Copilot Prioritize: Outlook entfernt die Inbox-Sortierung bis März 2027

Die Outlook-Funktion wird bis März 2027 entfernt; Nutzer greifen danach auf manuelle Regeln und Standardfilter zurück.

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Microsoft nimmt eine zentrale Funktion seines KI-Assistenten aus dem E-Mail-Programm Outlook: Das Feature zur automatischen Sortierung des Posteingangs, bekannt als Prioritize My Inbox oder Copilot Prioritize, wird vollständig eingestellt. Der Schritt betrifft Anwender des kostenpflichtigen Zusatzdienstes, für den Unternehmen monatlich 30 US-Dollar pro Nutzer entrichten.

Die Ankündigung erfolgte am 21. Oktober 2026 über das Microsoft-365-Message-Center unter dem Code MC1519861. Demnach beginnt der schrittweise Rückbau am 26. Oktober 2026. Die vollständige Entfernung aus sämtlichen Outlook-Clients soll bis Ende März 2027 abgeschlossen sein.

Fokus auf Vereinfachung statt automatisierter Vorselektion

Als Begründung für die Maßnahme führt Microsoft Aufräumarbeiten sowie das Ziel an, das Copilot-Erlebnis in Outlook zu vereinfachen. Das Unternehmen will die Ressourcen stattdessen auf andere Bereiche des KI-Assistenten konzentrieren. Details zu Nutzungszahlen oder möglichen Fehlerquoten bei der E-Mail-Einstufung nannte der Softwarekonzern nicht.

Die Funktion sollte den Arbeitsalltag erleichtern, indem sie eingehende Nachrichten anhand von Teilnehmern im Nachrichtenverlauf, Jobtiteln und Inhalten analysierte. E-Mails wurden automatisch in die Stufen hoch, normal oder niedrig unterteilt und mit Begründungen für die jeweilige Einstufung versehen.

Nutzer konnten zudem Anweisungen in natürlicher Sprache hinterlegen, um die Kriterien für zukünftige Nachrichten anzupassen, und die Ansicht auf wichtige Mails filtern.

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Im Gegensatz zur klassischen Funktion für relevante E-Mails stützte sich das System auf persönliche Präferenzen und Arbeitsgewohnheiten statt auf starre Filterregeln. Von der Priorisierung waren bestimmte Formate jedoch von vornherein ausgenommen, darunter Nachrichten außerhalb des primären Posteingangs, vom Absender als niedrig eingestufte Mails, Besprechungseinladungen, Abwesenheitsnotizen, verschlüsselte Elemente sowie sehr kurze Nachrichten.

Empfehlungen für Administratoren und bestehende Alternativen

Für IT-Verantwortliche besteht durch die Umstellung kein unmittelbarer Handlungsbedarf in den Systemeinstellungen. Microsoft rät Administratoren jedoch, betroffene Anwender über den Wegfall zu informieren und die Funktion aus internen Dokumentationen sowie Schulungsunterlagen zu streichen.

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Einen direkten Nachfolger mit vergleichbaren, personalisierten Lernmechanismen bietet Microsoft nicht an. Anwender müssen für die Organisation ihrer Nachrichten künftig wieder auf manuelle Regeln, Kategorisierungen und Standardfilter zurückgreifen. Die vom KI-Assistenten unabhängige Funktion für relevante E-Mails, im deutschen Sprachraum als Focused Inbox oder Posteingang mit Relevanz bekannt, bleibt weiterhin verfügbar.

Die Streichung der Sortierfunktion markiert eine Verschiebung der Prioritäten bei den KI-Werkzeugen für die E-Mail-Kommunikation. Erst im September 2026 hatte Microsoft den Assistenten Copilot direkt in die Schreiboberfläche von Outlook integriert, um das Verfassen von Texten zu unterstützen.