KI-Agent bündelt über 90 Werkzeuge für Geschäftsabläufe

Das Oktober-Release verknüpft mehr als 90 Werkzeuge mit externen KI-Assistenten und erweitert Automatisierung sowie Preisprognosen.

•

Der Softwareanbieter Conga führt mit seiner Produktveröffentlichung für Oktober 2026 die KI-Ebene AiMe für den Bereich kommerzieller Betriebsabläufe ein. Das System bündelt über 90 Werkzeuge sowie 19 spezifische Fähigkeiten in einem zentralen Agenten.

Über eine neu geschaffene Server-Schnittstelle auf Basis des Model Context Protocol werden externe KI-Assistenten wie Microsoft Copilot und Claude direkt angebunden, um Live-Daten aus den operativen Systemen bereitzustellen. Wie das Unternehmen am 14. Oktober 2026 mitteilte, zielen die Erweiterungen auf eine durchgehende Automatisierung von Dokumenten-, Vertrags- und Preisprozessen ab.

Automatisierte Vorlagenerstellung und Beschleunigung im Vertragsmanagement

Im Rahmen der Dokumentenverarbeitung wandelt der AiMe Template Generator herkömmliche Textdokumente zusammen mit strukturierten Geschäftsdaten – beispielsweise aus Salesforce oder JSON-Quellen – eigenständig in dynamische Vorlagen um. Die Software ordnet entsprechende Platzhalter und Datenfelder automatisiert zu.

Zur Unterstützung der Anwender bietet das System ein Dokumenten-Merge-Interface mit vorgefertigten Komponenten für Salesforce, das schrittweise auch für die Advantage-Plattform bereitgestellt werden soll. Ein geführter Assistent ermöglicht die Bereitstellung ohne tiefgehendes technisches Spezialwissen.

Anzeige

Moderne Automatisierung im Vertragsmanagement erfordert stets auch die Einhaltung aktueller Compliance-Standards wie der neuen EU-KI-Verordnung. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet einen kompakten Überblick über alle Anforderungen, Pflichten und Fristen des EU AI Acts für Unternehmen. EU AI Act in 5 Schritten verstehen

Zudem versenden Schnittstellen-Benachrichtigungen Statusmeldungen per Webhook bei erfolgreicher oder fehlerhafter Dokumentenzusammenführung. Conga verweist dabei auf Erhebungen der Harvard Business Review, wonach Wissensarbeiter rund 41 Prozent ihres Arbeitstages mit wenig erfüllenden Aufgaben verbringen.

Im Bereich des Vertragsmanagements verkürzen neue Funktionen die Einrichtung und Bearbeitung erheblich. Klauselbibliotheken lassen sich laut Unternehmensangaben in Stunden statt in Wochen aufbauen. Ein vereinfachtes Setup richtet eine betriebsbereite Vertragsmanagement-Umgebung ebenfalls innerhalb von Stunden ein.

Ergänzend unterstützen KI-gestützte Werkzeuge beim Überarbeiten und Vergleichen von Vertragstexten, bei der vertragsweiten Suche sowie bei der Überprüfung von Compliance-Vorgaben hinsichtlich Datenschutzstandards wie DSGVO und HIPAA oder internationaler Sanktionslisten. Verträge wie Vertraulichkeitsvereinbarungen ließen sich damit in Minuten statt Tagen erstellen.

Preisoptimierung, Integrationen und globale Ausrichtung

Für Preisgestaltung und Angebotserstellung (CPQ) enthält das Release ein abgestimmtes Preismanagement auf Geschäftsabschlussebene, um Margen bei komplexen Angeboten zu schützen, flankiert von Echtzeit-Rückvergütungen. Im Modul zur Preisoptimierung kommen Zeitreihenprognosen zum Einsatz, die Vorhersagen für Nachfrage, Kosten, Umsatz, Volumen, Kapazität und Auslastung liefern.

Anzeige

Wer im internationalen Geschäftsverkehr Compliance-Vorgaben einhalten muss, sollte seine Partner systematisch gegen globale Sanktionslisten prüfen. Dieser Gratis-Ratgeber zeigt Schritt für Schritt, wie Sie ein korrektes und rechtssicheres Sanktionslistenscreening in Ihrem Unternehmen umsetzen. Sanktionslistenprüfung rechtssicher automatisieren

Auf technischer Ebene umfasst die Plattformaktualisierung Partnerschaften und Systemanbindungen. Neben einer Kooperation mit GC AI bindet ein neuer Konnektor das Beschaffungssystem SAP Ariba an, wodurch Beschaffungszuschläge automatisch in Vertragserstellungen überführt werden können.

Ein angeschlossenes Lieferantenportal übernimmt automatische Prüfungen gegen Sanktionslisten der Vereinten Nationen und der US-Behörde OFAC sowie die Bearbeitung von Vertragsänderungen.

Über den MCP-Server verbindet Conga neben Microsoft Copilot und Claude auch die Plattform Agentforce. Conga zählt nach eigenen Angaben mehr als 10.000 Kunden, darunter über 50 Prozent der Fortune-100-Unternehmen. Sämtliche vorgestellten Funktionen des Releases stehen im Oktober allgemein zur Verfügung.