Künstliche Intelligenz verändert die Art, wie Präsentationen erstellt werden, grundlegend. Sowohl Microsoft als auch Google haben im Juli 2026 ihre KI-Assistenten massiv aufgerüstet.
Microsoft Copilot: Vom Dokument zur fertigen Präsentation
Microsoft hat seinen Copilot in SharePoint mit einer entscheidenden Neuerung versehen. Nutzer können nun PowerPoint-Dateien direkt aus SharePoint-Inhalten generieren lassen – ohne manuelles Kopieren zwischen verschiedenen Anwendungen.
Die Aktualisierung umfasst eine intelligente Suchfunktion für wiederverwendbare „Skills“, die über einen einfachen Befehl abrufbar sind. Diese Vorlagen helfen dabei, neue Automatisierungsmöglichkeiten zu schaffen. Im Kern geht es um KI-gestützte Workflows, die Word, Excel und PowerPoint nahtlos innerhalb der SharePoint-Umgebung verbinden.
Für Unternehmen, die auf Microsoft setzen, bedeutet das: Schluss mit zeitraubenden Formatierungsarbeiten. Der Copilot übernimmt die lästige Routinearbeit.
Google Gemini und Canva: Kreativität per Sprachbefehl
Google hat seine Gemini-Plattform im Juli 2026 direkt mit Canva verknüpft. US-Nutzer können nun per natürlicher Sprachsteuerung Designs suchen, erstellen und bearbeiten. Ein einfacher Befehl wie „@Canva“ genügt, um auf Vorlagen und Marken-Kits zuzugreifen.
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Die Integration unterstützt Magic Layers für KI-generierte, bearbeitbare Bilder. Canva hat seine Partnerschaften ausgeweitet – neben Gemini sind nun auch ChatGPT, Claude, Perplexity und Microsoft Copilot angebunden.
Parallel dazu bringt Google mit „Google Vids“ eine Videogenerierung auf den Markt. Das Gemini Omni Model erstellt aus Textvorgaben Videos inklusive persönlicher Avatare, die aus einem Selfie und der Stimme des Nutzers generiert werden.
Spezialisierte KI-Tools erobern den Markt
Neben den Tech-Giganten haben sich spezialisierte Anbieter etabliert:
- SlidesAI – integriert in Google Slides und PowerPoint, über 14 Millionen Installationen, unterstützt über 100 Sprachen. Kostenlos nutzbar, Pro-Versionen zwischen etwa 9 und 18 Euro monatlich.
- AiPPT – professionelle Folien ab rund 11 Euro pro Monat.
- Gamma – erstellt nicht nur Präsentationen, sondern auch Dokumente und Webseiten aus Textvorgaben. Preislich bei etwa 9 Euro monatlich.
- Pitch – speziell für vertriebsorientierte Präsentationen.
Die Preise liegen damit meist unter denen klassischer Office-Lösungen – ein klarer Vorteil für Start-ups und Selbstständige.
Neue Helfer für den Arbeitsalltag
Im Juli 2026 brachte Microsoft zudem den Edge Drop Clipboard Manager für Windows 11 auf den Markt. Das Tool verwaltet kopierte Texte, Bilder und Dateien per Maussteuerung. Nutzer können Elemente stapeln und per Drag & Drop direkt in ihre Projekte ziehen.
Auf mobilen Geräten helfen neue Android-Shortcuts beim schnellen Erfassen von Inhalten. Der Power-Button für den schnellen Kamerazugriff oder langes Drücken auf App-Icons für bestimmte Aktionen – das sind die kleinen Helfer, die den Workflow von Kreativen beschleunigen.
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Vom manuellen Formatieren zur KI-gesteuerten Kreation
Der Wandel ist dramatisch: Noch 2015 kämpfte Microsoft mit der Retina-Unterstützung für seine Mac-Office-Suite. 2012 diskutierten Bildungsforen über den Einsatz von mobilen Apps im Unterricht. Heute interpretieren Systeme natürliche Sprache und produzieren daraus professionelle visuelle Assets.
Die Frage ist nicht mehr, ob KI Präsentationen übernimmt – sondern wie schnell Unternehmen diese Werkzeuge in ihre Arbeitsabläufe integrieren. Wer jetzt nicht umstellt, riskiert den Anschluss an die neue Produktivitätskultur.

