Der Technologiekonzern konzentriert sich künftig auf Surface Laptop und Surface Pro – und setzt dabei voll auf Künstliche Intelligenz.
Microsoft verschlankt seine Hardware-Strategie. Die Surface-Reihe wird künftig nur noch aus den beiden Modelllinien Surface Laptop und Surface Pro bestehen. Gleichzeitig führt der Konzern die neue Kategorie Copilot+ PC ein, die verbindliche Hardware-Standards für lokale KI-Verarbeitung definiert. Intel-basierte Versionen des Surface Pro 12 und Surface Laptop 8 sind bereits auf dem Markt, Varianten mit Qualcomm-Prozessoren sollen im Juni folgen.
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Neue KI-Hardware mit klaren Vorgaben
Die Bezeichnung Copilot+ PC ist an konkrete Leistungsmerkmale geknüpft. Erforderlich sind eine Neural Processing Unit (NPU) mit mehr als 40 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS), mindestens 16 Gigabyte RAM und eine 256-GB-SSD. Diese Ausstattung ermöglicht lokale KI-Berechnungen, die laut Branchenanalysten bis zu fünfmal schneller arbeiten als Windows-Geräte von vor fünf Jahren.
Bereits im Handel ist die 11. Generation des Microsoft Surface Pro Copilot+ PC. Das 13-Zoll-Gerät kommt mit einem 10-Kern-Snapdragon-X-Plus-Prozessor, 16 GB RAM und 512 GB Speicher. Parallel dazu baut Microsoft seine Hardware-Partnerschaften aus. Wie von der Computex 2026 in Taipeh am 29. Mai zu hören war, bereitet der Konzern die Ankündigung von Surface Laptops mit Nvidia N1- und N1X-Chips vor. Dies wäre ein bedeutender Architekturwechsel hin zu Windows on Arm.
Software-Updates und Führungswechsel
Die Hardware-Entwicklung wird von Software-Anpassungen begleitet. Am 28. Mai stellte Microsoft ein Redesign der Microsoft-365-Copilot-Anwendung vor. Die Ladezeiten konnten um mehr als 50 Prozent verkürzt werden, die Antwortzeiten bei komplexen Chat-Anfragen verbesserten sich um zehn Prozent. Die Nutzung von KI-Tools in Office stieg deutlich: in Word um 27 Prozent, in PowerPoint um 43 Prozent.
Eine neue Intelligenzebene namens Work IQ soll künftig als einheitlicher Einstiegspunkt über alle Anwendungen hinweg dienen. Für Windows 11 rollt Microsoft ein Low-Latency-Profile-Update aus und testet neue Funktionen wie Bildschirmtönung und ChatGPT-Integration in PowerPoint.
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Die Produktneuheiten fallen in eine Phase personeller Veränderungen. Marketing-Chef Yusuf Mehdi wird das Unternehmen 2027 verlassen. In einem internen Memo vom 28. Mai teilte zudem Xbox-CEO Asha Sharma mit, dass die jüngsten Preisanpassungen beim Xbox Game Pass zu einer verbesserten Abonnentenbindung und zu Wachstum geführt hätten.
Wettbewerb und Marktausweitung
Der Trend zu KI-fähigen Notebooks erfasst die gesamte Branche. Am 29. Mai kündigte Acer das TravelMate P6 14 AI an, einen geschäftlichen Copilot+ PC mit Intel Core Ultra Series 3 und einer Rechenleistung von 150 TOPS. Das Gerät wiegt weniger als ein Kilogramm und soll im August 2026 in Nordamerika und der EMEA-Region erscheinen.
Andere Hersteller zielen auf niedrigere Preissegmente. Am 28. Mai stellte Qualcomm die Plattform Snapdragon C vor, die für Einsteiger-Windows-Laptops ab etwa 300 Euro ausgelegt ist. Diese Geräte verfügen zwar über eine integrierte NPU, erfüllen aber nicht die vollen Copilot+-Anforderungen. Zu den Partnern zählen Acer, HP und Lenovo. Das Acer Aspire Go 15 wird das erste Modell mit dem neuen chip sein.
Im Premium-Segment zeichnen sich erste Preisbewegungen ab. Das ASUS Vivobook S16 mit AMD Ryzen AI und 3K-OLED-Display wurde am 29. Mai auf großen E-Commerce-Plattformen um rund 25 Prozent reduziert – der niedrigste Stand seit sechs Monaten.

