Copilot Cowork startet: Microsoft automatisiert Outlook, Teams, Word

Microsoft startet Copilot Cowork, während ONLYOFFICE und Zoom KI-Funktionen für Dokumente und Meetings vorstellen.

Die digitale Arbeitswelt erlebt einen weiteren Schub: Gleich mehrere Anbieter bringen KI-gesteuerte Assistenten auf den Markt, die Dokumente selbstständig erstellen und Arbeitsabläufe automatisieren.

Am heutigen Dienstag hat Microsoft mit der allgemeinen Verfügbarkeit von Copilot Cowork einen Meilenstein erreicht. Der KI-Assistent übernimmt langwierige, mehrstufige Aufgaben in Outlook, Teams, Word, Excel und PowerPoint. Das System nutzt dabei modernste Sprachmodelle, darunter GPT-5.5 und Anthropics Opus 4.8. Branchenkreisen zufolge setzen bereits über 50 Prozent der Fortune-500-Unternehmen auf diese Werkzeuge. Microsoft stellt die Nutzung nun auf ein kreditbasiertes Abrechnungsmodell um.

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Word 2026 mit neuen Funktionen

Die Kernanwendung Word 2026 hat ebenfalls umfassende Updates erhalten. Hyperlinks lassen sich künftig per einfachem Einfügebefehl automatisch setzen. Bilder erhalten automatisch generierte Alternativtexte. Ein eigener Registerreiter für Kopf- und Fußzeilen erleichtert die Arbeit. Für juristische und technische Fachleute hat Microsoft spezielle Zeilennummerierungsfunktionen integriert.

Bereits am 14. Juni brachte Anthropic Claude als offizielles Add-in für Microsoft 365 heraus. Nutzer können damit direkt in Word und Excel Fakten prüfen, Texte bearbeiten und Formeln analysieren.

ONLYOFFICE und Zoom ziehen nach

Auch alternative Büroanbieter rüsten auf. ONLYOFFICE veröffentlichte gestern DocSpace 3.7. Die neue Version erzeugt DOCX-Dateien, PDF-Formulare und PPTX-Präsentationen direkt über eine KI-Chat-Oberfläche. 25 neue Folien-Designs und 20 neue Übergänge für Präsentationen sind ebenfalls an Bord. Ein „Dark Document Mode“ schont die Augen. Aus Sicherheitsgründen können Administratoren externe Links unterbinden und Einladungslinks mit Gültigkeitsdauer versehen.

Zoom betritt mit seiner AI Productivity Suite das Feld der Dokumentenbearbeitung. Für zehn Euro pro Monat und Nutzer im ZoomMate-Abonnement gibt es Canvas, Slides, Sheets und Paper. Die Plattform generiert Inhalte aus dem Meeting-Kontext und bleibt voll kompatibel mit den Standardformaten .docx, .xlsx und .pptx.

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Asana setzt auf KI-Teamkollegen

Asana hat heute seine AI Teammates und die Dash-Plattform gestartet. Das Unternehmen verweist auf eine massive Produktivitätslücke: Nur 14 Prozent der Organisationen in Australien hätten KI erfolgreich skaliert. Die neue Plattform, die mit Gmail und Slack zusammenarbeitet, soll diese Lücke schließen. Erste Anwender wie FedEx berichten von einer Verneunfachung der Arbeitsgeschwindigkeit.

Microsoft brachte Mitte Juni zudem den Planner Agent für Copilot heraus. Eine „Draft-Safe“-Funktion stellt sicher, dass KI-generierte Projektpläne privat bleiben, bis der Nutzer sie freigibt. Der weltweite Rollout soll bis Ende Juli abgeschlossen sein.

Zeiterfassung wird intelligenter

Gleich mehrere Anbieter haben ihre Tracking-Software aktualisiert:

  • actiTIME führte gestern live-visuelle Fortschrittsanzeigen für Projektzeitpläne ein.
  • WebWork Time Tracker startete heute ein Update mit GPS-Tracking und Geofencing. Das System erfasst Arbeitszeiten automatisch innerhalb eines Radius von 50 bis 5.000 Metern.
  • Microsoft Teams testet seit Juni eine WLAN-basierte Büro-Anwesenheitserkennung. Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert und erfordert ausdrückliche Zustimmung der Mitarbeiter.

Die aktuellen Entwicklungen reihen sich ein in einen breiteren Trend. Bereits im Frühjahr hatte Google mit „Fill with Gemini“ in Sheets KI-Funktionen für Workspace eingeführt und damit Dateneingabe-Aufgaben Berichten zufolge um das Neunfache beschleunigt.