Microsoft erweitert Copilot in Microsoft 365 um kontextbewusste, proaktive Assistenz.
Die Roadmap-Aktualisierung vom 12. Februar 2026 zeigt, wie Copilot künftig stärker in Arbeitsabläufe integriert wird. Die Updates zielen darauf ab, Prozesse zu beschleunigen und Unternehmensdaten besser nutzbar zu machen. Für Deutschland und die EU bedeuten sie mehr Transparenz, Sicherheit und Skalierbarkeit in der digitalen Arbeitswelt. Die Rollouts starten voraussichtlich im März 2026.
Meetings und Mails mit Kontext
In Microsoft Teams erhält Copilot eine umfassendere Meeting-Zusammenfassung: Inhalte, die am Bildschirm gezeigt wurden, fließen künftig in die AI-Generierung ein. So bleiben auch ungesprochene Details im Protokoll erhalten. In Outlook hilft Copilot dabei, wichtige E-Mails und Aufgaben proaktiv hervorzuheben und das gesamte Postfach sowie den Kalender in die Analyse einzubeziehen. Ergänzend bleibt der Ein-Klick-Button zum sofortigen Zusammenfassen der aktuell gelesenen E-Mail verfügbar.
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Wissensbasis und Verbindungen
Eine neue Funktion namens Listen in Context IQ richtet Prompts auf konkrete SharePoint-Listen aus, damit Copilot auf strukturierte Geschäftsdaten zugreifen kann. Die Erweiterung des Verbindungs-Ökosystems ermöglicht dem Copilot den Zugriff auf externe Plattformen wie Dropbox und GitHub, um Informationen zu integrieren und Datenquellen zu vernetzen. Darüber hinaus wird der Nutzen der KI für Recherche und Analyse durch die Fähigkeit erhöht, Inhalte aus verschiedenen Quellen zu sichten und zusammenzuführen.
Edge-Integration: Kontext aus vielen Tabs
Eine Edge-Integration erlaubt dem Copilot-Chat, kontextbezogene Fragen zu Inhalten zu beantworten, die über mehrere geöffnete Tabs verteilt sind. Damit kann der Nutzer Informationen aus unterschiedlichen Seiten zusammenführen, ohne manuell Inhalte kopieren zu müssen. Das stärkt die nahtlose Einbindung von KI in den Arbeitsfluss.
Unternehmens-Governance und Agenten-Modus
Für Unternehmen gibt es im Microsoft 365 Admin Center ein neues Copilot Readiness Package: Es analysiert Konfiguration, Berechtigungen und Datensicherheit, identifiziert Schwachstellen und gibt Empfehlungen für eine sichere Einführung. Parallel gewinnt der als „Agenten-Modus“ bezeichnete Ansatz an Bedeutung: In Word, Excel und PowerPoint soll die KI komplexe, mehrstufige Aufgaben eigenständig unterstützen und transparent arbeiten. Dazu passt der Fokus auf Governance-Tools wie Microsoft Purview, um Sicherheit und Compliance auch in größeren Organisationen zu gewährleisten.
Wettbewerb und Ausblick
Analysten sehen den Konkurrenzdruck im KI-Produktivitätssegment, insbesondere gegenüber Google Gemini, das in Workspace-Apps integriert wird. Doch Microsoft setzt weiterhin auf tiefe, native Integration in Office-Anwendungen – ein Ansatz, der vor allem für Unternehmen attraktiv ist, die bereits auf das Microsoft-Ökosystem setzen. Für deutsche Unternehmen bedeuten die Neuerungen eine stärkere Zentralisierung von Daten und Prozessen, begleitet von deutlich verbesserten Governance- und Sicherheitsoptionen.
Der Rollout beginnt im März 2026 und wird schrittweise ausgerollt. In den kommenden Monaten dürfte Copilot immer stärker zu einem kontextbewussten, agentenfähigen Begleiter im Arbeitsalltag werden – mit klaren Regeln für Transparenz und Datenkontrolle. Wie reagieren SAP, Telekom und andere DAX-Unternehmen auf diese Entwicklung? Die nächsten Monate dürften zeigen, wie schnell sich KI-gestützte Produktivität in der Praxis etabliert.





