Ab sofort stehen die Copilot-Funktionen auch auf Smartphones zur Verfügung, während ein Groß-Update die Arbeitsgeschwindigkeit deutlich erhöht. Gleichzeitig arbeitet Microsoft an einer zentralen Anwendung, die alle KI-Tools vereinen soll.
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Copilot erobert das Smartphone
Seit dem 1. Juni 2026 ist die Copilot Cowork-Funktion auch auf iPhones und Android-Geräten verfügbar. Der KI-Agent, der über das Frontier-Programm zugänglich ist, kann eigenständig Aufgaben delegieren, Projektfortschritte überwachen und Ergebnisse prüfen. Die mobile Version arbeitet mit zahlreichen Plattformen zusammen – darunter Power BI, Dynamics 365, HubSpot, Moody’s und Notion.
Nur einen Tag zuvor hatte Microsoft das Kernprodukt Copilot für Microsoft 365 grundlegend überarbeitet. Die Ladegeschwindigkeit hat sich verdoppelt, die Antwortzeiten bei komplexen Anfragen verbesserten sich um zehn Prozent. Zudem wurde die Benutzeroberfläche optimiert: Das Texteingabefeld fungiert nun als aufgabenorientierter Arbeitsbereich, und der Copilot-Button lässt sich direkt in die Menüleiste integrieren.
Die Super-App für alle KI-Dienste
Um das wachsende Angebot zu bündeln, entwickelt Microsoft eine einheitliche Anwendung. Sie soll Copilot Chat, GitHub Copilot, Cowork und Autopilot in einer Oberfläche zusammenführen. Das Projekt unter der Leitung von Jacob Andreou ist für Spätsommer 2026 geplant.
Der Schritt zielt auf die derzeit noch verhaltene Nutzung ab. Branchenberichten zufolge setzen lediglich 4,5 Prozent der 450 Millionen Microsoft-365-Nutzer die KI-Funktionen aktiv ein. Mit der vereinfachten Bedienung hofft der Konzern auf eine breitere Akzeptanz in Unternehmen.
Neues Abrechnungsmodell für Entwickler
Seit dem 1. Juni gilt für GitHub Copilot ein verbrauchsabhängiges Preismodell. Die monatlichen Basispreise bleiben mit zehn Euro für die Pro-Version und bis zu 39 Euro für Unternehmen stabil. Allerdings wurden die Premium-Anfragen durch sogenannte GitHub AI Credits ersetzt, die nach Token-Verbrauch abgerechnet werden. Das bedeutet: Vielnutzer zahlen künftig leistungsabhängig.
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KI spart Unternehmen Zeit
Die University of South Florida liefert konkrete Zahlen zum Nutzen der Tools. Nach der Einführung eines Studentenprogramms zur Unterstützung der Mitarbeiter meldete die Hochschule Zeitersparnisse von 55 bis 60 Prozent bei bestimmten Aufgaben. IT-Chef Sidney Fernandes betonte, die Initiative verändere die Unternehmenskultur grundlegend – KI werde zunehmend als Beschleuniger für Berichte und andere Arbeiten verstanden.
Lokale KI: Nvidia-Chip für den PC
Parallel zur Software-Offensive gibt es Neues von der Hardware-Front. Auf der Computex-Messe in Taipeh stellte Nvidia den RTX Spark-Chip vor, der gemeinsam mit Microsoft und MediaTek entwickelt wurde. Der Prozessor kombiniert eine Blackwell-RTX-Grafikeinheit mit 128 Gigabyte Arbeitsspeicher und kann KI-Agenten direkt auf dem Rechner ausführen.
Zum Einsatz kommt der chip im neuen Surface Laptop Ultra, einem Hochleistungsgerät mit Windows on Arm. Die Markteinführung ist für Herbst 2026 geplant. Die lokale Verarbeitung soll komplexe KI-Aufgaben ermöglichen, ohne auf Cloud-Dienste angewiesen zu sein.
Die Ankündigungen fallen zeitlich mit der Microsoft Build 2026 zusammen, die am 2. Juni in San Francisco beginnt. Die Entwicklerkonferenz dürfte ganz im Zeichen von KI-Agenten, lokaler Verarbeitung und der nächsten Generation von Copilot-Workflows stehen.

