000 Copilot-Lizenzen erworben – jeder der drei Konzerne überschritt die Marke von 100.000. Damit hat sich die Nutzung von Microsofts KI-Assistenten in Indien seit Dezember 2025 verdoppelt.
Die drei Unternehmen beschäftigen insgesamt rund 1,15 Millionen Menschen. Gut ein Viertel von ihnen arbeitet inzwischen mit dem KI-Tool. Microsoft India sieht in der Region einen globalen Maßstab für die Skalierung von Künstlicher Intelligenz – Indien zählt zu den am schnellsten wachsenden Märkten für die Copilot-Plattform.
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Hohe Akzeptanz und messbare Produktivität
Die internen Zahlen der Konzerne sprechen eine deutliche Sprache: Bei Infosys liegt die monatliche Nutzungsrate bei beeindruckenden 91 Prozent. Wipro verzeichnet monatlich 7,5 Millionen Anfragen (Prompts) und setzt über 29.000 KI-Agenten ein. Der Effekt: Einsparungen von mehr als 250.000 Vollzeitäquivalenten pro Quartal.
TCS meldet eine tägliche Nutzungsrate von 86 Prozent unter den lizenzierten Mitarbeitern. Die Produktivitätssteigerung liegt zwischen 20 und 25 Prozent. Kein Wunder also, dass die indischen IT-Dienstleister – die 2025 einen Umsatz von über 60 Milliarden Dollar erzielten – generative KI als Schlüssel zur Differenzierung und für neue Einnahmequellen sehen.
Milliarden-Investitionen in die Infrastruktur
Microsoft untermauert den Vorstoß mit einem massiven Investitionsplan: 17,5 Milliarden Dollar fließen über vier Jahre nach Indien. Ein neues Rechenzentrum in Hyderabad soll bereits im nächsten Quartal ans Netz gehen.
Die Infrastruktur im Land wächst rasant. Laut einer aktuellen Studie von Knight Frank India überstieg die aktive Rechenzentrumskapazität Ende 2025 die Marke von 1,6 Gigawatt. Allein 2024 wurden 348 Megawatt für KI-bezogene Colocation-Verträge angemietet. Mumbai beherbergt inzwischen fast die Hälfte der gesamten nationalen Kapazität.
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Anthropic erweitert KI-Zugang für Cybersicherheit
Ebenfalls am heutigen Mittwoch gab das KI-Unternehmen Anthropic bekannt, sein Claude-Mythos-Modell in 15 weitere Länder zu bringen – darunter auch Indien. Das Modell ist Teil des Projekts Glasswing und speziell auf Cybersicherheit ausgerichtet. Es soll Schwachstellen in Software aufspüren.
Anthropic hat im Februar 2026 ein Büro in Bengaluru eröffnet. Indien ist inzwischen der zweitgrößte Markt für die Claude-Modelle. Unternehmen in der Testphase von Mythos haben bereits über 10.000 kritische Softwarefehler identifiziert. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Indische Regierungsvertreter warnten zuletzt Finanzinstitute vor hochentwickelten KI-gestützten Cyberangriffen.
Startups treiben Innovation voran
Die Dynamik beschränkt sich nicht auf die Großkonzerne. SAP Labs India hat diese Woche seinen 2026er Startup-Studio-Jahrgang vorgestellt: 16 Startups arbeiten an Deep-Tech-Themen wie Robotik, Quantensicherheit und sogenannter agentischer KI.
Analysten von BofA Securities rechnen damit, dass KI zwar traditionelle Arbeitsabläufe automatisieren wird, aber gleichzeitig den Gesamtmarkt für IT-Dienstleistungen vergrößert. Einige Marktbeobachter warnen jedoch vor einem Effizienzparadoxon: Die massiven Produktivitätsgewinne könnten in den kommenden Jahren die traditionellen abrechnungsbasierten Modelle unter Druck setzen.

