Der Analyst Brad Reback vom Investmenthaus Stifel hat sein Kursziel für die Microsoft-Aktie (MSFT) deutlich angehoben. Wie die Fachportale gurufocus.com und tipranks.com berichteten, erhöhte Reback das Ziel von 450 auf 530 US-Dollar – ein Plus von rund 18 Prozent. Am bestehenden Neutral- beziehungsweise Hold-Rating hielt der Analyst jedoch fest.
Copilot auf Augenhöhe mit etablierten Produkten
Zentrales Argument für die Anhebung ist laut Reback die Entwicklung von Microsofts KI-Assistenten Copilot. Die wöchentliche aktive Nutzung des Dienstes bewege sich mittlerweile auf einem Niveau, das mit etablierten Produkten wie Outlook und Teams vergleichbar sei.
Zudem verweist der Analyst auf Premium-Upgrades der Kunden auf Lizenzstufen wie E5, Copilot und E7, die den durchschnittlichen Umsatz pro Nutzer (ARPU) steigern würden. Auch bei Azure erwartet Stifel weitere Effizienzgewinne.
Die Aktie selbst reagierte zuletzt uneinheitlich: Laut einem Bericht von blockonomi.com fiel der Kurs zeitweise auf 500,04 US-Dollar, ein Rückgang von 1,98 Prozent. Andere Quellen nennen einen Kurs von 500,56 US-Dollar.
Weitere Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial
Die Stifel-Anhebung reiht sich in eine Serie optimistischer Einschätzungen von Wall-Street-Häusern ein. Morgan Stanley bestätigte ein Buy-Rating mit einem Kursziel von 600 US-Dollar.
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Auch Citi empfiehlt Microsoft zum Kauf und nennt ein Zwölfmonatsziel von 600 US-Dollar, was einem Potenzial von 19,9 Prozent entspräche. JPMorgan geht noch weiter und veranschlagt bis Dezember 2027 ein Kursziel von 625 US-Dollar, basierend auf dem 24-fachen des für 2028 erwarteten Gewinns je Aktie von 26,05 US-Dollar.
Der Analysten-Konsens liegt laut tipranks.com bei einem durchschnittlichen Kursziel zwischen 568 und 571 US-Dollar bei einer Einstufung als „Strong Buy“. Bloomberglinea.com beziffert den Konsens auf 573,71 US-Dollar mit einem Anteil von 94,4 Prozent Kaufempfehlungen unter den Analysten. Als mittelfristigen Werttreiber nennen mehrere Häuser die Umsatzchance durch Copilot, die je nach Schätzung zwischen 24 und 41 Milliarden US-Dollar liegen könnte.
Geschäftszahlen und Cloud-Wachstum als Hintergrund
Die optimistischen Einschätzungen stützen sich unter anderem auf die zuletzt vorgelegten Quartalszahlen des Konzerns. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Microsoft laut blockonomi.com einen Umsatz von 90 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 18 Prozent, sowie ein Nettoeinkommen von 35,8 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um 31 Prozent.
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Die Cloud-Sparte Azure wuchs demnach um 43 Prozent, zudem kamen 31 neue Rechenzentren hinzu. Zum Vergleich: Der Konkurrent AWS von Amazon wuchs laut longbridge.com um 37 Prozent auf 42,2 Milliarden US-Dollar, während Alphabets Cloud-Sparte ein Wachstum von 82 Prozent verzeichnete. Bei M365 Copilot zählte Microsoft laut nevada-sentinel.com mittlerweile mehr als 30 Millionen zahlende Nutzer.
Parallel zu den positiven Analysteneinschätzungen wurde bekannt, dass Microsoft-CEO Satya Nadella Aktien im Wert von 43 Millionen US-Dollar über einen sogenannten 10b5-1-Plan verkauft hat. Solche automatisierten Verkaufspläne werden im Voraus festgelegt und gelten als übliches Instrument für Führungskräfte, um Insiderhandelsvorwürfe zu vermeiden.

