Copilot-Umbau: Microsoft fasst Consumer- und 365-Version zusammen

Microsoft bündelt Copilot-Versionen, streicht Funktionen und sieht sich wegen Microsoft-365-Preiserhöhungen einer britischen Untersuchung gegenüber.

Microsoft treibt den Umbau seines KI-Assistenten Copilot voran und stellt Nutzer vor die Frage, wann der Einsatz des Tools im Microsoft-365-Ökosystem tatsächlich einen Produktivitätsgewinn bringt. Berichte analysieren dies, während der Konzern gleichzeitig grundlegende Änderungen an der Copilot-App vornimmt, die Verbraucher direkt betreffen.

Zusammenlegung von Consumer- und 365-Copilot

Microsoft führt die bislang getrennten Versionen von Consumer-Copilot und Microsoft-365-Copilot in einer einzigen App zusammen. Im Zuge dieser Überarbeitung führt der Konzern persönliche Chat-Verläufe zusammen, während zugleich Funktionen wie Podcasts, Deep Research und Group Chat eingestellt werden.

Nutzer wechseln damit faktisch von Microsoft 365 zu Microsoft 365 Copilot. Nach der Umstellung soll die Funktion Deep Research künftig ein Microsoft 365 Premium-Abonnement voraussetzen, Chats und bestehende Inhalte werden dabei übertragen.

Untersuchung wegen Preiserhöhung

Parallel zu diesen produktseitigen Umbauten geraten britische Behörden aktiv: Sie prüfen, ob Microsoft Verbraucher im Zusammenhang mit der Preiserhöhung von Microsoft 365 im Rahmen der Copilot-Einführung irregeführt hat. Die Untersuchung wirft ein Schlaglicht darauf, dass die Integration von KI-Funktionen in bestehende Abo-Produkte nicht nur technische, sondern auch verbraucherschutzrechtliche Fragen aufwirft.

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Wann lohnt sich der Einsatz von Copilot?

Die aktuellen Berichte zur Produktivität ordnen sich in eine breitere Debatte über den tatsächlichen Nutzen von KI-Assistenten im Arbeitsalltag ein. Eine Umfrage von Epoch AI und Ipsos unter 1.106 Beschäftigten, durchgeführt zwischen dem 10. und 19. Juli 2026, zeigt, dass rund 20 Prozent der US-Arbeitnehmer mittlerweile mindestens eine Aufgabe an KI delegieren.

Am stärksten verbreitet ist die Nutzung in der Softwareentwicklung mit 57 Prozent, gefolgt von Datenanalyse mit 46 Prozent, dem Lesen von Dokumenten mit 39 Prozent und der Datensatzführung mit 25 Prozent.

Die Umfrage liefert jedoch auch ein differenziertes Bild der tatsächlichen Effizienzgewinne: Bei vollständiger Übernahme von Aufgaben durch KI ergab sich in 53 Prozent der Fälle eine Zeitersparnis, während bei einem Sechstel der Fälle die Bearbeitung sogar länger dauerte.

Zudem wurden laut der Umfrage 66 Prozent der KI-generierten Ausgaben kaum noch redigiert – ein Hinweis darauf, dass Nutzer den Ergebnissen zunehmend vertrauen, ohne sie im Detail zu prüfen.

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Kontext für Unternehmen und Verbraucher

Die Umstrukturierung der Copilot-App fällt in eine phase, in der Unternehmen verstärkt abwägen, ob kostenpflichtige KI-Integrationen wie Microsoft 365 Copilot ihren Preis wert sind.

Als Alternative wird etwa auf LibreOffice verwiesen, das kostenlos und quelloffen ist, Microsoft-Formate wie .docx, .xlsx und .pptx unterstützt und auf Windows, macOS sowie Linux läuft – während Microsoft 365 nach Angaben aus dem Vergleich ab rund 100 US-Dollar pro Jahr kostet.

Für Verbraucher und Unternehmenskunden dürfte sich die Frage nach dem tatsächlichen Produktivitätsgewinn durch Copilot damit weiter verschärfen: Während Microsoft seine App-Architektur konsolidiert und Funktionen an höherwertige Abo-Stufen bindet, wächst zugleich die Prüfung durch Aufsichtsbehörden hinsichtlich der Preisgestaltung.