Cooler Master bringt mit dem Aquagate MAX Retro Mini ein externes Kühlsystem für KI-Workstations auf den Markt. Das Gerät kann bis zu 2.500 Watt Wärme abführen und richtet sich an Profis mit extremen Kühlanforderungen.
„Mini“ im Namen, Riese auf dem Schreibtisch
Mit dem Zusatz „Mini“ wird hier ein ironischer Understatement betrieben. Das Gerät ist alles andere als klein: Es misst etwa 25,5 x 25,5 x 49,7 Zentimeter und bringt stolze 32 Liter Volumen auf die Waage. Das Gewicht liegt je nach Konfiguration zwischen 12 und 18 Kilogramm. Der „Mini“-Vergleich bezieht sich wohl eher auf die noch größeren Rack-Lösungen des Herstellers für Rechenzentren.
Seit August 2024 gelten neue Regeln für KI‑Systeme – und viele Unternehmen unterschätzen die Konsequenzen. Die EU‑KI‑Verordnung verlangt Kennzeichnungspflichten, Risikoklassifizierung und umfassende Dokumentation, die auch Betreiber lokaler Workstations betreffen können. Unser kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt kompakt, welche Pflichten für Entwickler, Anbieter und Nutzer von lokalen KI‑Systemen gelten, worauf Prüfer achten und wie Sie Bußgelder vermeiden. Gerade Anwender, die große Modelle lokal betreiben, sollten jetzt prüfen, wie sie ihre Systeme richtig klassifizieren und dokumentieren. KI‑Verordnung-Leitfaden kostenlos herunterladen
Das Aquagate MAX füllt eine Marktlücke zwischen handelsüblichen All-in-One-Wasserkühlern für Gamer und professionellen Serverlösungen. Seine Kühlleistung von 900 bis 2.500 Watt ist für Systeme ausgelegt, die mit Hochleistungs-GPUs von NVIDIA oder übertakteten Highend-Prozessoren arbeiten. Herkömmliche interne Kühlkreisläufe wären hier hoffnungslos überfordert.
Modular und skalierbar für Profi-Anwender
Für den professionellen Einsatz ist Modularität entscheidend. Das System unterstützt verschiedene Radiatorgrößen – 240, 280 oder 360 Millimeter – und kann an die räumlichen Gegebenheiten angepasst werden. Noch wichtiger: Mehrere Aquagate MAX-Einheiten lassen sich hintereinander oder parallel schalten.
Diese Skalierbarkeit ist ein Schlüsselmerkmal. Forschungslabore oder Ingenieurbüros können so ihre Kühlkapazität schrittweise erweitern, wenn sie weitere Rechenknoten hinzufügen. Für die Wartung des komplexen Systems hat Cooler Master zudem das Mini-Charge Tool im Angebot. Dieses beschleunigt das Nachfüllen der Kühlflüssigkeit erheblich und spricht Anwender an, für die maximale Betriebszeit und Servicefreundlichkeit Priorität haben.
Nostalgie-Branding trifft KI-Hardware-Boom
Die Wiederbelebung des alten Markennamens „Aquagate“ ist ein cleverer Marketing-Schachzug. Cooler Master spricht damit erfahrene PC-Enthusiasten an, die heute in Berufen mit rechenintensiven Aufgaben arbeiten. Der Zeitpunkt der Vorstellung könnte kaum passender sein.
Denn der Bedarf an lokaler KI-Verarbeitung explodiert. Wenn große Sprachmodelle und generative KI nicht mehr nur in der Cloud, sondern auch auf lokalen Workstations laufen, steigt die Wärmeentwicklung in den Gehäusen dramatisch. Herkömmliche Kühler kommen hier schnell an ihre Grenzen. Das Aquagate MAX löst dieses Problem, indem es den Wärmeaustausch aus dem PC-Gehäuse auslagert – dorthin, wo Luftstrom und Radiatorfläche nicht durch die Gehäusegröße begrenzt sind.
Marktpositionierung und Ausblick
Cooler Master betritt mit diesem Produkt eine Nische für sogenannte „Prosumer“, die bisher vor allem von spezialisierten Boutique-Herstellern bedient wurde. Der Einstieg eines großen Mainstream-Peripherieherstellers unterstreicht das Wachstum dieses Segments.
Der genaue Preis und das Verfügbarkeitsdatum sind noch nicht bekannt. Angesichts der Spezifikationen und des industriellen Anspruchs wird mit einem Premium-Preis gerechnet. Klar ist: Steigt die Verlustleistung der nächsten Chip-Generationen weiter, könnte die Auslagerung der Kühlung zum Standard für Highend-Workstations werden. Das PC-Gehäuse würde dann wieder reiner Komponententräger, während das thermische Management zu einem eigenständigen Gerät wird. Die Frage bleibt: Überwiegen für Anwender die Leistungsvorteile dieses 32-Liter-Kolosses den logistischen Aufwand auf dem Schreibtisch?
PS: Lokale KI‑Workstations profitieren oft von einem stabilen Linux‑Setup, um Hochleistungs‑GPUs zuverlässig zu betreiben. Das kostenlose Linux‑Startpaket enthält eine Ubuntu‑Vollversion plus Schritt‑für‑Schritt‑Anleitung – ideal, um Treiber korrekt zu installieren, CUDA/OpenCL einzurichten und die Stabilität bei langen Trainingsläufen zu erhöhen. Holen Sie sich das Paket, wenn Sie Ihre Workstation performant und sicher für KI‑Workloads vorbereiten wollen. Jetzt kostenloses Linux‑Startpaket sichern





