Copilot Cowork startet: KI-Agent bearbeitete 2 Millionen Aufgaben

Microsoft integriert KI-gestützte Designvorschläge und Echtzeit-Empfehlungen in PowerPoint. Der Copilot Cowork-Agent bearbeitete über zwei Millionen Aufgaben.

Der Softwarekonzern bringt automatische Designvorschläge und Echtzeit-Empfehlungen in sein Präsentationsprogramm.

Microsoft hat am 18. Juni 2026 eine Reihe neuer KI-Funktionen für PowerPoint vorgestellt. Im Mittelpunkt steht das Tool Design Ideas, das automatisch Layout-Vorschläge generiert. Hinzu kommen Echtzeit-Inhaltsempfehlungen, die die Überzeugungskraft von Präsentationen verbessern sollen.

Die Neuerungen sind Teil einer umfassenden KI-Offensive. Bereits zwei Tage zuvor hatte Microsoft die allgemeine Verfügbarkeit von Copilot Cowork bekanntgegeben – einem KI-Agenten für asynchrone Aufgaben in Microsoft 365. Der weltweite Zugriff auf die Plattform startete am 19. Juni 2026.

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KI-Assistent für komplexe Büroaufgaben

Copilot Cowork entstand in Zusammenarbeit mit dem KI-Unternehmen Anthropic. Der Assistent übernimmt administrative Tätigkeiten wie die Erstellung von Berichten. In der Testphase bearbeitete das System über zwei Millionen Aufgaben mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 18 Minuten.

Microsoft setzt auf ein gestaffeltes Guthabensystem: Einfache Aufträge kosten zwischen 5 und 10 Credits, komplexere Vorgänge bis zu 100 Credits. Hinter der Plattform arbeiten mehrere Hochleistungsmodelle, darunter Anthropics Opus 4.8 und Sonnet 4.6 sowie GPT 5.5.

Bereits mehr als die Hälfte der Fortune-500-Unternehmen nutzt Copilot Cowork. Neun Plugins von Partnern wie Monday.com, Miro und Moody’s stehen zum Start bereit.

Parallel zu den PowerPoint-Updates erweiterte Microsoft die öffentliche Vorschau von Copilot in SharePoint. Nutzer können damit Websites erstellen, Inhalte organisieren und Listen per Sprachbefehl generieren.

Vom Start-up zum KI-Vorreiter

Die aktuellen KI-Funktionen sind der jüngste Meilenstein in einer Entwicklung, die 1987 begann. Damals entwickelten Robert Gaskins und Dennis Austin bei Forethought die erste PowerPoint-Version. Microsoft kaufte das Unternehmen für 14 Millionen Dollar und integrierte die Software in den 1990er-Jahren in die Office-Suite.

Wichtige Etappen folgten: Zwischen 1997 und 2003 hielten benutzerdefinierte Animationen Einzug, 2007 kamen das Ribbon-Interface und das .pptx-Format. Seit 2017 erstellt PowerPoint automatische Bildbeschreibungen für sehbehinderte Nutzer.

Aktuell hat Microsoft zudem die Versionsverwaltung in OneDrive und SharePoint verbessert. Nutzer können versehentlich überschriebene oder gelöschte Inhalte direkt über das Dateimenü wiederherstellen.

Wettbewerb und Preise

Der Markt für Präsentationssoftware wird zunehmend umkämpfter. Microsoft 365 Copilot kostet rund 18 Dollar pro Nutzer und Monat. Alternativen wie Plus AI und SlideSpeak bieten andere Preismodelle für die Umwandlung von Dokumenten in Präsentationen.

Ab Juli 2026 starten professionelle Schulungen für PowerPoint, die sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene ansprechen.

Nicht alles läuft reibungslos: Am 18. Juni räumte Microsoft ein, dass die dedizierte Copilot-Taste auf Windows-11-Tastaturen die Produktivität beeinträchtigen kann – durch Konflikte mit Tastenkombinationen. Das Unternehmen bietet nun Umbelegungsoptionen in den Systemeinstellungen an.

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CEO warnt vor KI-Monopolen

Microsoft-CEO Satya Nadella warnte am 14. Juni in einem Essay vor den Risiken eines KI-Monopols. Er befürchtet, dass sich der wirtschaftliche Wert auf wenige KI-Modelle konzentrieren könnte. Stabiles Wachstum setze voraus, dass Unternehmen eigene KI-Fähigkeiten aufbauen, anstatt sich nur auf externe Anbieter zu verlassen.

Für Windows 11 steht das Update 26H2 bevor. Es wird im Herbst 2026 per Aktivierungspaket ausgeliefert. Der Support beträgt 24 Monate für Home- und Pro-Nutzer, 36 Monate für Enterprise- und Education-Editionen.