Cooler Master revolutioniert Wasserkühlung mit quadratischem 2000W-Riesen

Cooler Master präsentiert ein Konzept für einen All-in-One-Wasserkühler mit quadratischem Radiator, der bis zu 2000 Watt Wärme abführen kann und durch große Lüfter für mehr Leistung bei weniger Lärm sorgt.

Cooler Master stellt mit einem quadratischen 360-mm-Radiator die gesamte AIO-Branche auf den Kopf. Das Konzeptgerät soll bis zu 2000 Watt Wärme abführen – genug für die heißesten Server-CPUs.

Der taiwanesische Hardware-Hersteller hat auf einer Veranstaltung im chinesischen Huizhou einen völlig neuartigen All-in-One-Wasserkühler enthüllt. Statt des seit über einem Jahrzehnt üblichen langen, rechteckigen Radiators setzt das „360x360mm“-Konzept auf eine quadratische Form. Vier große 180-mm-Lüfter in einer 2×2-Anordnung ersetzen die typische Dreierreihe 120-mm-Lüfter.

Quadratischer Radiator bricht mit allem

Die Abmessungen von 360 mal 360 Millimetern sind eine klare Kampfansage an etablierte Standards. „Die größere Oberfläche ermöglicht einen deutlich effizienteren Wärmeaustausch“, erklärt ein Cooler-Master-Ingenieur. Der Clou: Die großen 180-mm-Lüfter sollen bei niedrigerer Drehzahl mehr Luftvolumen bewegen als ihre kleineren Pendants.

Das Ergebnis ist nicht nur mehr Kühlleistung, sondern auch weniger Lärm. Cooler Master gibt eine Reduktion von Tieffrequenzgeräuschen um bis zu 20 Prozent an – ein entscheidender Vorteil für leise Arbeitsplatzrechner und Studios.

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2000 Watt: Kühlkraft für die nächste Chip-Generation

Die spektakuläre Angabe der thermischen Verlustleistung (TDP) von 2000 Watt setzt neue Maßstäbe. Zum Vergleich: Aktuelle High-End-Desktop-Prozessoren wie AMDs Threadripper oder Intels Xeon W kommen auf 350 bis 400 Watt unter Volllast.

„Diese Kühlleistung zielt klar auf Mehrsockel-Systeme, übertaktete HEDT-Rechner und spezielle Server-Racks ab“, analysiert Marktbeobachterin Lena Berg von der Hardware-Plattform „Tech Insights“. Der Trend zu immer heißeren Chips für KI-Berechnungen und Rendering treibe die Entwicklung voran.

Passend nur für Riesen-Gehäuse

Doch der Riesen-Radiator hat einen Haken: Er passt in kaum ein handelsübliches PC-Gehäuse. Die meisten Mid- und Full-Tower sind auf lange, schmale Kühler ausgelegt. Cooler Master demonstrierte das System daher in einem eigenen COSMOS-Chassis, einer Baureihe für übergroße Premium-Builds.

„Das unterstreicht den Nischen-Charakter“, so Berg. „Dieses Produkt ist für professionelle Systemintegratoren und Enthusiasten gedacht, nicht für den Durchschnittsgamer.“

Neue Richtung für die gesamte Branche

Die Innovation könnte langfristig Gehäusedesigns verändern. Bisher bedeutete mehr Kühlleistung meist längere oder dickere Radiatoren. Der quadratische Ansatz verdoppelt die Oberfläche eines 360-mm-Kühlers, ohne dass das Gehäuse über einen halben Meter hoch sein muss.

„Wenn sich quadratische Radiatoren bei den nächsten Chip-Generationen durchsetzen, werden Gehäusehersteller nachziehen“, prognostiziert Berg. Der Trend zu größeren Lüftern sei ohnehin im Kommen, wie bereits im Server-Bereich bei KI-Trainingssystemen zu sehen.

Wann kommt der Super-Kühler in den Westen?

Aktuell handelt es sich noch um ein Konzeptgerät. Cooler Master hat weder einen endgültigen Preis noch ein konkretes Veröffentlichungsdatum für westliche Märkte genannt. Der gezeigte Prototyp wirkte jedoch ausgereift.

Beobachter rechnen mit weiteren Details zur Messe Computex im Juni 2026. Im Massenmarkt dürfte der Kühler dann im Preissegment einfacher Custom-Watercooling-Lösungen landen. Eines ist schon jetzt klar: Cooler Master hat bewiesen, dass selbst in einem etablierten Markt wie der Wasserkühlung noch radikale Innovationen möglich sind.

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